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Was gibt's


Neues?


Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Umwelt & Klimawandel aktuell


von SaveTheWorld.
13.09.2012
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Das Ewige Eis und die Gletscher schmelzen. Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Wertvolle Ökosysteme werden zerstört. Meere und Ozeane werden leergefischt. Inseln drohen zu  sinken.


…Landschaften, Pflanzen und Tiere sind in Gefahr! Und wir mit Ihnen.


Mit Naturkatastrophen, Studien und Fakten wie diesen werden wir beinahe täglich konfrontiert. Doch viele interessiert es nicht mehr. „Jeden Tag der gleiche Mist!“ oder „Ne, das tu‘ ich mir nicht schon wieder an!“ denken wahrscheinlich viele. Tag ein, Tag aus. Rein ins Ohr, wieder raus.


Doch was gibt es Neues? Wie ist der Stand der Dinge? Wie sind die aktuellen Entwicklungen in Klimawandel, Artenschutz, Technologie, Umweltpolitik, Energie, Konsum und Ernährung?


Darum geht es in diesem Artikel.

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Vor Millionen Jahren entstand unsere Erde. Unser blauer Planet, unser grüner Planet, unser Zuhause. Seit circa 5000 Jahren leben wir Menschen auf der Erde. Doch eins vergessen wir: Unsere Erde ist ein kostbarer, einmaliger Schatz, den wir bewahren sollten. Es gibt keinen Plan B und die Zeit ist mehr als knapp! Innerhalb der letzten Jahrzehnte haben wir mehr und mehr zu spüren bekommen, dass wir unseren Planeten stark überlastet haben. Ein unbegrenzter wirtschaftlicher Fortschritt ist auf einer Welt mit begrenzten natürlichen Ressourcen nicht möglich!


Vieles, was wir getan haben und viele der dadurch entstandenen Schäden sind irreversibel. Wir können nicht rückgängig machen, was passiert ist: Zerstörter, gerodeter Regenwald kann nicht wieder aufgeforstet werden. Dabei ist er von wichtiger Bedeutung für unser Weltklima. Ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten kann man nicht wiederbringen. Dabei verändert ihr Verlust ein riesiges, kompliziertes und empfindliches Ökosystem.


Wenn wir nicht weiter an unserem Verhalten arbeiten und uns ändern, dann wird unsere Erde kollabieren! Die Gier nach Geld, Luxus und einem „schönen Leben“ und der pure Egoismus vieler Menschen bringen schlimme soziale und ökologische Folgen mit sich.
 

Wichtig ist: Man muss den Problemen ins Auge schauen, sie erkennen und bewusst versuchen sie zu lösen. Man sollte nicht allzu pessimistisch sein, aber stets motiviert und mit offenen Augen durch die Welt gehen. Hier also problematische Entwicklungen aber auch News, die ein Licht am Ende des Tunnels erkennen lassen! :-)

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Hier die problematischen Entwicklungen & aktuelle Nachrichten dazu!


Artensterben – Liste der meistbedrohten Arten veröffentlicht
Anlässlich ihres Kongresses in Südkorea hat die Weltnaturschutzunion (kurz: IUCN; das weltweit größte Netzwerk diverser Umweltorganisationen) am Dienstag die Liste der hundert am stärksten bedrohten Arten veröffentlicht. Eine Mitverfasserin des Berichts mit dem Titel "Unbezahlbar oder wertlos?" formulierte es so: "Alle aufgelisteten Spezies sind einzigartig und nicht zu ersetzen. Wenn sie verschwinden, kann sie kein Geld mehr wiederbringen!"
Zu den lebensbedrohten Tieren zählen die seltenen Zwergfaultiere, die neu entdeckten „Tarzan“- Chamäleons, der Zagros-Molch, der südafrikanische Kap-Gespenstfrosch, das Saola-Wildrind, das fast ausgestorben Java-Nashorn, und die haiähnlichen Meerengel. Doch auch viele Pflanzen und Pilze könnten in der nahen Zukunft für immer verschwinden, denn auch sie sind oft selten und nicht weit verbreitet.
Der WWF interpretierte die Ergebnisse als "äußerst alarmierend" und forderte sofortige Rettungsprogramme für die bedrohten Arten. Als Ursachen für das Artensterben wurden zum Beispiel der Klimawandel, die ungebremste Lebensraumzerstörung und die Wilderei genannt. "Die hundert Arten auf dieser Liste sind nur die Spitze des Eisbergs", erklärte der WWF-Leiter im Bereich des Artenschutzes, Volker Homes. "Nur der Mensch als Verursacher des Artensterbens kann es auch beenden. (…) Neueste Erhebungen gehen davon aus, dass die derzeitige Aussterberate durch den Menschen um den Faktor 100 bis 1000 über dem natürlichen Wert liegt.“
Laut dem IUCN besteht in fast allen Fällen noch die Hoffnung, dass man die seltenen Spezies vor dem Aussterben bewahren könne, so wie schon der Buckelwal oder das Przewalski-Pferd durch gezielte Projekte bereits gerettet werden konnten.
Mehr dazu in diesem Bericht von Marcel: www.wwf-jugend.de/entdecken/klima/artikel/ausgelistet-100-todeskandidaten-der-natur;4479


Energiewende – Geldmangel könnte die Entwicklung ins Stocken bringen
Die Energiewirtschaft warnt die Bundesregierung vor einer Unterfinanzierung der Energiewende. Die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft Hildegard Müller sagte dazu: „Bei den derzeit für 2013 absehbaren Preisen könnte dem Energie- und Klimafonds im nächsten Jahr eine Unterdeckung [= ein Geldmangel] von mehreren hundert Millionen Euro drohen.“
Der Fonds zur Finanzierung von diversen Projekten zur Gebäudesanierung, zur Förderung der Elektromobilität und von Ökostromspeicherung ist von den Einnahmen des Handels mit CO2-Verschmutzungsrechten abhängig. Aufgrund von massiven Preiseinbrüchen bei den Zertifikaten für Firmen mit hohen CO2-Ausstößen, gibt es finanzielle Probleme, sodass wohl nur 65% der ursprünglichen Summe an staatlichen Hilfen zur Verfügung stehen. Vorgestern (11.09.) sollte im Bundestag über den Etat von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) für das nächste Jahr debattiert werden. [Das Ergebnis folgt in den nächsten Artikeln]
Um kurzfristig Maßnahmenstreichungen zu verhindern, wäre es laut Müller sinnvoll, die Mehrwertsteuer, die der Staat automatisch wegen der steigenden Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien beim Strompreis erzielt, in den Energie- und Klimafonds zu leiten. Diese Steuereinnahmen beliefen sich 2011 nämlich auf circa eine Milliarde Euro.


Müll & Meeresschutz – Immer mehr Plastikmüll gerät ins Meer
Plastikmüllmassen in Meeren und Flüssen gefährden die dort lebenden Tiere. Nach einer Studie gelangen pro Jahr 6,4 Millionen Tonnen Müll in die Weltmeere. 80 Prozent des Plastikmülls kommen von Land und werde von den Flüssen ins Meer getrieben.
Das zunehmende Problem mit Plastikmüll werde bislang unterschätzt, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Denn jährlich sterben laut dem BUND etwa 100 000 Meerestiere durch unsere Vermüllung der Meere. Die Politik müsse sich für eine Reduzierung der Plastikabfälle einsetzen. Ein Ansatz könnte eine zunehmende Mehrweg-Wiederverwertung sein.
 

Politik – Festnahmen bei Protesten gegen die Zerstörung der Arktis in Moskau
Vor der Moskauer Zentrale des mächtigen Energieunternehmens Gazprom hat die Polizei bei Greenpeace- Protesten gegen geplante Ölbohrungen zehn Umweltschützer festgenommen, unter anderem die deutsche Ulrike Beck. Den Aktivisten, die sich vor dem Gebäude angekettet hatten, droht nun ein Gerichtsverfahren wegen Störung der öffentlichen Ordnung. Mögliche Strafen könnten Geldbußen und Ausweisungen/Einreiseverbote sein.


Arktis: Eis schmilzt auf Rekordtief
Im Arktischen Ozean ist das Meereis in diesem Sommer so stark geschmolzen wie noch nie zuvor. Laut des US-Schnee-und-Eis-Daten-Zentrums sei der tiefste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen durch Satellitenaufnahmen 1979 erreicht. US-Wissenschaftler wie zum Beispiel Ted Scambos sehen den durch uns Menschen verursachten Klimawandel als die Hauptursache für das immer stärker schmilzende Eis und warnen vor immer extremerem Wetter und klimatischen Folgen weltweit.
Das Eis im Nordpolarmeer sei in diesem Sommer bereits auf eine Fläche auf 4,09 Mio. km² zurückgegangen. Dies sind circa 70.000 km² (etwa die Größe von Bayern) weniger als vor 5 Jahren, dem bisherigen Niedrigrekord. Anfang der 1980er Jahre betrug die sommerliche Eisbedeckung noch etwa 7 Mio. km². Das Meereis im Polarmeer nimmt normalerweise eine Fläche von mehr als 15 Mio. m² ein, schmilzt teilweise im Sommer und nimmt ab Mitte September wieder zu. Die neuen Erkenntnisse rauben den Forschern jedoch die Hoffnung, das "ewige Eis" überhaupt noch zu retten.
Neben Treibhausgasen gebe es laut Scambos zwar auch natürliche Ursachen wie zum Beispiel einen Sturm, der im August teilweise zum Schmelzen der Schneedecke beigetragen habe. Doch die drastische Eisschmelze zeige ein Muster, dass nur durch den Klimawandel erklärbar sei.
Der aktuelle Rekordwert sei laut NASA-Chefwissenschaftler Waleed Abdalati ein "wesentlicher Schritt" hin zu einer Zeit, in der es in der Arktis im Sommer keine signifikante Meereisdecke mehr geben werde und in der Eis eine saisonale Erscheinung sei. "Warum uns das Sorgen machen sollte? Weil dieses Eis ein wichtiger Faktor bei der Entstehung der Klima- und Wetterbedingungen war, unter denen die moderne Gesellschaft sich entwickelt hat."
Denn Wissenschaftlern zufolge hilft das arktische Meereis bei der Temperaturregulation im Süden. Eine in diesem Jahr veröffentlichte Studie des Fachmagazins "Geophysical Research Letters" zeigte Zusammenhänge zwischen der Schmelze des arktischen Meereises und extremen Wetterphänomenen wie Dürren, Hochwasser sowie Kälte- und Hitzewellen auf.
Doch die Entwicklung verstärkt sich selbst: Eine geringere Eisausdehnung verstärkt die Erderwärmung, da weniger Eis das Sonnenlicht reflektiert und so mehr Hitze im Ozean gespeichert wird. Dieser Prozess würde das Polareis noch viel stärker schmelzen lassen.
Der Klimaforscher Mojib Latif äußerte im MDR 1 Radio Sachsen: "Ich gehe davon aus, dass der Prozess noch zu stoppen wäre. Zwar nicht sofort. Aber wenn man wirklich Ernst machen würde mit dem Klimaschutz, dann könnte man wahrscheinlich verhindern, dass die Arktis irgendwann im Sommer komplett eisfrei wäre." Momentan würden die USA und China jedoch ein solches Klimaabkommen blockieren, sodass es keine Einigung geben könnte.


Konsum: Natürliche Ressourcen für 2012 schon verbraucht
„Heute ist Welterschöpfungstag!“: Ein internationales Netzwerk, an dem auch der WWF beteiligt ist, berechnete den aktuellen ökologischen Fußabdruck unter Berücksichtigung des weltweiten Verbrauchs (von z.B. Holz, landwirtschaftlichen Gütern und Fischen) und der potenziellen CO2-Speicherung in der Biosphäre. Schon jetzt hat die weltweite Bevölkerung sämtliche natürliche Ressourcen, die unser Planet innerhalb einer Jahres regenerieren kann, verbraucht.
Das Maximum für 2012 wurde demnach bereits überschritten. Schon seit Jahrzehnten wird unser Planet auf diese Weise strapaziert und diverse Ressourcen und Bestände neigen sich dem Ende zu, da sie sich nicht mehr erholen können.


MORGEN FOLGT TEIL 2 MEINER ARTIKEL-REIHE – DANN MIT DEN POSITIVEN NEWS :-)


Alle verwendeten Quellen:
http://nachrichten.t-online.de/artensterben-liste-mit-100-meistbedrohten-arten-veroeffentlicht/id_59454252/index
http://nachrichten.t-online.de/energiewende-wirtschaft-warnt-vor-geldmangel/id_59443102/index
http://nachrichten.t-online.de/wwf-naturressourcen-fuer-2012-sind-schon-verbraucht/id_58923310/index
http://nachrichten.t-online.de/festnahmen-bei-greenpeace-protest-in-moskau/id_59304574/index
http://nachrichten.t-online.de/bund-immer-mehr-plastikmuell-gelangt-ins-meer/id_59304580/index
http://nachrichten.t-online.de/arktis-eis-schmilzt-auf-rekordtief/id_59065112/index

Ein Artikel von Janine Müller, 12.09.2012, Köln

 

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Kommentare (9)
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20.09.2012
SaveTheWorld. hat geschrieben:
Schön, dass er dir gefallen hat!
Heute folgt endlich Teil II. Sorry für die Verspätung,
aber die Klausurphase raubt einen die Zeit...
Morgen schreibe ich meine Erdkunde-LK-Klausur
zum Thema Globalisierung, drückt mir die Daumen ;)
20.09.2012
Carina hat geschrieben:
Toller Artikel. Vielen Dank dafür!
17.09.2012
SaveTheWorld. hat geschrieben:
Hallo ihr Lieben! Wollte mich nur kurz melden und Bescheid geben, dass der nächste Artikel erst morgen folgt, heute steht für meine Englisch-LK-Klausur erstmal Shakespeare auf dem Plan. Dafür gibts einen anderen Artikel von mir: http://www.wwf-jugend.de/community/artikel/woelfische-verfolgungsjagd;4497
15.09.2012
LSternus hat geschrieben:
Danke für den Stand der Dinge. Es ist wirklich schade, dass wir an so vielen Bustellen arbeiten müssen.
14.09.2012
SaveTheWorld. hat geschrieben:
Vielen Dank für die lieben Kommentare :)
Der nächste Bericht kommt leider etwas verspätet,
wahrscheinlich morgen oder übermorgen.
Bin dann, stay green
14.09.2012
Madamsel hat geschrieben:
Das finde ich gar nicht. Ich finde deinen Bericht sehr informativ und echt gelungen. Vielen Dank dafür. Ich freue mich schon auf den nächsten. :)
14.09.2012
Coco200 hat geschrieben:
Ich fand es auch sehr gut was du geschrieben hast.
Aber auch etwas zu lang.
14.09.2012
Frederieke hat geschrieben:
Was für ein schöner und interessanter Bericht ! Ich freue mich ebenfalls auf den zweiten Teil :)
14.09.2012
Marcel hat geschrieben:
Wow, vielen Dank für diese informative Übersicht. Besonders freue ich mich jetzt auf den zweiten Teil mit den positiven News! ;)
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