Lassen wir es drauf ankommen?


Das gibt ein


Donnerwetter


Au??ergewöhnliches Wetter © Frank Parhizgar / WWF-Canada

Die Folgen

Diesmal trifft's jeden.

© Jürgen Freund / WWF Canon

Wenn am anderen Ende der Welt eine Tierart ausstirbt ist das traurig genug. Beim globalen Aufheizen der Erde bleibt es jedoch nicht dabei. Da werden auch wir nicht verschont bleiben. Die Erde wird sich voraussichtlich schneller erwärmen als jemals zuvor in den letzten 10.000 Jahren.

Extremere Temperaturen und größere Dürren, stärkere und häufigere Stürme, schrumpfende Polkappen und ein steigender Meeresspiegel, abschmelzende Gletscher und das Versiegen lebenswichtiger Frischwasserquellen sind einige der Folgen. Der Klimawandel ist deshalb unser brisantestes Umweltproblem.

Alles wird anders - aber so anders?

Was macht der Klimawandel mit der Artenvielfalt?

Die Erderwärmung kann im schlimmsten Fall einen Großteil des Lebens auslöschen
© R. Isotti, A. Cambone / WWF-Canon

Artensterben im Treibhaus! Der Klimawandel trifft alle Lebensformen. Zum Beispiel so: Die Vegetationszonen würden sich beim Szenario "Business as usual" - wenn die Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um drei Grad Celsius anstiege - um schätzungsweise über 400 Kilometer polwärts verschieben. Die Tiere müssten ihnen folgen, denn sowohl die Temperatur wie auch das Angebot an Pflanzen bestimmen, wo sie sich aufhalten können.

Die große Tierkaravane würde aber nicht weit kommen. Die meisten Arten würden an unseren dicht bevölkerten und bebauten Regionen scheitern. Straßen, Pipelines, Schienen, Städte würden den Fluchtweg versperren - und ohne Ausweg bliebe nur noch der Klimatod.

© Susan A. Mainka / WWF-Canon

Ein trauriges Beispiel: Der Rote Panda. Er wird die Veränderungen seiner Umwelt, der Himalaja-Region, wahrscheinlich nicht verkraften. Ebenso Tierarten auf der anderen Seite des Globus: Schon jetzt führt etwa in Kanada der immer früher einsetzende Frühling dazu, dass die besten Weiden schon vertrocknet sind, wenn die Karibuhirsche zum Kalben kommen.

Zugvögel wie die Knutts Nordamerikas finden lebenswichtige Rastplätze in Küstennähe wie die an der Mündung des Delaware immer öfter überschwemmt vor. Eisbären können dem immer rascheren Rückzug des Eises oft nicht folgen und "stranden" schließlich auf dem Festland. In dieser Zeit müssen sie fasten und von ihren Fettreserven zehren. Ihre körperliche Kondition lässt nach, die Geburtenrate geht zurück, nur wenige Jungtiere überleben. Sollte der arktische Ozean eines Tages für längere Perioden ganz eisfrei bleiben, müssen die Eisbären der südlichen Arktis verhungern.

© Steve Morello / WWF-Canon

Der Klimawandel droht zum größten Artenkiller zu werden. Im Jahr 2005 veröffentlichte die Fachzeitschrift "Nature" die Nachricht, die alle bisherigen Horrorszenarien noch übertraf. Eine aufwändige Studie der Universität Leeds hatte ergeben, dass bis zum Jahr 2050 über eine Million Tier- und Pflanzenarten aussterben werden, falls der Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2 und damit die globale Erwärmung nicht deutlich gebremst würden.

Wie verändert die Erderwärmung die Lebensräume?

Das Gesicht der Erde verändert sich.
© Michel Terrettaz / WWF-Canon

Immer schneller, immer wärmer: Bereits im vergangenen Jahrhundert war die global gemittelte, bodennahe Lufttemperatur um 0,74 Grad Celsius angestiegen, in Europa sogar um 0,9 Grad gegenüber 100 Jahren zuvor. Der Meeresspiegel stieg in den letzten 100 Jahren um fast 20 Zentimeter.

Geht die Entwicklung so weiter, könnten die Folgen verheerend sein: Ein weiter ansteigender Meeresspiegel wird großflächige Landverluste in Küstenregionen, vor allem in der Dritten Welt, zur Folge haben. Nicht nur durch Überflutungen: Allein durch den Bau von Schutzanlagen werden erhebliche Teile der küstennahen Feuchtgebiete verloren gehen. Küstenstädte wie Hamburg bräuchten neue gigantische Schutzdeiche.

Der schleichende Tod: Mangrovenwälder an tropischen Küsten verkraften es nicht, wenn der Meeresspiegel zu sehr ansteigt. Wenn bis 2100 die Wasserhöhe um 60 Zentimeter zunähme, wie von einigen Wissenschaftlern vorhergesagt, könnten beispielsweise die indischen Sundarbans, die ausgedehntesten Mangrovensümpfe der Welt, völlig verschwinden.

Tschüss Inselparadies: Küstenlebensräumen und Inselpopulationen wie etwa Tuvalu oder den Seychellen droht der Untergang. In vielen kleinen Inselstaaten bereiten sich die Menschen auf die Umsiedlung vor - nur wohin?

© Cat Holloway / WWF-Canon

Viele Lebensräume rund um den Globus stehen vor dramatischen Veränderungen. Auch die Korallenriffe: Sie sind durch die ungewöhnlich warmen Wassertemperaturen der letzten Jahre schon jetzt weltweit stark geschädigt. Korallen bleichen bei steigender Wassertemperatur rasch aus und sterben ab. Denn auf eine schnelle Erwärmung der Meere können sich die langsam wachsenden Tiere kaum einstellen.

In der Karibik führten 2005 die wärmsten jemals gemessenen Wassertemperaturen zu einem noch nie gesehenen Korallensterben. Werden Riffe weiterhin im gleichen Maße geschädigt, wird zum Beispiel das Große Barriere Riff im Nordosten Australiens in einigen Jahrzehnten abgestorben sein. Einige Jahrzehnte - die Lebensspanne eines Menschen ...

Weiße Riesen ganz klein: Die Gletscher der Alpen haben nach Angaben des Deutschen Alpenvereins und des WWF Schweiz bereits jetzt die Hälfte ihres Volumens von 1850 verloren. Mit jedem halben Grad Erwärmung verlagert sich die durchschnittliche Schneefallgrenze in den meisten Gebirgen um bis zu 100 Meter nach oben.

Eine Eiswüste bald ohne Eis: Im Sommer 2007 wurde die dünnste je gemessene Meeres-Eisdecke der Arktis registriert. Seitdem hat sich die sommerliche Eisausdehnung kaum erholt. Deshalb sagen Forscher. Langfristig gesehen nimmt die Eisbedeckung in der Arktis nimmt ab.

Was sind die Folgen für uns Menschen?

Eine unbequeme Wahrheit...
© Yifei Zhang / WWF-Canon

Noch können wir das Nachdenken über den Klimawandel wegdrücken. So schlimm sind ja die bisherigen Veränderungen gar nicht ... Das bisschen Hitze, die eine oder andere Regenflut. Kaum ist der Schaden aufgeräumt, kommt der Alltag zurück. Doch das ist gefährlich. Die globale Erwärmung verschärft sich schleichend. Wir müssen jetzt handeln, um das Schlimmste in Zukunft zu verhindern.

© Hartmut Jungius / WWF

Nichts Gutes kommt von oben ... Wissenschaftler erwarten, dass es aufgrund der Klimaerwärmung immer häufiger und ausgiebiger Starkniederschläge geben wird. Diese können an Flüssen und Seen intensiveres und häufigeres Hochwasser auslösen. Gefährlich im Gebirge: Dort kann lang anhaltender Starkregen große Erd- und Felsmassen ins Rutschen bringen. Tausende Kubikmeter Schlamm und Geröll können so den Berg hinabdonnern, Menschen töten und Siedlungen zerstören.

© Juan Carlos del Olmo Castillejo / WWF-Spain

Wärmer bedeutet: Extremer. Während in manchen Teilen der Welt Niederschläge und Stürme zunehmen, breiten sich in anderen Regionen Dürre und Trockenheit aus. Waldbrände werden wahrscheinlicher. Durch das Verschwinden vieler Gletscher im Himalaja könnte in Asien bald vielen Millionen Menschen die Haupttrinkwasserquelle fehlen.

Schon heute gibt es "Klimaflüchtlinge" - Menschen, die aus besonders betroffenen ärmeren Ländern kommen und sich von uns Hilfe erhoffen. Viele Experten rechnen damit, dass der Klimawandel uns nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein humanitäres Problem bereiten wird.

All das wird uns viel Geld kosten: Schutzdämme an den Küsten, Aufräumarbeiten nach Stürmen und Lawinen, die Bekämpfung sich verbreitender Krankheiten ... Deshalb müssen wir jetzt noch entschlossener auf erneuerbare Energien umrüsten, um die Erderwärmung einzudämmen. Völlig aufhalten können wir sie jedoch nicht mehr. Das Klima ist ein träges System, das nichts vergisst. Die Fehler, die frühere Generationen gemacht haben, werden wir auf jeden Fall ausbaden müssen. Nun geht es darum, den Schaden für uns noch so gering wie möglich zu halten.

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