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Das verschwundene Öl


von TilmanFCC
08.08.2010
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BP ist es gelungen das unterseeische Bohrloch seiner Plattform "Deepwater Horizon" zu verschließen. Seitdem sind im Golf vom Mexiko immer weniger Schlieren und schwarze Lachen zu sehen. Erstaunlicherweise sollen große Teile des ausgetretenen Öls bereits verschwunden sein.

Doch eine Entwarnung gibt es deswegen von der staatlichen Behörede "National Oceanic and Atmospheric Administration" noch nicht. 25 Wissenschaftler untersuchten den aktuellen Stand der Verschmutzung und wohin das Öl "verschwunden" ist.

Die Erkentnisse sind:

1. Es sei gelungen 25% des Öls aufzufangen, zu verbrennen oder abzuschöpfen.

2. Weitere 25% des Rohöls seien selber verdunstet oder wurde im Wasser aufgelöst.

3. Der Rest des Öls treibe weiterhin als Teerklumpen umher, sammle sich im Sediment oder schwebe in Form von Mikrotröpchen - als Folge von Chemikalien, welche das Öl in Flocken zerkleinerte - in riesigen Wolken unterhalb der Wasseroberfläche.

4. Da der warme und sauerstoffreiche Golf von Mexiko Abbauprozesse beschleunige bestehe außerdem die Hoffnung, das der Öldreck zügig von Bakterien zersetzt wird.

Für mich klingen diese Aussagen zwar gut, doch ich würde ihnen nicht blindlings vertrauen. Doch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wird uns ja sicher noch eine Weile begleiten, sodass sich diese Aussagen vieleicht aber auch bestätigen werden.

Einige Reaktion:

"Die Auswirkungen der Hunderte Millionen Liter ausgetretenen Rohöls sowie der eingesetzten enormen Mengen an ölauflösenden Chemikalien auf die Lebensgemeinschaften am Meeresboden und in küstenfernen Gebieten sind nahezu unvorhersehbar." - Olaf Tschimpke, Präsident NABU

"Die Nachricht , dass es nun offensichtlich gelungen ist, das Bohrloch zu verschließen, ist mehr als erfreulich. Aber dass von dem ausgeströmten Öl keine tatsächliche Umweltbedrohung mehr ausgehen, ist unwahrscheinlich." - Heinrich Sander (FDP), niedersächsischer Umweltminister

"Der Einsatz dieser Mittel ist in anderen Teilen der Welt garnicht erlaubt, weil deren Auswirkungen auf die Natur völlig ungeklärt sind." - WWF

"Das Zeug ist im Meer, wo auch immer, und wird Schaden anrichten." - BUND-Sprecher

"Natürlich ist richtig, dass ein großer Teil des Öls verdunstet, verdünnt und verteilt worden ist. Aber der verdünnte Teil ist ja noch nicht weg, ebensowenig wie zurückbleibende schwerere Ölanteile." - Werner Ekau, Biologe am Leibnitz-Zentrum für Marine Tropenökologie Bremen

nach SPIEGEL Nr. 32, 09.08.2010 und F.A.S. Nr. 31, 08.08.2010

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Kommentare (2)
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09.08.2010
Cata hat geschrieben:
Ich gebe Chaya recht. Die wollen nur die Allgemeinheit beruhigen, damit aufgehört wird gegen BP zu gehen. Fertig mit aufräumen sind die wohl ja noch lange nicht!!
08.08.2010
midori hat geschrieben:
Drittens klingt meiner Meinung nach sehr erschreckend. Quasi verschwunden und jeder hats wieder vergessen, obwohl es mehr als tragisch ist.
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