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Aktuelles zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko


von Marcel
06.07.2010
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Wir halten Euch regelmäßig auf dem Laufenden, wie der Stand im Golf von Mexico ist und was der WWF und andere Organisationen unternehmen. Hier die neuesten Infos:

Starke Winde und Wellen haben an verschiedenen Küsten Ölflächen und Ölsperren unter Sand begraben, außerdem Ölsperren beschädigt und abgerissen. Helferteams arbeiten bereits an der Reparatur der Ölsperren. Andernorts wie in Grand Isle in Louisiana haben hohe Wellen große Sandflächen weggeschwemmt und Öl freigelegt, das bereits vom Sand bedeckt war.

Zurzeit werden in Pensacola (Florida) und Bayou La Batre (Alabama) spezielle Geräte gebaut, die Schweröl aus dem Wasser saugen können. Bis zu 1.000 Geräte sollen in den kommenden Wochen fertig gestellt werden. Diese Geräte (namens Heavy Oil Recovery Devices – HORD) haben sich als sehr effektiv erwiesen, besonders die klebrigen, erdnussbutterartigen, orangenen Ölklumpen, die bis zu einem halben Meter unter der Wasseroberfläche schwimmen, einzusammeln.

Es sind große Greifer mit einem einen Meter im Durchmesser großen Aluminiumrahmen, die mit Shrimpfischkuttern durchs Wasser gezogen werden und den ganzen Öldreck in großen Säcken auffangen. Bis zu zwei Tonnen kann so ein Sack aufsammeln, dann wird er gegen einen neuen ausgetauscht. Die Säcke werden nach der Leerung in speziellen Ölsammelbehältern gereinigt und wieder verwendet. Dieser Wechsel soll bei den HORD-Geräten deutlich schneller als bei herkömmlichen Ölabschöpfgeräten funktionieren (Minuten statt Stunden).

Das betroffene Gebiet wächst weiter an. Die NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) legt täglich neu die Meereszone fest, die von der Ölpest betroffen ist und innerhalb derer es verboten ist, kommerziell und freizeitmäßig zu fischen. Zurzeit ist ein Meeresgebiet von rund 146.000 Quadratkilometern abgesperrt. Das entspricht ziemlich genau einem Drittel der Ausschließlichen Wirtschaftszone im Golf von Mexiko.

Die Folgen für die Meerestiere sind schrecklich. Zwischen dem 30. April und dem 4. Juli wurde eine große Zahl verölter Tiere aufgesammelt:

Die Zahl der gefundenen Meeresschildkröten ist auf 601 Tiere angestiegen. Davon waren 438 Tiere tot gestrandet, 56 wurden lebend am Strand gefunden. 100 Tiere wurden zum Teil schwer verölt aus dem Wasser gerettet. Insgesamt werden inzwischen 148 Meeresschildkröten in Reha-Centern gepflegt.

Die Zahl gestrandeter Delfine hat sich auf 57 Tiere erhöht, 52 von ihnen tot. Von den fünf überlebenden Tieren sind drei weitere mittlerweile gestorben. Ein Delfin wurde wieder frei gelassen, der andere überlebende Meeressäuger befindet sich zur Genesung in einem Seeaquarium.

Unsere Kollegen von WWF US unterstützen nach Kräften die lokalen Organisationen bei den Reinigungsarbeiten. Wir informieren euch, sobald es weitere Neuigkeiten gibt oder Möglichkeiten, etwas von hier aus zu tun. Der WWF Deutschland konzentriert seine Energie vor allem darauf, zukünftige gefährliche Ölbohrungen zu verhindern und Alternativen durchzusetzen.

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Kommentare (4)
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13.07.2010
Nivis hat geschrieben:
RockChickRike hat hier auch neue Informationen zu dem Thema:
http://www.wwf-jugend.de/community/blog.php?user=RockChickRike&blogentry_id=1480
10.07.2010
Ravengold hat geschrieben:
Tja was denkst du denn warum für so einen ölkonzern ist natürlich das öffentliche Intersse an dieser Katastrophe selbst eine Katastrophe denn wenn in den medien dauernd ( wie es eigendlich sein sollte) davon berichtet werden kommt die Öffentlichkeit ins grübel und kauft wahrscheinlich nicht bei Bp ihr öl und benzin heißt natürlich Miliarden verluste und einbrüche für diesen Riesenkonzern. Also bin ich jetzt mal so frei und behaupte einfach mal das BP die Medien gekauft hat damit sie nicht mehr endlos darüber berichten über das versagen des Konzerns und so die Breite Masse das Interesse ebenfalls verliert aus den augen aus dem sinn wie es so schön heißt.
10.07.2010
Jessy0905 hat geschrieben:
Gute Informationen, ich finde man sollte das Thema noch viel mehr public machen. Dafür dass es eine Katastrophe von so großem Ausmaß ist, haben die Medien recht schnell ihr Interesse daran verloren und es kommen nur ab und an ein paar kurze Meldungen.
06.07.2010
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Danke für die Informationen...es ist wirklich einfach schlimm, mehr kann man dazu nicht sagen...:-(
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