Wie wählst du?


Mitmachen oder


miterleben


Windräder an der Küste © Hartmut Jungius / WWF-Canon

Meine Hilfe

Durchstarten, Klimaschützer sein.

© Katrin Havia / WWF-Finland

Wir wissen es längst: Mit immer mehr Abgasen heizen wir unsere Atmosphäre auf. Die Folgen spüren wir bereits: Das Klima wird wärmer, das Wetter stürmischer und unberechenbarer.

Überall und jederzeit - im Alltag kannst du durch ein paar einfache Umstellungen Energie sparen, deinen Geldbeutel schonen und damit das Klima schützen. Dazu haben wir einige Klimaschutztipps für dich zusammengestellt.

Jeder kann das Klima schützen.

Wo kann ich Strom sparen?

Hier sind einige Tipps für dich.
© Michele Depraz / WWF-Canon

Wir nutzen vom gesamten Strom, der weltweit erzeugt wird, nur ein Drittel! Der Rest verpufft nutzlos als Wärme. Deshalb ist Sparen und die Steigerung der Energieeffizienz die wichtigste Energiequelle. Und du sparst auch noch Geld dabei.

Beispiel 4-köpfige Familie: Allein für Strom verbraucht sie im Schnitt rund 4.500 Kilowattstunden (kWh) im Jahr. Diese Menge an Energie ließe sich um 2.000 kWh verringern. Das entspräche einer Einsparung von 1.250 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) oder 360 Euro! Einsparmöglichkeiten beim Heizen und im Verkehr noch gar nicht eingerechnet.

1. Auf grünen Strom schalten: Der WWF empfiehlt klimafreundlichen Strom aus Sonne, Windkraft, Biomasse und ökologischer Wasserkraft. Dabei entstehen keine Treibhausgase. Du vermeidest bis zu 2.600 Kilogramm Kohlendioxid (pro durchschnittlichem deutschem Vier-Personen-Haushalt). Das "ok-power"-Siegel zeichnet besonders gute Ökostromanbieter aus.

2. Energieklasse A beim Kauf von Elektrogeräten: A steht für die sparsamsten Geräte und G für reine Verschwendung. Auf Geräte unterhalb von B am besten verzichten. Aber auch bei Geräten der Klasse A gibt es große Unterschiede. So wird zwischen A+ und A++ unterschieden. Da diese Energieklassen keinen direkten Vergleich zwischen einzelnen Geräten erlauben, sollte man die Energieverbrauchswerte der Geräte im Auge behalten.

Beispiel: Wenn du deine alte Kühl- oder Gefrierschrankkombination austauschst, kaufe ein Gerät, das die Energieeffizienzklasse A++ (mit Abtauautomatik) aufweist. So kannst du bei normaler Gerätegröße bis zu 140 Kilogramm CO2 oder 40 Euro pro Jahr einsparen.

3. Abschalten statt Stand-by: Auch im Stand-by-Modus verbrauchen elektrische Geräte Strom! Im Elektrofachhandel gibt es abschaltbare Steckdosenleisten, mit denen du dem Fernseher, der Stereoanlage oder dem Drucker den 'Saft' abdrehen kannst. Monitor ausschalten, wenn du länger nicht am Computer sitzt. Zieh Ladegeräte nach Gebrauch immer aus der Steckdose, da sie auch Strom abzapfen, wenn Sie nicht in Betrieb sind.

Beispiel: In einem durchschnittlichen deutschen Vier-Personen-Haushalt lassen sich so rund 400 Kilowattstunden (kwh) im Jahr einsparen. Das entspricht 83 Euro und 290 Kilogramm Kohlendioxid.

4. Große Leuchten mit geringem Verbrauch: Verwende Lampen der Energieeffizienzklasse A, Leuchtdioden (LED), Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen. Diese Lampen halten sechs bis 15-mal länger als herkömmliche Glühlampen. Halogenlampen können wir nicht empfehlen, denn sie verbrauchen deutlich mehr Energie als LEDs oder Energiesparlampen. Um die Lebensdauer zu optimieren, müssen Energiesparlampen beim Einschalten abgekühlt sein. Daher solltest du Lampen eingeschaltet lassen, wenn die Leuchtpause nur einige Minuten betragen würde.

Beispiel: Du sparst rund 80 Euro und rund 280 Kilogramm Kohlendioxid im Jahr, wenn du anstelle von fünf herkömmlichen Glühbirnen fünf Energiesparlampen fünf Stunden pro Tag nutzt.

Übrigens: Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen und stabförmige Leuchtstofflampen) müssen als Sondermüll entsorgt werden, denn sie enthalten Quecksilber. Daher müssen sie zu geeigneten Sammelstellen für Altgeräte gebracht werden (Wertstoffhof, Schadstoffmobil). Einige Händler, leider nicht alle, nehmen sie kostenlos zurück und entsorgen sie.

5. Jeder Topf findet seinen Deckel: Benutze beim Kochen immer einen Deckel. Kochen ohne Topfbedeckung kostet viermal so viel Energie wie mit Deckel, da sich die Garzeit verlängert. Außerdem kannst du bei Elektroherden bereits zehn bis 15 Minuten vor Zubereitungsende die Herdplatten eine Stufe zurückschalten und ein paar Minuten vor Kochende ganz ausschalten. Außerdem sollte der Topf immer passend zur Herdplatte gewählt werden, da der Herd sonst unnötig Wärme verliert.

Beispiel: Du sparst rund 27 Euro und 94 Kilogramm Kohlendioxid im Jahr, wenn du bei fünf Kochvorgängen pro Woche den Topfdeckel benutzt.

6. Beim Backen die Restwärme nutzen: Ist die erforderliche Temperatur erreicht, schalte den Backofen einfach vorzeitig ab. Vorheizen ist bei modernen Geräten gar nicht nötig. Und Umluft ist effizienter als Unterhitze.

7. Wasserkocher statt Herdplatte: Erhitze Wasser für Tee oder Nudeln im elektrischen Wasserkocher (möglichst mit automatischer Abschaltung). Der benötigt weniger Energie als das Erhitzen in einem Topf.

Beispiel: Wenn du zweimal am Tag so Wasser kochst, sparst du jährlich 7 Euro beziehungsweise 24 Kilogramm Kohlendioxid.

8. Kühlschrank und Gefriergeräte regelmäßig abtauen: Das sich sonst bildende Eis zehrt viel Energie. Ein Kühlschrank sollte nicht neben einem Heizkörper, Herd oder einer Spülmaschine stehen, da er dann zum Abkühlen mehr Energie benötigt. Kühlung nicht zu stark einstellen: 6 bis 7 Grad Celsius sind für das Kühlen von Lebensmitteln ausreichend.

Beispiel: Wenn du deinen Kühlschrank nur auf höchstens 7 Grad Celsius herunterkühlen lässt, sparst du gegenüber einer Kühlung auf 5 Grad Celsius rund 15 Prozent Energie, 24 Kilogramm CO2 und 7 Euro jährlich.

9. Energiesparend Waschen: Nutze die Sparprogramme deiner Wasch- und Spülmaschine und gebrauche sie nur, wenn sie voll beladen sind. Dank der verbesserten Waschmittel sind keine Waschtemperaturen über 60 Grad mehr nötig, um saubere Wäsche zu erhalten. Außer bei stark verschmutzter Wäsche kannst du auch problemlos auf die Vorwäsche verzichten. Wäschetrockner sind wahre Stromfresser - besser drauf verzichten.

Beispiel: Du sparst rund 50 Prozent Energie, wenn du deine Wäsche mit 40 Grad warmem statt mit 60 Grad heißem Wasser wäschst. Bei 160 Waschgängen pro Jahr mit 40 statt 60 Grad sowie Verzicht auf Vorwäsche und Trockner kannst du 690 kWh sparen. Vermiedenes CO2: 430 kg. Gespartes Geld: 124 Euro.

Was kann ich außerdem tun?

Weitere Ratschläge für deine 'house made climate protection'...
© Michele Depraz / WWF-Canon

1. Richtig heizen: Die Heizung macht in privaten Haushalten bis zu 75 Prozent des Energieverbrauchs aus! Deshalb lässt sich hier besonders wirksam sparen.Wenn du die Raumtemperatur um ein Grad senkst, sparst du fünf bis zehn Prozent Heizenergie - und zugleich etwa 200 Kilogramm CO2 sowie etwa 70 Euro pro Haushalt und Jahr. Die Temperatur in ungenützten Räumen oder während deines Urlaubs sollte jedoch nicht unter 15 Grad sinken, da die Wände sonst zu stark abkühlen und dann das 'Aufheizen' zu viel Energie benötigt.

2. Sinnvoll lüften: Statt das Fenster stundenlang zu kippen, solltest du alle zwei bis drei Stunden stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern und geschlossenem Thermostatventil. Dabei reichen schon einige Minuten, um die gesamte Raumluft auszutauschen. Gegenüber ständig gekippten Fenstern kannst du so in der kalten Jahreszeit bis zu 300 Kilogramm Kohlendioxid und bis zu 70 Euro einsparen.

3. Wasser sparen: Unabhängig davon, ob dein warmes Wasser mittels eines Boilers oder einer Zentralheizung erhitzt wird, es kostet Energie. Deshalb: Wasser abstellen, während du dir die Zähne putzt oder du dich unter der Dusche einseifst. Vollbäder sollten eine Ausnahme sein. Durchlauferhitzer und Boiler nur auf die unbedingt nötige Temperatur einstellen: 60 Grad sind ausreichend und bei Nichtgebrauch (über Nacht und im Urlaub) ganz ausschalten (notfalls mit Zeitschaltuhr).

4. Recycling: Die Produktion jeder Sache kostet Energie und schafft Treibhausgase, genauso wie sein Transport, Vertrieb und seine Entsorgung. Denke deshalb darüber nach, ob du wirklich alles haben musst. Gib langlebigen Produkten den Vorrang vor Billigschrott. Denn selbst, wenn Grüner Punkt, gelber Sack und gelbe Tonne das rückstandslose Recyceln versprechen, kostet es Energie und verursacht Emissionen. Die zweitbeste Lösung für die Umwelt: Sortieren und Wiederverwerten. Bitte nicht nur defekte Kühlschränke und Herde, sondern auch ausgediente Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren (beide enthalten geringe Mengen Quecksilber) in die Wiederverwertung geben! Das Recyceln einer Aluminiumdose spart 90 Prozent der Energie, die benötigt wird, um eine neue zu produzieren. Bei einem Kilogramm Aluminium sparst du neun Kilogramm CO2.

5. Umweltfreundliche Müllentsorgung: Recycle auch deinen Abfall. Bring dein Altglas zum Glascontainer. Bei 100 Kilogramm Altglas sparst du rund 30 Kilogramm CO2 ein. Gib Papier in die Altpapiertonne. Bei 100 Kilogramm Altpapier vermeidest du so 90 Kilogramm Kohlendioxid. Benutz die Biotonne für organische Abfälle, oder kompostiere organische Abfälle, wenn ihr einen Garten habt. Mülldeponien verursachen rund drei Prozent der Treibhausgasemissionen der EU - durch das Methan, das unter Luftabschluss bei der Zersetzung biologisch abbaubarer Abfälle freigesetzt wird.

6. Klimafreundlich unterwegs sein: Grundsätzlich verbraucht jedes motorisierte Verkehrsmittel Energie und erzeugt dadurch mehr oder weniger viel treibhausgasreiche Emissionen. Daher gilt für jeden Weg von A nach B: Wo immer möglich, umweltfreundliche Alternativen wählen. Kurzstrecken mit dem Fahrrad statt mit dem Auto - denn ein Drittel aller privaten Fahrten sind laut Bundesumweltministerium Fahrten mit einer Entfernung von unter drei Kilometern. Die kriegst du auch mit Pedalen hin, oder? Wenn es doch das Auto sein muss: möglichst mit mehreren Personen ein Auto teilen, vorausschauend fahren, langsam beschleunigen und möglichst gleich bleibende, nicht zu hohe Geschwindigkeiten fahren. Reifendruck kontrollieren: Der Kraftstoffverbrauch nimmt um fünf Prozent zu, wenn der Reifendruck 0,5 bar zu niedrig ist (Dies gilt für einen durchschnittlichen Neuwagen).

7. Möglichst selten fliegen: Durch eine Flugreise verursachst du mit großem Abstand die höchste Menge an CO2 im Jahr. Beispiel: Bei 1,5 Flugstunden wie etwa auf der Strecke Kopenhagen-Brüssel fallen 360 Kilogramm Kohlendioxid an. Bei einem achtstündigen Flug von Brüssel nach New York sind es sogar 4.000 Kilogramm CO2 pro Person - 50 Prozent mehr, als eine vierköpfige Familie das ganze Jahr über an Emissionen aus Strom verursacht! Wenn du aber fliegen musst, tue es CO2-neutral! Das bedeutet: Die Menge an Kohlendioxid, die durch deine Flugreise in die Atmosphäre gelangt, wird an anderer Stelle wieder ausgeglichen - etwa durch das Pflanzen von Bäumen.

8. Klimafreundlich Lebensmittel einkaufen: Lange Transportwege bedeuten ebenso mehr Treibhausgase wie eine energiereiche Lebensmittelerzeugung. Daher: bevorzugt heimische regionale Lebensmittel ohne lange Transportwege oder solche aus fairem beziehungsweise umweltfreundlichen internationalen Handel. Biologische und artgerecht erzeugte Lebensmittel haben eine bessere Klimabilanz. Und reduziere deinen Fleischkonsum: Ein Kilogramm weniger Rindfleisch pro Woche spart im Jahr rund 500 Euro. Vermiedenes CO2: 700 kg pro Jahr. Achte auf wenig Verpackung und kaufe möglichst viele saisonale Produkte (zum Beispiel Rosenkohl im Winter, Erdbeeren im Frühsommer).

9. Ökologisch shoppen: Bevorzuge natürliche Materialien wie Holz statt Plastik. Kauf Mehrwegflaschen. Greife zu Produkten mit Umwelt-Gütesiegeln wie Blauer Engel, FSC und MSC. Unterstütze Fair Trade und kaufe am besten Bio-Klamotten.

Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Mitglied des Monats
teaser_220.png


Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil
Folgen und mit Freunden teilen