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"Willkommen" 2014! - Wie wir den Klimawandel vorantreiben


von JohannesB
13.06.2012
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In ganz Deutschland haben die Menschen heute Nacht das neue Jahr 2014 begrüßt. Traditionell wurde in vielen Familien und Freundeskreisen „Dinner for One“ geschaut, Blei gegossen und über schneebedeckten Dächern Feuerwerk abgebrannt. An dieser Stelle wünsche ich allen hier in der Community ein gutes neues J…
Stopp! Wir haben heute doch erst den 13. Juni 2012! Schnee liegt höchstens auf der Zugspitze und im Fernsehen kommt kein besoffener Butler sondern die Fußball-EM.

Stimmt. Wenn wir aber unser CO2-Konto anschauen, haben wir heute am 165. Tag des Jahres schon doppelt so viel Kohlenstoffdioxid verbraucht, wie uns eigentlich für ganz 2012 zustehen würde. Nachdem wir im März schon unser 2012-Konto leergeräumt hatten, ging’s daraufhin rechnerisch ans Budget für 2013 und das ist nun auch ausgeschöpft!

Um die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, stehen jedem Erdenbürger nach wissenschaftlichen Erkenntnissen jährlich 2,5 Tonnen Kohlenstoffdioxid-Äquivalent zur Verfügung. Der Durchschnittsdeutsche verursacht im Jahr 11,1 Tonnen und ist damit für die 4,44-fache Menge an Treibhausgasen verantwortlich.
Zu dieser Thematik kam mir vor einiger Zeit die Idee, einen kurzen Film zu drehen. Peter, Meike, Anni und ich haben diese Idee im März gemeinsam umgesetzt. Für alle die das Video noch nicht kennen (oder nochmal sehen wollen ;)), geht's hier zum Film:

Das Jahr 2012 ist noch nicht mal zur Hälfte vorüber. Dass wir in Deutschland unser CO2-Konto aber schon doppelt überzogen haben, zeigt anschaulich, wie sehr jeder von uns zum Klimawandel beiträgt. Damit das international anerkannte 2-Grad-Ziel noch eingehalten werden kann, muss sich jeder Einzelne seiner Verantwortung für unsere Erde bewusst werden und seinen Alltag klimafreundlicher gestalten. Schon mit einfachen und häufig sogar geldsparenden Maßnahmen, wie etwa einer ausgewogenen und fleischreduzierten Ernährung, dem Waschen bei niedriger Temperatur oder dem Verzicht auf das meist unnötige Vorheizen ist dem Klima ein gutes Stück geholfen.
Mit unserem Lebensstil und dem daraus resultierenden überhöhten Ausstoß an Treibhausgasen leben wir nicht nur auf Kosten ärmerer Länder sondern auch zu Lasten der jungen Menschen und nachfolgender Generationen.

Das Thema „Klimawandel“ ist nach der gescheiterten Klimakonferenz von Kopenhagen im Dezember 2009 weitestgehend von der politischen und medialen Bildfläche verschwunden. Vielmehr steht die Finanzmarktkrise im Mittelpunkt. Dass sich das Problem des Klimawandels aber unterdessen nicht erledigt hat, zeigen immer neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Ganz im Gegenteil. Noch in diesem Jahrzehnt, so fordern Klimaforscher eindringlich, muss weltweit der Höchststand der CO2-Emissionen erreicht werden. Deshalb brauchen wir jetzt beherztes und zügiges Handeln von allen gesellschaftlichen Akteuren. Am schnellsten und einfachsten geht das, wenn wir alle damit anfangen: Einmal im persönlichen Leben, wo wir mehr auf Klimaschutz achten müssen und dann als Konsument und Wähler. Klimaschutz muss endlich unser Kaufverhalten lenken und Wahlen entscheiden! Sonst drohen unabsehbare Folgen, die wir wohl erst bemerken werden, wenn’s zu spät ist.

Was meint ihr? Brauchen wir dringend mehr Klimaschutz oder ist beim Klima schon Hopfen und Malz verloren?

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Kommentare (17)
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Sortieren nach Aktualität:
03.07.2012
louve hat geschrieben:
Natürlich mehr Klimaschutz, wir wollen ja, dass auch noch kommende Generationen auf unserer "blauen Perle" leben können. Man sollte nicht aufgeben, bevor nicht wirklich alles vorbei ist. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt.
02.07.2012
Niiura hat geschrieben:
Mehr Klimaschutz! Zu viel geht garnicht! Wir haben ja nur eine Erde.
22.06.2012
Animalfriend hat geschrieben:
ich denke in der Politik kommt klimaschutz zu kurz und daran muss dringend was geändert werden!!! (guter Bericht ;))
15.06.2012
Babbuina hat geschrieben:
Ja Taki, das denk ich auch immer. Aber die Leute lieben Feuerwerk und werden auch bestimmt nicht darauf verzichten. Ich gucks auch mal gerne und zu Silvester gehört es einfach dazu.
Man muss eben gucken, dass man es reduziert oder es irgentwie umweltfreundlicher herzustellen. Bei Pyrotechnik weiß ich allerdings nicht, obs da schon irgentwas gibt.
15.06.2012
Taki hat geschrieben:
Oh was ist den dann mit den Großfeuerwerken die das Ganze Jahr zu irgendeinem Anlass abgebrannt werden.
14.06.2012
JohannesB hat geschrieben:
@Maren97:
Okay, der Einzelne kann nicht mal eben die Welt retten.
Aber wenn jeder (oder zumindest viele) ein bisschen etwas tut, dann sind wir gemeinsam schon ein Gutes Stück weiter.
Und jeder der mit gutem Vorbild vorangeht, findet sicher den einen oder anderen Nachahmer.

@LSternus:
Gibt's die Karikatur schon irgendwo oder hast Du Dir die gerade ausgedacht?
14.06.2012
Kaathy hat geschrieben:
Geld regiert die Welt, hm? Es ist immer wieder das gleiche.. Es ist natürlich viel wichtiger, sich zuerst um die Finanzmarktkrise zu kümmern. Daran gedacht, dass das unser kleinstes Problem werden könnte, wird sowieso nicht.
13.06.2012
Viveka hat geschrieben:
Eine Freundin hat mir mal eine Postkarte geschenkt, auf der die Welt als Eis zu sehen ist, das langsam schmilzt. Darunter steht "Genieß es solange noch was da ist!"
Meiner Meinung nach verdeutlicht die Karte die Lage der Erde total gut. Wenn wir nicht bald das "Klima" ändern, ist das Eis, also die Erde, verloren!
Ich glaube, dass wir uns aber anstrengen müssen, damit Hopfen und Malz nicht komplett verloren sind...
13.06.2012
LSternus hat geschrieben:
Mir fällt dazu eine Karikatur ein:
Eion Umweltaktivist steht am Straßenrand und hält eine Zeitund hoch mit der titelschlagzeile "Die Erde wird immer wärmer". Darauf entgegenet eine Frau die mit ihrem Auto im Stau steht "Was solls, wir haben ja Klimanlage"
13.06.2012
Marielle hat geschrieben:
in meiner klasse hatten wir mal das Thema und als antworten kam sowas wie: "Mein Smartphone ist ein Teil von mir auf den ich nicht verzichten kann" und "Ich geh nie ohne Ladegerät aus dem Haus, denn soooft wie ich meinen Status in FB aktualisieren muss, muss ich mein Handy 3 (!) Mal am Tag aufladen...anders geht da nicht!" und als Krönung "Also mein Laptop hab ich immer an, auch Nachts. Ist mir viel zu viel Arbeit den runterzufahren!"
Da braucht man sich über SOLCHE Ergebnisse nicht zu wundern!
13.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
13.06.2012
Jayfeather hat geschrieben:
oh gott. das ist so schockierend... vor allem weil man allein auch nicht viel dran ändern kann...natürlich kann man darauf achten wie viel auto man fährt usw. aber super viel ändern tut das auch nicht... :(
13.06.2012
Zerschmetterling hat geschrieben:
Wirklich guter Bericht!

Wenn ich die aufgezählten Punkte anschaue (ausgewogenen und fleischreduzierten Ernährung, dem Waschen bei niedriger Temperatur oder dem Verzicht auf das meist unnötige Vorheizen), kann ich für mich zum Glück feststellen, dass das in unserem Haushalt schon so gehandhabt wird.
Und das ist SO einfach!

Es wäre schön, wenn die Mehrheit oder alle das so machen würden.

LG
13.06.2012
JohannesB hat geschrieben:
Joa, träumen wird man ja noch dürfen, oder? ;)
Aber ich glaube, dass sich die Energiekonzerne so oder so auf die Erneuerbaren umstellen müssen, wenn sie weiterhin kräftig im Geschäft mitspielen wollen. Irgendwann wird es nur noch Erneuerbare geben, die Frage ist nur wann.
13.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
So frei nach dem Motto die Hoffnung stirbt zuletzt? :)
Das wäre wirklich eine Überraschung über die ich mich sehr freuen würde
13.06.2012
JohannesB hat geschrieben:
@Urmeli:
Ja, das ist echt ein Witz! Die Energieriesen haben mit den Atomkraftwerken, die übrigens ordentlich vom Staat subventioniert wurden, schon so viel Geld gemacht, dass diese Forderungen eine echte Frechheit sind.
Aber, wer weiß? Vielleicht steuern auch die großen Energiekonzerne in den nächsten Jahren richtig um und helfen bei einer sauberen Energiewende und mehr Klimaschutz mit?!
13.06.2012
gelöschter User hat geschrieben:
ach du sch****.......!!

Wir brauchen dringend viel viel mehr Klimaschutz!
Wenn ich heute höre, dass die großen Energiekonzerne die Bundesregierung wegen dem Atomausstieg auf 15 Millardeneuro Schadenersatz verklagen, bekomm ich einen Wutanfall. Die sollen lieber in unsere Zukunft investieren und beim Bekämpfen des Klimawandels mitanpacken.
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