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Australisches Hochwasser ist Gefahr für Great Barrier Riff


von Marcel
11.01.2011
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Das Unglück nimmt kein Ende: Nun hat eine meterhohe Flutwelle in der Kleinstadt Toowoomba im Bundesstaat Queensland mindestens neun Menschen in den Tod gerissen. Für Dutzende noch Vermisste gibt es nur noch wenig Hoffnung. Eine furchtbare Katastrophe, die uns betroffen macht. Und es sind nicht nur Menschen, die leiden - auch für die Natur sind die Folgen gefährlich. Dabei hätte es nicht so schlimm kommen müssen: Überweidung, Abholzung und Landnutzung haben die wichtigen Flusssysteme zerstört.

Nach Befürchtungen des WWF kann das verschmutzte Wasser aus überfluteten Farmen und Städten entlang der Küste des australischen Bundesstaates Queensland eine verheerende Wirkung auf das Great Barrier Riff haben. Das gesamte Ökosystem - von den Korallen bis hin zu den Meeresschildkröten und Seekühen - könnte davon betroffen sein.

"Sobald sich die Wassermassen zurückziehen und ins Meer ablaufen, wird es entlang des Riffs zu einer dramatischen Verschlechterung der Wasserqualität kommen", warnt Nick Heath vom WWF Australien. Giftstoffe verunreinigen die Wassermassen. Ihr hoher Gehalt an Stickstoff und Phosphor bedroht das empfindliche Ökosystem.

"Die aktuellen Hochwasser sind größer, schmutziger und dadurch gefährlicher als in der Vergangenheit", so Nick Heath. Das liege an der Abholzung von Wäldern, Überweidung und exzessiver Landnutzung. Hierdurch könne bei starken Regenfällen vom Boden weniger Wasser aufgenommen werden, was die Fluten anschwellen lasse und die Erosion verstärke. Zusätzlich würden die Wassermassen verunreinigt, wenn sie sich mit der aktuellen zerstörerischen Wucht ihren Weg durch menschliche Siedlungen suchten. Um die Auswirkungen künftiger Hochwasser für das Riff und die Menschen vor Ort abzumildern, fordert der WWF die Renaturierung von Waldgebieten in Überflutungsregionen des Fitzroy River und im Murray-Darling-Becken, dem größten zusammenhängenden Flusssystem Australiens.

Der Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten müsse, so der WWF, ökologisch nachhaltig gestaltet werden. Nur so könnten die Auswirkungen zukünftiger Hochwasser für den Menschen, aber auch für die Natur und das Great Barrier Riff abgemildert werden. "So dramatisch und tragisch die aktuelle Flut auch ist, sie birgt die Chance auf einen nachhaltigen Neuanfang in sich. Ein besseres Management und eine modernes Konzept für Farmen könnten Risiken minimieren und zugleich die Produktivität steigern."

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Kommentare (3)
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14.01.2011
Marielle hat geschrieben:
@Peet: Genau. In Queenland ist der Boden ja total ausgetrocknet, deswegen sind große Wassermengen dort noch schlimmer, weil der Boden das ganze Wasser garnicht so schnell aufnehmen kann.
Das ist dann wie bei einem Schwamm. Wenn er ganz trocken ist, nimmt er nicht so schnell wasser auf, wie wenn er feucht ist...

@AnjaH: Das wäre ja furchtbar. Wer guckt denn bitte schon den Käse...??
11.01.2011
Peet hat geschrieben:
Gut, dass ich keinen Fernseher mehr habe!
11.01.2011
Peet hat geschrieben:
Man beachte auch, das Australien, wenn es mal nicht gerade überschwemmt wird, unter Wassermangel leidet...!
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