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den Wellen


Die Weißen unter den Riesen


von RichardParker
10.09.2015
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Sie leben in den subpolaren und polaren Zonen unserer Erde. An den Küsten von Alaska, Russland oder Kanada. Wobei die Sichtungen in Europa doch sehr sporadisch ausfallen.

Der Weißwal (Delphinapterus leucas), ist ein sehr geselliger und sozialer Zeitgenosse, der in kleineren Gruppe lebt. Auffällig ist seine weiße Haut, die bei Weibchen auch noch einen bläulichen Schimmer hat.

Aber die Belugas, so wie die weißen Riesen auch genannt werden, sind nicht von Geburt an weiß. Neugeborene sind meist schiefergrau oder braun und werden ersten mit den Jahren weiß. Bei Männchen ist die endgültige, weiße Färbung auch ein Zeichen ihrer Geschlechtsreife, mit etwa acht oder neun Jahren. Die Weibchen sind es bereits mit fünf Jahren. Die Wale erreichen eine Länge von bis zu 6 Metern und sind eng mit dem Narwal verwandt.

Auch charakteristisch für die Weißwale sind ihre kegelförmigen Zähne. 10 bis 22 im Oberkiefer und 6 bis 22 im Unterkiefer, bei Jungtieren sind diese aber noch meist umgebogen. Physiognometische Eigenheiten, die der Kommunikation dienen, verleihen dem Beluga die Fähigkeit ihren Gesichtsausdruck zu ändern. Dieses ist aber kein Ausdruck von Emotionen.

Die Paarungszeit der Tiere ist von April bis Mai, in nördlichen Regionen auch erst im Juli. Flussmündungen sind besonders beliebt, da hier das Wasser um bis zu 10°C wärmer ist. Die Tragezeit dauert über 14 Monaten und die Jungtiere sind bei der Geburt bereits knapp zwei Meter lang und bis zu 75 Kilogramm schwer.

Die Belugas kommunizieren über akustische Signale die im Nasengang hin zum Blasrohr entstehen. Sie können Quietsch-, Brumm-, aber auch hohe Zwitscherlaute erzeugen. Dabei bewegen sie sich in Frequenzbereichen von 0,7 bis 20 Kilohertz (enorme hohe Töne). Weißwale werden deshalb auch Kanarienvögel der Meere genannt.

 

Wie viele seiner Artgenossen wurde der Weißwal früher bejagt, gerade durch das Volk der Inuit. In den letzten Jahren ist die Bejagungsrate aber enorm zurück gegangen, kommerziell wird er nur noch im Norden Russlands gejagt.

Der Grund für den Rückgang der Jagd sind vor allem Umweltbelastungen, Chemikalien wie Quecksilber beispielsweise, die die Wale krank machen. Dessen Verzehr wiederum bedroht die Gesundheit der Menschen. Bei vielen dieser Tiere wurden bereits Krebserkrankungen in den Därmen festgestellt. 

 

Bildquellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fwal#/media/File:Beluga,_Wei%C3%9Fwal_(Delphinapterus_leucas).jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fwal#/media/File:Cetacea_range_map_Beluga.png

https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fwal#/media/File:Delphinapterus_leucas_head_2.jpg

 

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Kommentare (2)
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Sortieren nach Aktualität:
17.09.2015
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Das 2. Bild sieht aus wie Opa-Beluga im Whirlpool! :-D
Danke für den Bericht, sehr interessant :-)
11.09.2015
Buchenblatt hat geschrieben:
Wie süß! Ein Grund mehr, die Meere und das Klima zu schützen.
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