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Die Costa Concordia und das Flora- und Faunaparadis auf Giglio


von Julie31
17.01.2012
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Wie wir warscheinlich alle mit bekommen haben rammte die Costa Concordia am Freitag einen Felsen nahe der Insel Giglio (Italien). Menschen werden immer noch vermisst und ein paar kamen sogar ums Leben. Doch als sei das nicht genug, brachte mich ein Bericht von NABU darauf, dass dieses Schiff 2.400 Tonnen Schwer- und Dieselöl als Treibstoff gebunkert hat. Wenn diese Mengen an Öl nun austreten sollten, ist eine Katastrophe nicht mehr zu verhindern.

Ich war, dank meiner Abschlussfahrt, selbst schon auf Giglio. Wir wurden dort in einer Meeresbiologiestation unterrichtet und haben sehr viel von der Insel gesehen. Ich kann nur sagen, dass das der schönste Ort war wo ich bis jetzt war. Solch eine Artenvielfalt hab ich noch nie zuvor gesehen. Wir sind dort regelmäßig schnorcheln gegangen, sogar einmal nachts unter Aufsicht. Ich habe Seesterne, Seegurken, eine Muräne, einen Oktopus, Seeigel, riesige Muscheln, Anemonen, Schwämme und noch so viel mehr gesehen. Man konnte durch die einzigartigen Fischschwärme hindurch schwimmen und sie sogar fast berühren, so nah waren sie. Hätten wir unseren Tauchgang, dank eines kleinen Sturms, nicht absagen müssen, hätten wir sicherlich noch viel mehr sehen dürfen, wie zum Beispiel Seepferdchen. Aber auch auf der Insel selber gibt es noch viel mehr zu sehen. Es ist wirkch eine einzigartige kleine Insel mit besonderen Menschen, die einen schnell mit der südländischen Mentalität vertraut machen (:

Zwar stehen Pumpen und Tankschiffe schon bereit um das Schlimmste zu verhindern, doch schon kleine Mengen an Öl können der Flora und Fauna dort schaden. Küsten und Gewässer würden auf lange Zeit verschmutzt werden. Das würde nicht nur für viele Meeresbewohner, sonder auch für die Menschen, die auf Giglio leben, eine große Katastrophe bedeuten. Ich hoffe inständig, dass es nicht so weit kommt! Wenn doch, ist (warscheinlich) der Kapitän nicht nur Schuld an dem Tod von Menschen, sondern auch von unzähligen Meeresorganismen.

 

 

 

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Kommentare (7)
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18.01.2012
Christina1107 hat geschrieben:
Ja ich habe auch schon davon gehört und ich genauso geschockt wie du.. Ich finde das alles zum heulen. das mit dem schnorcheln glaube ich dir gerne.. .D
Toller Bericht... :D danke.. :D
17.01.2012
LSternus hat geschrieben:
Noch eine drohende Ölpest, es ist bedauerndswert, dass die Menschheit nach Jahrtausenden an Erfahrung im Punkto Schifffahrt immer noch zu beschrenkt ist sich zu merken, dass in Küstennähe Felsen liegen. Sorry, aber das musste an der Stelle mal gesagt werden!
17.01.2012
Alex94 hat geschrieben:
ich war dieses jahr auch als studienfahrt auf giglio. dort waren wir auch in dem meeresbiologischen institut. das schnorcheln ist wirklich zu empfehlen, man kann nur mit geringer ausstattung so viele tolle sachen unter wasser sehen!
17.01.2012
gelöschter User hat geschrieben:
@Elinchen: Es ist peinlich, dass wir trotz angeblich superintelligenter Technologien noch immer gegen Felsen etc fahren! Mies passt aber auch sehr gut ;)
17.01.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Ja also ich muss Urmeli zustimmen,dass es nervt, wenn die nach Nationen gehen! O.o Und wenn es dann zu einer Umweltkatastrophe kommt,betrifft es ja auch uns alle und nicht nur einen Teil der Welt..es geht uns alle was an..
Ich finde es einfach...ich will nicht sagen lächerlich,aber es ist schon mies,dass wir mit so einer fortgeschrittenen Technologie immernoch gegen Felsen fahren..
Danke für den Bericht..muss ja wirklich schön dort sein!
17.01.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Und das alles wahrscheinlich nur wegen ein "Gruß aus nächster Nähe"...... :(
Ich bin mal gespannt, was genau die Vernehmung des Kapitäns noch so ans Licht bringen wird.....er will - Zitat - "alles menschenmögliche getan haben".....ja klar von Land aus in Sicherheit.....

Was mich immer sehr an solchen Meldungen stört ist, dass es heißt "es gibt so und so viele deutsche Opfer, so viele italienische Opfer usw usw.......es ist doch egal, wo diese Menschen herkamen. Dass jemand sein Leben lassen musste, weil der Kapitän schwerwiegende Fehler gemacht hat ist grenzübergreifend erschütternd.

Und das jetzt auch noch eine Umweltkatastrophe vor der Tür steht verschlimmert die ganze Situation extrem.......da bleibt uns mal wieder nur eins: Hoffen, dass die Menschen, die jetzt vor Ort besser sind kompetenter sind als der Kapitän!!
17.01.2012
Marcel hat geschrieben:
Danke, Anna, für diesen Bericht! Wie Du diesen Ort beschrieben hast hat mich wirklich bewegt.
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