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den Wellen


"Alien" des Meeres


von MaRyLoU
20.10.2014
7
0
78 P
Tags: Meere
Neun Gehirne, drei Herzen, 2000 Zungen an acht Armen und zwei Augen. Ein Alien? Nicht wirklich.

Unser „Alien“ heißt Octopus und durchstreift die Ozeane der Erde. Wusstet ihr, dass dieses Geschöpf das intelligenteste Weichtier der Welt ist? Und unsere Welt ist immerhin von ca. 95% Weichtieren bevölkert.

Im Gegensatz zum Menschen und allen anderen Wesen mit absolutistischen Wirbeltiergehirnen besitzt der Octopus – im Volksmund auch Kraken genannt – ganze neun „Gehirne“. Dabei sind sich die Wissenschaftler uneinig, ob man abgesehen vom Zentralgehirn, die Nervenknoten in den Fangarmen als Gehirn bezeichnen kann. Sicher ist jedoch, dass sich die Arme alle unabhängig voneinander bewegen können und dies sogar noch tun, wenn sie vom Körper abgetrennt wurden. Auf ihren Fangarmen tragen die Kraken Saugnäpfe mit denen sie ihre Beute (wie z.B. Krabben, Schnecken und Muscheln) festhalten können und sich Informationen über das betastete Objekt verschaffen. Um sich fortzubewegen benutzen manche Kraken zwei ihrer Arme wie Beine, ziehen ihre Arme beim Schwimmen hinter sich her oder krabbeln. Selbst an Land können sie sich so kurze Zeit krabbelnd fortbewegen. Jedoch nicht allzu lange.

Ein Octupus besitzt keine innere Schale und ist daher hochflexibel und kann sich durch alle möglichen kleinen Öffnungen zwängen. (Was ziemlich witzig aussieht)

Chamäleonartig können Kraken ihre Hauptfarbe ändern. Dafür steuern sie einzelne Farbzellen auf ihrer Haut und können sich so tarnen oder mit ihren Artgenossen verständigen. Allgemein sind Kraken eher Einzelgänger und beim Verteidigen ihres Revieres kann es durchaus vorkommen, dass sie auch kleinere Artgenossen fressen. Wenn Kraken selber angegriffen werden, können sie ihre Tintendrüse einsetzen die mit beigemengtem Schleim sogar von der Krake Form verliehen werden kann. Manche Kraken beißen auch und beim Kraken wie dem australischen Blauringkraken ist der Verdauungssaft hochgiftig.

Als wäre das noch nicht genug wissen sie wie man Werkzeuge benutzt, können sich Farben und Formen merken, spielen, lernen und schmieden Pläne. Findet ein Octupus zum Beispiel eine Kokusnussschale so baut er sich ein Haus daraus. Kraken können verschlossene Dosen öffnen und Flaschen entkorken und lernen sogar durchs Zuschauen. Wissenschaftlich lässt sich diese Lernfähigkeit möglicherweise dadurch erklären, dass Kraken besonders gut und schnell lernen müssen, da das Muttertier nach der kurzen Lebensspanne von max. 4 Jahren direkt nach dem Schlüpfen der Jungen (150.000 Eier pro Gelege) stirbt und so erworbene Fähigkeiten nicht weiter geben kann.

Ein Octupus in Alaska während der Ebbe

Zu finden sind diese merkwürdigen Lebewesen in allen Ozeanen der Welt. Dort leben sie in unterschiedlich tiefen Gewässer nahe des Grundes von der Gezeitenzone bis zu 7 Kilometer Tiefe. Obwohl die normalen Armlängen von Kraken zwischen 10cm und 1 Meter liegen lassen sich auch Objekte finden wie die pazifische Riesenkrake, die eine Armlänge von über 2 oder 3 Meter vorweisen kann. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesem „Riesen-alien“ in der Tiefe des Meeres persönlich begegnen möchte…Interessante Tiere sind es aber auf jeden Fall

 

Wer noch mehr Bilder und Infos über den Oktopus haben möchte, kann sich dieses 6-minütige englische Video ansehen :)


 

Quellen: http://www.weichtiere.at/Kopffuesser/index.html?/Kopffuesser/octopus.html + you-tube-video
Bilder: Titelbild; Feans, Octopus https://www.flickr.com/photos/endogamia/3489211430 /
Saugnäpfe, lecates, octupus's garden, https://www.flickr.com/photos/lecates/2399855932
getarnter Octopus, Elias levy, Octopus, https://www.flickr.com/photos/elevy/14465988932
Gezeitenoctopus, Andrew Russell, Live Octopus, https://www.flickr.com/photos/25949441@N02/9609321644

 

 

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Kommentare (7)
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Sortieren nach Aktualität:
01.11.2014
Chillkroete hat geschrieben:
Echt beeindruckend! Danke für den Bericht :)
27.10.2014
OekoTiger hat geschrieben:
Cooler Bericht!
20.10.2014
Jayfeather hat geschrieben:
wow neun gehirne!
Ich glaube ich fänds echt gruselig, wenn da so ein abgehackter Arm liegt, der sich bewegt^^
toller bericht :)
20.10.2014
Luke24 hat geschrieben:
Total interessant. Habe auch schon einiges über die Tiere gelesen, aber hier ist es wirklich super zusammengefasst.
Das Video mit dem Octopus, der sich durch das kleine Loch zwängt, ist echt der Hammer :-)
20.10.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Wow! Ich hätte nicht gedacht, dass der Oktupus wirklich durch dieses kleine Loch passt. Das sah wirklich beeindruckend aus. Mir war auch gar nicht klar, dass Oktupusse so lernfähig sind.
Vielen Dank für den sehr interessanten Bericht!
20.10.2014
_savetheworld_ hat geschrieben:
Guter und vor allem informativer Bericht!
20.10.2014
Ria2000 hat geschrieben:
Wow, genial! Diese Tiere sind ja echt riesig! Tolle Fotos! :D
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