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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Weniger Wasser, mehr Menschen


von Marcel
29.08.2012
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"Water and Food Security", Wasser und Ernährungssicherung - mit diesem Thema beschäftigt sich die Weltwasserwoche 2012. Vom 26. bis zum 31. August diskutieren Experten aus der ganzen Welt Ansätze, die das Welthungerproblem lösen könnten. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie wir möglichst wenig Wasser bei der Produktion von Lebensmitteln verwenden - oder sollte man sagen: verschwenden?

70 Prozent des weltweit verbrauchten Wassers wird in der Landwirtschaft genutzt, wie Angaben des Stockholm International Water Institute (SIWI) zeigen. Große Menge gehen dabei verloren, wenn es etwa in offenen Kanälen verdunstet, bevor es die Felder erreicht. Aber: Um die steigende Weltbevölkerung zu ernähren, werden in Zukunft mehr landwirtschaftliche Flächen benötigt - und mehr Wasser, um diese zu bewässern. Nach Schätzungen des SIWI wird schon 2050 ein Drittel mehr Wasser benötigt.

"Was bei dieser Diskussion vernachlässigt wurde, ist der globale Zusammenhang zwischen Nahrungsmitteln, Energie und Wasser", erklärt der WWF-Wasserexperte Jian-hua Meng, der für den WWF-Deutschland an der Weltwasserwoche teilnimmt. Die Sicherung dieser Ressourcen sei eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Der WWF drängt die Regierungen deswegen, nachhaltige Wassermanagement-Pläne zu verwirklichen.

 

Auch von großen Staudammprojekte gehen Gefahren aus, warnt der WWF. "Der grundsätzlich richtige Ansatz, Energie durch Wasserkraft zu gewinnen, droht zum Bumerang zu werden“, sagt Süßwasser-Experte Stefan Ziegler vom WWF. "Vielerorts werden zahlreiche Fischarten verschwinden, verbunden mit einem Kollaps der heimischen Fischerei, da die natürlichen Wanderwege der Tiere versperrt werden." In der Folge sind die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen bedroht.

 

In einer aktuellen Studie haben sich die WWF-Experten vor allem die Situation im unteren Mekong-Becken angeschaut. Die Regierungen von Laos, Thailand, Vietnam und Kambodscha planen hier den Bau von elf Wasserkraftanlagen im Hauptstrom des Mekong, weitere 77 sind für die Nebenflüsse vorgesehen. Sollten die Pläne realisiert werden, droht ein enormer Rückgang der Fischbestände. Für die 60 Millionen Bewohner im Einzugsgebiet des Flusses hätte das dramatische Folgen. "Die Erträge aus dem Fischfang würden um nahezu 40 Prozent zurückgehen. Das ist eine ernsthafte Bedrohung, da die meisten Haushalte vom Fisch als Grundnahrungsmittel abhängig sind", erklärt Stefan.

Weltwasserwoche: Seit 1991 ein wichtiges Forum für Experten - Die Weltwasserwoche findet seit 1991 jedes Jahr statt und wird vom Stockholm International Water Institute (SIWI) organisiert. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen treffen sich, um gemeinsam globale Lösungsansätze im Wassersektor zu erarbeiten. Obwohl dort keine völkerrechtlich verbindlichen Abkommen oder Verträge abgeschlossen werden, gilt die Weltwasserwoche inzwischen als bedeutendes internationales Forum. Die verschiedenen Interessenvertreter nutzen die Möglichkeit, dort gemeinsam Erfahrungen auszutauschen, effizientere und nachhaltige politische Instrumente zu erarbeiten, neue Partnerschaften aufzubauen und wichtige neue Projekte und Initiativen ins Leben zu rufen.

Fotos: © Martin Harvey / WWF-Canon; © WWF-Canon / Simon Rawles; © Jenny Zapata, WWF Mexiko; © R. Maro version-foto WWF

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Kommentare (5)
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02.09.2012
snowrose hat geschrieben:
http://2aid.org/
auf dieser Seite kann man vielen Menschen zu sauberem Trinkwasser verhelfen
30.08.2012
Viveka hat geschrieben:
Probleme über Probleme, aber immerhin gibt es diese Woche, die sich mit den Problemem auseinander setzt!
30.08.2012
gelöschter User hat geschrieben:
So viele Probleme und so wenige Lösungen in Sicht.

@Anne95
Im Gleichgewicht ist auf auf diesem Planeten schon lang nichts mehr. Wird wohl Zeit das jetzt zu ändern
29.08.2012
Anne95 hat geschrieben:
Ein interessanter Bericht!! Und schockierende Fakten... Das Wasser auf der Welt wird immer knapper und gleichzeitig wird immer mehr benötigt.
Ist denn irgendetwas auf diesem Planeten noch im Gleichgewicht??
29.08.2012
LSternus hat geschrieben:
Wichtige Sache, aber ich glaube es ist mittlerweile viel wichtiger entlich Verträge abzuschließen und Pläne in die Tat umzusetzen.
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