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den Wellen


Die neue alte Tragödie


von Peet
15.10.2011
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Und wieder passiert es, direkt vor der neuseeländischen Küste, in einem Gebiet, welches eine bemerkenswerte Artenvielfalt vorweisen kann. Delfine, Wale und unzählige Seevögel sind hier zu Hause, doch das ist wieder einmal bedroht.

Die Rettungsteams müssen derzeit zusehen, wie sich das Containerschiff „Rena“ entzweit und massenhaft Schweröl austritt. Somit bahnt sich vor Neuseeland die größte Umweltgeschichte des Landes an, wieder einmal verursacht durch den Menschen bzw. dem allgegenwärtigen Thema Öl.

Von den an Board befindlichen rund 1300 Tonnen Schweröl sind mittlerweile 400 ausgetreten, Tendenz steigend. Die „Plenty-Bucht“, prägend für ihre Schönheit und Vielfältigkeit, ist mittlerweile schon betroffen. Dort sind erste Strände vom schwarzen Gold verseucht. Die Renaturierung dieser Gebiete wird sich auf Jahre ziehen. Was allerdings schon fest steht, sind die Folgen für die derzeit dort lebenden Tiere. Der schleichende Tod durch vergiftete Nahrung bzw. dem Wasser ist nur ein Beispiel, welches jetzt schon Wirklichkeit geworden ist. Rund 1000 Seevögel sind schon betroffen und weitere werden folgen.

Ob das restliche Öl überhaupt abgepumpt werden kann oder ob einfach nur zugesehen wird, wie weiter Öl aus dem Frachter läuft, kann zum momentanen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Einerseits ist das Abpumpen für die Einsatzkräfte hoch riskant, andererseits steht eine einzigartige Naturlandschaft vor einer riesigen Tragödie.

Der WWF Deutschland fordert angesichts der erneuten Tragödie ein Verbot von Schweröl als Schiffstreibstoff. „Schon kleine Mengen Schweröl können große Schäden anrichten, deswegen darf Schweröl nicht länger als Treibstoff von Schiffen verwendet werden“ fordert Stephan Lutter, Meeresschutzexperte vom WWF Deutschland. „Statt des Schweröls sollten nur noch schwefel- und stickstoffarme Treibstoffe eingesetzt werden dürfen, zunächst in bestimmten Sondergebieten, schließlich weltweit. Es würden zudem auch weniger Rückstände an Bord anfallen, so dass deren illegale Entsorgung auf See, die auch ein Problem darstellt, zurückgehen würde“.

Ob sich in dieser Hinsicht noch etwas entwickelt und wie die Entwicklungen an dem havarierten Frachter weiterlaufen, erfahrt ihr natürlich demnächst. Was allerdings jetzt schon wieder fest steht: Der Mensch geht vor, die Natur hat das nachsehen, oder wie lässt sich die Aussage des neuseeländischen Premierministers deuten - „Premierminister John Key äußerte sich besorgt über die möglichen Auswirkungen auf den Tourismus.“?!

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Kommentare (5)
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10.11.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Schrecklich.. Und es wird eh nur noch ans Geld gedacht.. leider..
21.10.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Was mich an dieser Sache entsetzt das seit über 200 Jahren bekannt ist das man an dieser Stelle nicht fahren darf/soll
19.10.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Wieso lernt der Mensch nicht endlich aus seinen Fehlern??
Ach ja, das wäre zu teuer!

Wie viel kostbare Natur muss erst noch zerstört werden und wie viele Tier müssen erst noch qualvoll verenden, bevor die Politik der Wirtschaft zeigt wo es lang geht und diese vorprogrammierten Katastrophen stoppt?!

Wem nützt es etwas, wenn die Firmen einen kleinen Teil ihres Jahresgewinnes als Strafen zahlen müssen? Die Schäden sind nicht mit Geld zu beheben und werden die Unfallstellen jahrelang kennzeichnen.
17.10.2011
Ossi hat geschrieben:
in der Nord-und Ostsee ist Schweröl-Treibstoff verboten. Man müsste ein Gesetz dafür erlassen, den Bereich auf die Weltmeere auszuweiten. Außerdem sollten die Wände der Treibstofftanks serienmäßig doppelt und dreifach vorhanden sein.
16.10.2011
gelöschter User hat geschrieben:
hey danke für den Bericht. ich hab das schon in den nachrichten verfolgt.
ich kann einfach nich nachvollziehen ,warum die menschen immer wieder den gleichen fehler machen ... Der tanker ist noch dazu in einem gebiet, wo er gar nich sein dürfte aber anstatt, dass die regierung sich um die natur sorgt ...Nein, da sorgt man sich um den Tourismus?!
wir könne egl nur hoffen...
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