Bleib aktuell!


Was gibt's


Neues?


Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Umwelt- und Klimaflüchtlinge


von Leatrice
08.10.2014
7
0
24 P

Umweltflüchtling ist, wer aufgrund von Veränderungen seiner Umwelt oder Naturkatastrophen flieht. Spielt die globale Erwärmung eine Rolle dabei, so spricht man von einem Klimaflüchtling.


Die Auswirkungen des Klimawandels sind auf Tier und Mensch zweifelsohne verheerend. Zuhause werden überflutet, Äcker verdorren, wenn sie nicht bereits von der Erosion weggetragen wurden, das Grundwasser ist zu salzig.
Der steigende Meeresspiegel könnte ganze Küsten und Landstriche dauerhaft unbewohnbar machen, was nicht unter Wasser gesetzt wird, ist zu versalzen.


Besonders betroffen sind die Länder der Sahel-Zone in Afrika, Bangladesch und viele Südpazifik Inseln.


Schon heute sind mehr als 20 Millionen Menschen auf der Flucht vor diesen unwirtlichen Bedingungen, einigen Prognosen zufolge könnten es 2050 bereits 200 Millionen sein.

Doch Klima- und Umweltflüchtlinge werden genauso wenig anerkannt, wie Wirtschaftsflüchtlinge. Der Grund: laut der Genfer Flüchtlingskonvention wird dem, der wegen „seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung fliehen muss“ Asyl gewährt. Sofern keine Gefahr für Leib und Leben besteht haben Flüchtlinge für den UNHCR* kein Recht auf Asyl.


Stutzig macht jedoch, dass gerade die Entwicklungsländer, die am Klimawandel nicht so wesentlich beitragen wie die industrialisierten Länder, dennoch am stärksten betroffen sind.
Dabei ist es auch oft eine Frage des Wohlstandes des betroffenen Landes. Wie gut kann ein Land seine Armen schützen? Maßnahmen wie beispielsweise Hochwasserschutzbauten kosten Geld, Geld das viele betroffene Länder nicht haben.


Die Umwelt hat sich in der letzten Zeit drastisch geändert, die Asylpolitik nicht. Im Gegenteil, die industrialisierten Länder verstecken sich regelrecht hinter ihrer Flüchtlingspolitik, für viele Deutsche sind die Flüchtlinge geradezu eine Bedrohung für ihren eigenen Wohlstand.
Klimaflüchtlinge sind längst viel weniger als nur ein Umweltproblem, sondern auch ein Entwicklungsproblem.


Beispiel: Kiribati
Der Inselstaat Kiribati besteht aus 33 Inseln und Atollen, hat derzeit über 100.000 Einwohner und wird in spätestens dreißig Jahren aufgrund des Klimawandels völlig im Meer verschwunden sein, unbewohnbar dank Versalzung schon früher. Der steigende Meeresspiegel zerstört Ernten, Teile der Inseln sind bereits heute unbewohnbar.


Ioane Teitiota, welcher in Neuseeland Asyl für sich und seine Familie forderte, wollte der erste anerkannte Klimaflüchtling werden. Seine Klage wurde abgelehnt, Klimawandel gelte nicht als Fluchtgrund, oder „Die Flüchtlingskonvention treffe nicht auf einen Mann zu, der ein besseres Leben sucht, indem er den empfundenen Folgen des Klimawandels entflieht"


*UNHCR: „Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (bzw. Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge; englisch United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR) ist ein persönliches Amt und eine Behörde der Vereinten Nationen (UN). Das Hochkommissariat ist mit dem Schutz von Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen fast weltweit beauftragt und ist auch im Bereich der humanitären Hilfe tätig.“ – Wikipedia


Quellen: Greenpeace.de, Wikipedia.org, Zeit.de, Spiegel.de, www.dw.de , green.wiwo.de

Weiterempfehlen

Kommentare (7)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
17.10.2014
Taki hat geschrieben:
@Zweitagsfliege,

Nee wo ich Lebe da werden die Flüchtlinge in Große Moderne Wohnungen untergebracht. Solche schönen Wohnungen bekommen nicht mal Hartz VI Empfänger. Sogar die Wohnungen die Hartz VI Empfänger heben dürfen sind von den Wirtschaftsasylanten belegt. Das sind Wohnungen in bester Wohnlage. Naja das Wohnnivo in den Vierteln und Straßenzügen ist Stark gefallen. Kriminalität und Drogen haben sich breit gemacht. Die Vorgärten und Gärten werden nicht mehr gepflegt. Etliche Deutsche Mieter die günstigen Mietraum brauchen sind ausgezogen wegen den Wohnumfeld. Und das nur wegen die Wirtschaftsasylanten. Auch werden in den Gegenden viele Hauskatzen und Hunde vermisst.
16.10.2014
Zweitagsfliege hat geschrieben:
@Taki: Viele Flüchtlinge, sollten sie denn tatsächlich aufgenommen werden, werden irgendwo hin quartiert, wo Einheimische nicht leben WOLLEN (aufgrund von kompletter Abgeschnittenheit, extremer Lärmbelästigung etc.)...
12.10.2014
Sunlight hat geschrieben:
Super Bericht! Darüber wollte ich auch schon schreiben ;)
09.10.2014
Leatrice hat geschrieben:
@Taki: Meinst du das wirklich ernst? Wirtschaftsflüchtlinge WOLLEN Arbeit, DÜRFEN das aber hier in Deutschland nicht. Klar, es gibt Wirtschaftsflüchtlinge, die sich als verfolgt ausgeben, um überhaupt eine DULDUNG zu erhalten, aber man kann nicht einfach sagen „Ja, ich werde bedroht, weil ich schwul bin, helft mir.“
Flüchtlinge, die verfolgt werden, weil sie beispielsweise homosexuell sind müssen BEWEISE anführen, Fotos oder Drohbriefe.
Ein Wirtschaftsflüchtling würde niemals auch nur "uns Deutschen Wohnungen belegen", da er bereits am Flughafen/an den Küsten und Grenzen AUßER LANDES verwiesen würde.
Für viele westliche Menschen sind Wirtschaftsflüchtlinge geradezu Bedrohung ihres eigenen Wohlstands.
Und ein Wirtschaftsflüchtling ist in den allerseltensten Fällen "zu faul zum Arbeiten"!
Aber, stellen wir uns doch mal vor, wir wären beispielsweise Anfang zwanzig, unsere bettelarme Familie hat all ihren Besitz verkauft, damit wir nach Deutschland gehen können, Arbeit finden können, um ihnen Geld schicken zu können. Und – Juhu!- wir schaffen es nach Deutschland, nur um in einem überfüllten Flüchtlingslager auf unsere Abschiebung zu warten.
Unsere Familie verhungert zwar… Aber verhungern ist ja was ganz anderes, als wegen seiner Religion verfolgt zu werden. Hui, man ist zwar in Beiden Fällen hinterher tot, aber die Genfer Flüchtlingskonvention hat sicher Recht.

Wirklich? Vorurteile wie diese sind einfach absolut unbegründet und – entschuldige meine harsche Ausdrucksweise – dumm.
09.10.2014
Chillkroete hat geschrieben:
Danke für den Bericht! Echt schlimm.... :(
09.10.2014
Taki hat geschrieben:
Die Meisten Flüchtlinge sind nur Wirtschaftsflüchtlinge die zu faul sind zu arbeiten. Die Flüchtlinge wollen nur das Deutsche Sozialsystem ausnutzen und nicht arbeiten. Stell Dir mal vor Deutsche Bürger werden Preiswerte Wohnungen durch Flüchtlinge belegt. Welcher Deutsche Hartz VI Empfänger kann sich eine Wohnung vom Staat vorgeschrieben bekommen.

Ich hätte doch mal eine Idee da. Können wir in Deutschland nicht Tier auf nehmen die durch die Klimaveränderung den Lebensraum verloren haben. Damit die Tier weiter leben können ohne aus zu Sterben.
08.10.2014
Ria2000 hat geschrieben:
Interressanter Bericht! Danke! Ganz schön schlim, wenn man da mal drüber nachdenkt! :(
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Könnte dir auch gefallen
Was bedeutet Trump für den Klimaschutz?
Was bedeutet Trump für den...
Kurz nachdem die UN-Klimakonferenz in Marrakesh zuende gegangen ist, hat sich nun Donald Trump... weiter lesen
Googelst du noch oder pflanzt du schon?
Googelst du noch oder pflan...
Stell dir mal vor, du surfst im Internet und tust der Natur dabei gleichzeitig auch noch etwas g... weiter lesen
#ClimateDiploDay – dein Beitrag zur Klimadiplomatie
#ClimateDiploDay – dein B...
Die Einigung auf einen neuen weltweiten Klimavertrag in Paris im Dezember 2015 war ein historis... weiter lesen
Unterschreibt die DIVESTMENT Petition für Erneuerbare Invesitionen!
Unterschreibt die DIVESTMEN...
Spätestens nach dem Pariser Klimaabkommen ist klar: Wir müssen die Nutzung fossiler E... weiter lesen
Du bist Planet Erde
Du bist Planet Erde
Menschen – was ein unglaubliches Wort Man nennt uns die intelligenteste Spezies des Pla... weiter lesen
Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil