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den Wellen


Die Ausrottung der ältesten Bewohner unserer Weltmeere


von Silenzz
27.08.2012
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Ein Thema das mich seit meiner Jugend unheimlich in seinen Bann gezogen hat, sind die wohl gefürchtetsten, zugleich aber auch faszinierensten Bewohner unserer Meere. Seit knapp 500 Millionen Jahren streifen die knapp 550 bekannten Haiarten durch die großen blauen Fläschen die unser Planet zu bieten hat. Von groß bis klein ist alles vertreten. Auch wenn die meisten Haie das Salzwasser favorisieren, gibt es einige Ausnahmen die sich dem Süßwasser verbunden fühlen, oder sogar jene die zwischen den beiden Wasserarten hin und herwechseln.

Die wohl bekanntesten Eigenschaften dieser Tiere sind ihre absolut gewaltigen Sinnesorgane und deren ausgeprägte Funktion, die bei jedem Tier unterschiedlich ausfallen. Neben dem exzellenten Riechvermögen zeichnet sich das unglaublich gute Gehör als wichtigste Funktionsstelle der Sinnessysteme der Haie aus. Bewegungen unterhalb der Meeresoberfläche werden in Schwingungsmelodien umgewandelt, was zur Folge hat das der Hai sein Opfer auf eine extreme Entfernung fokussieren kann. Des Weiteren ist ein Hai fähig, Druckwellen und elektrische Felder zu messen. All diese Sinne beweisen das die Haie perfekt an Ihre Umwelt angepasst sind.

Anantomisch gehören Haie zu der Kategorie der Knorpeltiere, was sie theoretisch weit von der Kategorie Fisch distanziert, da diese zu den Knochentieren gehören. Biologisch kann eine standartisierte Definition ebenfalls nicht erfolgen, da einige Haie lebend gebären und andere Eier legen.

Das wohl aktuellste Thema das der Kategorie der Haie, spätestens nach dem Jahr 1975 angehaftet wird, ist die Gefahr für den Menschen. Nach dem Filmerfolg „ Der Weiße Hai „ sind die Tiere in eine ganz andere Schublade verschoben worden. Blutrünstig und Bösartig sind einige Stichworte, „Killer-Hai“ die beliebsteste Bezeichnung. Doch was steckt dahinter? Kurz und knapp lässt sich das mit einem Wort definieren „NICHTS“, außer der durch Medien beeinflusste Darstellung die kein Fundament hat. Niemals gehört der Mensch in das Beuteraster der Haie, auch nicht in deren die dem Menschen aufgrund der Größe und Ihrem Jagdverhalten gefährlich werden könnten. Sichtbar wird dieses durch die Statistik der Haiattacken und deren Folgen. Ca. 50 – 90 Unfälle ereignen sich jährlich und gerade mal 6 % enden tödlich. Eine Haiattacke ist gefährlich, ganz klar, aber solch ein Unfall beschäftigt die Medien über mehrere Wochen, was zur Folge hat das die Angst der Menschen weiter gefördert wird. Andere alltägliche Unfälle werden kurz und knapp in einem winzigen Teil der Tageszeitung platziert, obwohl diese statistisch die Häufigkeit der Haiunfälle bei Weitem übertreffen.

Das Resultat: Der Schutz dieser Tiere nimmt ab. Wer möchte etwas schützen das mit eigener innerer Angst verbunden ist? Die Notwendigkeit mit der Haie geschützt werden müssen verliert sich dadurch. Das Ökosystem Meer beginnt weltweit zu zerfallen und Haie spielen in diesem System eine wichtige und entscheidene Rolle. Jetzt stellen wir die Zahl der Haiattacken der Zahl der durch Menschenhand getöteten Haie jährlich gegenüber: 100 zu 200.000.000. Knapp 18 % der Haiarten sind vom Aussterben bedroht und das ganz alleine wegen uns Menschen. Der berühmte „ Weiße Hai „ gilt biologisch als nicht-mehr-existent. „Finning“ ist die menschliche Waffe die zu den 200 Millionen toten Tieren führt die jährlich den Ozeanen entrissen werden.

Free Magazin - Bild

Um den Milliardenmarkt weiter anzutreiben werden die Haie in Massen aus dem Meer gezogen. An Board werden ihnen dann alle Flossen abgeschnitten und anschließend werden sie in diesem Zustand zurück ins Meer geworfen, damit Sie auf dem Meeresgrund krepieren bzw. lebendig gefressen werden können. Und wofür das Ganze? Eine Suppe. Grotesk ist die Zukunftsperspektive. Demnächst werden Millionen von Chinesen Ihre Einkommensgrenzen aufbrechen und somit dazu in der Lage sein, viel häufiger Haifischflossensuppe zu verzehren. Die Folge?
Doch nicht nur China ist das Problem. Andere Länder haben ebenfalls Haifangflotten, dazu gehören auch wir Deutschen. Andere Varianten Haie zu verarbeiten:

Die begehrten Flossen - Greenpeace Bild

- Aus Haiknorpel macht man sinnlose Medikamente die keiner braucht
- Aus der Haut kreiert der Mensch Armbanduhren
- Der See – Aal wie man ihn im Restaurant nennt, besteht zu genau 0% aus einem Aal. In Wirklichkeit besteht dieser aus dem sogenannten „ Dornhai „ .

Filme wie „ Shark Water „ die ich jedem ans Herz legen kann, schildern und zeigen genau diese grausamen Bilder. Es gibt leider viel zu wenige Dokumentationen über die Grausamkeit die wir Menschen an diesen faszinierenden Tieren ausüben. Doch was ist der Grund dafür? Warum macht der Mensch die Augen zu und badet in seiner „ Mir – egal – Einstellung „ ?

Das Ende ist absehbar und dieses Zitat absolut notwendig :

Andrew Cobb ( Haischützer )

Wenn die Haie sterben, stribt das Meer. Wenn das Meer stribt, werden wir folgen….

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Quellen :

- http://www.200bar.de/biologie/sharkproject.php

- Free-Magazin Ausgabe 22 / Gerhard Wegner

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Kommentare (7)
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10.01.2013
david.s hat geschrieben:
es ist schrecklich das so viele haie getötet werden für suppe und uhren und als wäre das nicht schlimm genug ist das flossenabtrennen und das die haie lebendig gefressen werden die reinste folter. DIE HAIE MÜSSEN BESCHÜTZT WERDEN
29.08.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Schön geschrieben aber traurig, dass die Tiere so misshandelt werden. Wer sich gerne anschließen möchte, neben dem WWF, dem Hai zu helfen, bitte auchmal hier vorbeischaun
=> http://www.sharksavers.org/en/home/ Dort wird sich ausschließlich um die Rettung der Haie/Rochen gekümmert.
27.08.2012
Kathrin hat geschrieben:
Ein sehr schöner bericht der jedem wirklich die augen öffnet.
Die bilder unterstreichen es nochmals.
Das ist so eine dreckigkeit und eigentlich kann man es nicht ganz unterbieten.Mann kann ihnen eigentlich nicht so helfen wie man es gerne hätte aber das ist wie mit der elefantenjagd oder anderen schrecklichen dingen,man kann dagegen vorgehen doch vollständig unterbinden kann man sie nicht!
27.08.2012
LSternus hat geschrieben:
Wnn ihr wüsstet wie viel Geld die Haiflossenmafia mit Finnig verdien. Nich mal der weltweite Waffen - und Menschenhandel kommt, wenn es um den Profit geht, ansatzweise an den Handel mit Haiflossen heran.
Im übrigen gibt es keinerlei Definitionen für einen Haiunfall. Ob es ein Unfall war definiert jerder Mensch selbst und vorallem anders. Selbst die Sichtung eines Hais werten einige schon als Unfall.
27.08.2012
Viveka hat geschrieben:
Selbst bei uns im "Dorf-Supermarkt" kann man Haifleisch kaufen!
Es ist traurig, dass der Mensch al das tötet, was anders ist als er selbst ohne sich vorher genau über die Lebewesen zu informieren!
27.08.2012
abcd hat geschrieben:
Auch hier in Europa kann man Haifischflossensuppe bekommen. Ich weiß zwar nicht ob es da irgendwelche Importbeschrenkungen gibt aber im Urlaub im Luxemburg sah ich nahe (200m) der deutschen Grenze ein Thailänder mit Haifischflossensuppe für 5 Euro.
27.08.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Was uns Angst macht rotten wir ohne Gnaden und am besten noch mit wirtschaftlichen Gewinn aus......

Wir wundern uns, dass es zu Unfällen kommt, wenn wir in ihr Gebiet eindringen? Würde man sich wundern, wenn jemand der über eine Autobahn läuft angefahren wird? Wohl eher nicht.

Haie sind so interessante Geschöpfe deren Geschichte uralt und faszinierend ist, und nun geht sie so traurig und brutal ihrem Ende entgegen......
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