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den Wellen


Da vergeht selbst dem Delfin das Lächeln - von Flipper und anderen Berühmtheiten


von AfriKaro
28.07.2014
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94 P

                                                    They call him Flipper,

                                                         Flipper, faster than lightning,

                                                         no-one you see,

                                                         is smarter than he,

                                                         and we know Flipper

                                                         lives in a world full of wonder,

                                                         fllying there under,

                                                         under the sea!

Hallo ihr Lieben,

zu erst ein paar Anmerkungen: Ich habe alle Information die ich hier aufschreibe aus einem Buch von Hannes Jaenicke "Wut allein reicht nicht". Natürlich habe ich die Texte umgeschrieben und meine Meinung hinzugefügt. Ich lese dieses Buch jetzt zum zweiten Mal und es berührt mich immer wieder. Was Herr Jaenicke zum Ausdruck bringt ist real, brutal und berührend. Was mir am meisten gefällt ist, dass nicht nur an allem und jedem rumgemeckert wird, sondern auch Tipps und Tricks gegeben werden, wie man als normaler Mensch helfen kann. Ich bin der Ansicht, wenn man alles ordentlich schlecht gemacht hat, dann sollte man auch ein paar Verbesserungsvorschläge machen. Also werde ich das (wie immer) am Ende meines Berichtes auch tun (also Tipps und Tricks weitergeben). :-)

Durch den berühmten Film "Flipper" wurde ein Delfin-Hype ausgelöst. Der schlaue Delfin rettete Menschenleben, löst Verbrechen auf und sorgt immer für ein glückliches Ende.

Alle wollen ihn sehen und ihn auf die feuchte Schnauze küssen, den Retter so vieler Menschen. Sie wollen ihn durch Reifen springen und Bälle balancieren sehen. Sehen das er Spaß hat und die Menschen liebt. Doch seine Beliebtheit kommt dem Delfin teuer zu stehen, denn die Delfinarien brauchen immer Nachschub...

Zu keinem anderen Meerestier haben wir so eine enge Beziehung, wie zu dem Delfin. Das ewig lächelnde Säugetier gibt uns das Gefühl, immer willkommen zu sein. Dabei würde er uns dankbar sein, wenn wir ihn in Ruhe lassen würden, denn der süße Delfin ist und bleibt ein Wildtier.

Doch statt ihm diesen Gefallen zu tun, sperren wir ihn in ein zu kleines Becken mit künstlich aufbereitetem Wasser und zwingen ihn Verrenkungen zu machen, die er freiwillig nicht tun würde. Doch ihm bleibt keine Wahl; oft werden die Delfin trainiert, indem man sie tagelang hungern lässt, so dass sie dann alles tun würden, um an einen Leckerbissen zu kommen.Wir geben tausende von Euro für eine fragwürdige Delfin-Therapie aus. Doch was den Menschen helfen soll, macht den Delfin krank.

Es treibt die Delfine (und andere Fische) bis in den Selbstmord.

Delfine leben normalerweise in eng verbundenen, sozialen Gruppen (Schulen), die bis zu 100 Tieren groß sein können. Pro Tag legen sie (mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h) bis zu 100 km zurück. 

Sie verenden an ihrem isoliertem Dasein, an dem Freiheitsentzug, der eintönigen Umgebung, Stress und an dem ungewohnten Futter. Wir missbrauchen sie, als Showstar, lebende Waffe und als Wunderheiler.

"Sie sterben, um nicht qualvoll leben zu müssen."

Eigentlich kommt jetzt im Buch eine Beschreibung von den Delfinfangarten. Aber ich habe beschlossen, euch das zu ersparen. Eines sei dazu gesagt: Wenn ich so etwas lese, schäme ich mich dafür, der Gattung Mensch anzugehören.

Hier ein Zitat aus dem Buch:

"Delfine kämpfen um ihr Überleben. In der Gefangenschaft ebenso wie im offenem Meer. Es ist ein Kampf gegen die Rücksichtslosigkeit und Selbstüberschätzung des Menschen, der sie jagt quält und ihren Lebensraum zerstört. Diese Zerstörung ist nicht nur ein Kollateralschaden des ausufernden Massentourismus und der Fischereiindustrie. Auch achtlos ins Meer geworfene Plastiktüten oder der chemischen Keule in Form von Düngemitteln, Pestiziden und Industrieabfällen ersticken die Tiere."

Hinzu kommt die permanente Lärmbelästigung durch Schiffsmotoren, Militärübungen, U-Boot-Sonare und Gas- und Ölförderung. Dies alle macht das ruhige Meer zu einer dröhnenden Autobahn.

Die Tiere werden von zu lauten und fremden Tönen attackiert, dadurch versagt das lebensnotwendige und hochsensible Kommunikations- und Orientierungssystem der Meeressäuger. Mit fatalen Folgen: Panik, Stress, Desorientierung, Schiffskollision (die Tiere stoßen mit Schiffen zusammen!) und Massenstrandungen.

Besonders (wie Herr Jeanicke meint:) pervers sind die Ultraschallwellen, die Industriefischerboote und U-Boote aussenden, denn auch Delfine senden mit einem einzigartigem Sonar Ultraschallwellen aus, die helfen ihm seine Umgebung wahrzunehmen. Durch solche Ultraschallwellen (von den Booten) kann das Gehör geschädigt werden und der Delfin ist entweder mit Taubheit oder tödlicher Gehirnblutung gestraft. In dem Buch wird solch ein Angriff mit diesem Beispiel verdeutlicht: Stellt euch vor ihr steht neben einem startenden Kampfjet...ohne Gehörschutz. Mit ohrendbetäubenden 215 Dezibel schallen militärische Tieffrequenz- Sonargeräte durch die Meere.

(dieses Bild zeigt allerdings, wie ein Wal besendert wird. ;-))

Der schlimmste Gegner der Delfine ist allerdings ein ganz Anderer: unser Hunger auf Fisch.

Es fehlt den Delfinen an Nahrung, die ersten Tiere sind bereits verhungert. Unser Appetit scheint unstillbar. Riesige Fangnetzt werden den Meeressäugern zum Verhängnis, sie ersticken qualvoll. Auf diese Weise verenden mehr als 300.000 Wale und Delfine jährlich.

 

Und jetzt, die versprochenen Sofortmaßnahmen:

1. Wofür brauchen wir Delfinarien? Wozu SeaWorld? Meiner bescheidenen Meinung nach, ist das Tiermissbrauch (!), getarnt als Erziehungskonzept, dass nur dazu missbraucht wird, um den Protest der Tierschützer im Keim zu ersticken, denn es gibt doch nichts besseres, als den "Freund aller Kinder".

Also: Ignoranz gegenüber Delfinarien und Delfin-Therapien zeigen. Informieren. Herr Jaenicke empfiehlt den Film "die Bucht" (allerdings nicht für Kinder geeignet).

2. Unsere Meere mutieren zu Unterwasserwüsten, sogenannten Todeszonen, in denen kein Leben mehr möglich ist, das liegt am Sauerstoffmangel. Daran sind die privaten Haushalten, durch die Abwässer ins Meer gelangen, schuld. Das heißt:

Wasserverbrauch reduzieren, "grüne" Seife verwenden und allgemein Bioprodukte verwenden, denn diese enthalten keine Pestizide und Fungizide, allein das lohnt deren Verwendung!

3.  Wir müssen unser Konsumverhalten verändern, das heißt:

Verantwortungsvoller Fischkauf, nur dieser kann die Politiker und die Fischwirtschaft zwingen, den Fischfang auf einer umweltverträgliches Maß zu stutzen. Wer es einfach haben will kauft: Zander, Regenbogenforelle, Renke, Saibling oder Karpfen aus einheimischen Gewässern.

4. Zitat: "Plastik ist der Meereskiller Nummer eins, daher sollten immer Glas- statt Plastikflaschen gekauft werden."

Mhmm, eigentlich wollte ich in diesem Artikel etwas zu Walen, Delfinen UND Haien schreiben, aber irgendwie erschien mir jedes Detail so wichtig, dass ich es nicht weglassen wollte. Und damit das hier nicht zu lang wird, schreibe ich einen 2. Teil, indem ich mich mit den Haien befasse. Ich hoffe ich kann auf euch zählen. ;-)

Ein paar Schlussworte:

In diesem Artikel habe ich ausschließlich Fotos vom WWF verwendet, hier sind die Links (das ist übrigens einer der Gründe, warum ich euch keine Delfinfotos bieten konnte):

http://www.wwf.de/fotostrecke/wie-man-einen-wal-besendert/

http://www.wwf.de/fotostrecke/great-barrier-reef-unterwasserwelt-eines-naturwunders/

http://www.wwf.de/fotostrecke/wale-koenige-der-meere/gallery/image/page/4/

http://www.wwf.de/fotostrecke/wale-koenige-der-meere/gallery/image/page/5/

http://www.wwf.de/fotostrecke/toedliches-plastik/gallery/image/page/11/

So, ich hoffe euch hat mein Bericht gefallen und das ihr euch meinen nächsten Bericht auch lest.

 

Viele liebe Grüße

eure Karo

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Kommentare (8)
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04.08.2014
Kerstin hat geschrieben:
Danke für diesen tollen Bericht! Ich finde es gut, dass du gleich die notwendigen Maßnahmen aufgezählt hast und die Bilder sind auch superschön!
03.08.2014
somebodywholovesourearth hat geschrieben:
Ein echt genialer Bericht! Gut zu lesen und gut zu verstehen. Auch die Bilder sind sehr schön. :) Ich bin gespannt auf Teil 2. :)
03.08.2014
Christina1107 hat geschrieben:
Wow, das ist mal ein sehr interessanter und gelungener Bericht, danke :)
02.08.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Danke für den informativen Bericht. Super, dass du die Sofortmaßnahmen genannt hast. Vielleicht sollte ich das Buch auch mal lesen.
30.07.2014
SarahU hat geschrieben:
Super Bericht! Wirklich interessant! ;)
Danke :)
29.07.2014
Himbaerchen hat geschrieben:
Super interessanter Bericht! :) Ich kann den anderen nur zustimmen ...
28.07.2014
Franzichen hat geschrieben:
Ein wirklich toller Bericht, der auch ziemlich neugierig auf dieses Buch macht. :) Ich finde vor allem gut, dass du auch diese Sofortmaßnahmen nennst und nicht nur auf das Thema ansprichst sondern auch gleich sagt was man tun kann! :)

Das Thema ist leider sehr traurig und so wahr...nur weil der Mensch so viel Macht hat muss er diese nicht missbrauchen!
28.07.2014
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Danke für den Bericht, auch wenn er mich sehr schockiert hat! Da war viel Neues dabei, ich bin gespannt auf Teil 2. Hoffentlich sehen die Menschen irgendwann ein, das man diese besondere Species, mit der sie sich ja so verbunden fühle, schützen sollte und nicht derart "missbrauchen"
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