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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
UN Klimagipfel endet mit herber Enttäuschung


von Marcel
15.12.2014
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Der UN-Klimagipfel in Lima erfüllt nicht die in ihn gesetzten Erwartungen. Trotz Verlängerung konnten keine entscheidenden Schritte in Richtung des geplanten Weltklimaabkommen in Paris gegangen werden. "Es gibt keinen Grund die Sektkorken knallen zu lassen. Leider schreitet der Kimawandel viel schneller voran als die Politik. Die Verhandlungen der letzten Tage haben gezeigt, wie groß die Differenzen zwischen vielen Ländern noch sind und dass der Weg nach Paris sehr steinig sein wird", sagt Regine Günther, Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik des WWF Deutschland.

Ein Hauch von Optimismus hatte zu Beginn der diesjährigen Uno-Klimakonferenz in der Luft gelegen, dank der größten Klimaschutzdemo aller Zeiten im Herbst und den erfreulichen Ankündigungen von China und den USA. Auch bei der Konferenz selbst gingen tausende auf die Straße und marschierten für's Klima.

Doch für den dringend nötigen Durchbruch hat das nicht gereicht: "Die positive Klimaschutz-Dynamik ist in Lima festgefroren worden", so Regine. Besonders enttäuschend ist, dass kein wirksamer Prozess verabredet wurde, damit alle Länder umgehend mehr Klimaschutz betreiben. Doch wenn wir gefährliche Erwärmung von über 2 Grad verhindern wollen, müssen die globalen Emissionen vor 2020 ihren Höchststand erreichen. Es ist bitter, dass auch in Lima keine Anforderungen an die Länder gestellt werden, schnell zu handeln.

In Paris soll in einem Jahr das neue globale Klimaabkommen unterzeichnet werden. Dazu sollten alle Länder melden, wie stark sie ihre Treibhausgas-Emissionen mittelfristig reduzieren. Doch das dringend benötigte einheitliche Reportingformat wurde auch in Lima nicht festgelegt. Eine Vergleichbarkeit in den Beiträgen ist deshalb nicht möglich.

"Die Lima Konferenz war eine Verschwendung von Zeit und Energie. Mit solchen Beschlüssen werden wir den Klimawandel nicht eindämmen. Wir brauchen dringend Signale und politische Rahmensetzungen, die Investitionen in fossile Energien stoppen und zu größerer Investitionssicherheit für klimaverträgliche Energien sorgen. Und wir brauchen Regierungschefs und Umweltministerinnen, die bereit sind, endlich ihren Worten auch Taten folgen zu lassen", fordert WWF-Klimaexpertin Regine.

Die WWF Jugend wird 2015 vor allem für eine erfolgreiche Klimakonferenz in Paris kämpfen. Wir planen eine große Kampagne - und brauchen jeden von euch! Macht euch auf ein heißes Aktionsjahr in 2015 gefasst.

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Kommentare (8)
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17.12.2014
Anne95 hat geschrieben:
Klingt vielleicht blöd, aber: war zu erwarten. Trotzdem müssen wir dranbleiben und 2015 nutzen!! :-)
16.12.2014
Ria2000 hat geschrieben:
Ich könnte much darüber echt aufregen! Deutschland z.B. hat jetzt jeder riesige Mengen und Geld und Kriegsschiffe runter in den Irak geschickt! Für Krieg haben die Politiker irgendwie immer genug Geld, aber das Klima ist ihnen egal! :( Aber nur nicht aufgeben!!!
15.12.2014
RichardParker hat geschrieben:
Ich hab es in den Nachrichten gehört, wieder ein gehöriger Schlag in die Magengrube dieser Welt...
Einfach nur traurig, aber die WWF Jugend wird die letzte sein, die aufgibt.
15.12.2014
regentag hat geschrieben:
Warum hoffen wir eigentlich noch bei jeder Klimakonferenz?
15.12.2014
Lisa18 hat geschrieben:
Ich habe das Gefühl, es muss erst der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss vergiftet und das letzte Tier ermordet werden, bis die Politiker endlich aufwachen und realisieren, dass es dann zu spät ist.
15.12.2014
LSternus hat geschrieben:
Ich weiß nicht was mich mehr enttäuscht, der Ausgang des Klimagipfels oder dass ich mit gerechnet habe.
Tut mir echt leid, aber es ist so, ich erwarte leider nur noch sehr wenig von diesen Klimagipfeln.
Ich hatte im Vorfeld erfahren, dass vom Klimawandel betroffene Menschen aus Peru auf dem Klimagipfel sprechen wollten und abgelehnt wurden. Menschen die wegen dem Klimawandeln nicht mal mehr Trinkwasser haben und die von ihrem Haus die ganze Konferenz sehen konnten.
Eine Schande.
15.12.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Als ich das gestern in den Nachrichten gesehen habe, war ich auch schon sehr enttäuscht. Ich hatte gehofft, dass bei der Klimakonferenz etwas mehr rumkommen würde.
15.12.2014
Sandsturm hat geschrieben:
Schon wieder kein großer Erfolg :(
Der Satz ,, Leider schreitet der Klimawandel viel schneller voran als die Politik." trifft es leider ziemlich gut.
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