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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Tarnung im Tierreich - Säugetiere und Vögel


von MarcelB
22.01.2012
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Tiere haben die unterschiedlichsten Methoden, um sich zu tarnen. Das machen sie entweder, um sich vor Feinden zu schützen oder um selbst ein erfolgreicher Jäger zu sein. Unsere Welt ist so vielseitig, einen kleinen Ausblick soll diese Bildersammlung vom WWF geben.

(c) Michael Poliza/ WWF

Das Zebra. Wer denkt, dass „Tarnung im Tierreich" nur Anpassung an die Umgebung bedeutet, der irrt. Tarnung wird auf verschiedenste Weise definiert im Falle des Zebras ist genau die auffällige Musterung und der der extreme Kontrast im Farbton eine durchaus effektive Art sich zu tarnen. Einerseits ist es in der Natur für die Jäger wie (z.B. den Löwen, siehe Bild unten) schwer ein einzelnes Zebra in der Gruppe zu fixieren und anzugreifen. Das farbliche Streifenmuster sorgt dafür, dass man in der Gruppe von Zebras die Umrisse eines Einzelnen nicht mehr erkennt. Somit muss der Jäger immer warten, bis sich einzelne Zebras aus der Gruppe entfernen was in den großen Herden, in denen die Zebras leben, äußerst schwer ist. Andererseits können kleine Insekten wie z.B. die „Tsetse-Fliege“ die Augen der Zebras aufgrund der Musterung nicht erkennen und somit dem Zebra keine Krankheiten übertragen. Die Silhouette des Zebras ist somit auch in der Dunkelheit optimal gegen Feinde getarnt. Schwarz-Weiß Tarnung, eine erstaunliches und einzigartiges Beispiel von Tarnung im Tierreich.

 Ein weiteres Beispiel ist das Fell des Jaguars. Die Grundfarbe ist ein kräftiges Goldgelb, das teilweise ins rötliche übergeht. Auffällig am Körper sind die schwarzen Ringflecken. Manchmal (sowie auf diesem wunderbarer Foto), sieht es so aus, als wenn die Flecken kleine Tupfen umschließen. Die Flecken des Jaguars sind viel größer, als die der Leoparden (Bild unten). In freier Natur gib es eine „Faustregel“: Je dichter bewachsen der Lebensraum der jeweiligen Wildkatze ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Spezies ein stark gemustertes Fell besitzt. Löwen haben kein gemustertes Fell, Jaguare schon, deswegen trifft man sie auch häufig im stark bewachsenen tropischen Regenwald an. Experten sagen auch oft, dass man nach einer nach unten hängenden Akazie Ausschau halten soll, denn da ist meist ein Leopardenschwanz.

Löwe (c) Dr Andreas Bîdecker/ WWF

 

Leopard (c) WWF

Fell des Jaguars (c) WWF

Auch die Giraffe übt eine besondere Funktion durch die Muster des Haarkleides aus.Das Muster besteht aus dunklen Flecken auf einem helleren Hintergrund als Grundfarbe. Im Unterhautgewebe verläuft um jeden Flecken ringförmig eine Arterie. Über eine stärkere Durchblutung kann die Giraffe mehr Hitze abgeben und ist so nicht auf Schatten angewiesen. Was in den Savannen, Steppen und Wüsten Afrikas von großen Vorteil ist.

Muster einer Giraffe (c) WWF

Flusspferd (c) Dr Andreas Bîdecker/ WWF

Was die meisten nicht wissen: Die Flusspferde nehmen täglich rund 1 bis 1,5% ihres Körpergewichts zu sich. Flusspferde sind Pflanzenfresser und rupfen mit ihren Lippen das Gras aus dem Boden. Täglich sind sie rund fünf bis sechs Stunden mit der Nahrungsaufnahme und Suche beschäftigt. Natürliche Fressfeinde hat das Flusspferd nicht, dennoch können sie sehr aggresiv werden, wenn mal ein Jungtier von einem Krokodil, Löwen oder einer Hyäne angegriffen wird. Unser Bild zeigt ein Flusspferd beim „Schlammbad.“ Das schlammbaden macht den Flusspferden besonders Spaß, dazu pflegt es die Haut und die Tiere werden Insekten oder andere Parasiten los.


Kommen wir nun zu einem völlig gegensätzlichen Naturraum. Ähnliche Tarnungsmuster wie beim Leoparden oder Jaguar haben wir auch in den schneebedeckten, kalten Regionen unserer Erde. Das Fell des Schneeleoparden ist in der Farbe eines hellen grau, im Kontrast dazu stehen schwarze Flecken. Die Variationsbreite der Färbung ist von blassgrau bis cremefarben oder rauchgrau. Der Schneeleopard ist daher optimal an jede Veränderung in seinem Umfeld angepasst. Außerdem schützt ihn das besonders dicke Fell gegen die niedrigen Temperaturen in den Wintermonaten.

Schneeleopard (c) WWF

Auch der Polarbär ist mit seinem gelblich - weißen Fell praktisch unsichtbar im Polarraum. Dies muss er auch sein, um in der kahlen arktischen Wüste seine Beute nicht zu verscheuchen und so Nahrung für seine Jungen jagen kann. Sein dichtes, öliges Fell ist zudem noch wasserabweisend und verhilft ihm beim schwimmen zu mehr Auftrieb.

Polarbären (c) WWF

Die Beziehung von Robbe und Menschen ist sehr vielseitig, einerseits werden Robben in manchen Kulturen sehr geschätzt und sind kaum wegzudenken, hingegen andere sie für Leder und Robbenfell sowie als Nahrungsquelle systematisch jagen. Gut, dass die Robbe trotzdem so gut getarnt ist.

 

 

 

 

 

 

 Robbe (c) WWF

 

 

 

 

 

 

Das Federkleid der Schneeeule wird mit wachsendem Alter immer weißer. Ein besonderes Merkmal der Schneeeulen ist, dass sie sehr dicht befiederte Füße und Krallen hat. Durch die beinah „schneeschuhartige“ Befiederung können sie nicht im Schnee einsinken und verlieren keine Wärme, wenn sie dort oft stundenlang auf ihre Beute warten.

 

Schneeeule (c) J. Fieber, igreen media WWF

Im Vergleich dazu steht die Waldohreule: Sie wartet oft im Geäst und ist durch ihr dunkles, rostbraunes Federkleid kaum zu entdecken.



 

Waldohreule (c) J. Fieber, igreen media WWF

 

Polarfuchs mit Winterkleid (c) WWF

Unseren Abschluss macht der Polarfuchs. Sein Pelz wechselt die Farbe, je nachdem welche Jahreszeit wir haben. Im Sommer ist er braun und hellbeige, hingegen sein Winterfell oft völlig weiß oder hellblau ist, was ihm auch seinen Spitznahmen „Blaufuchs“ einbringt. Laut IUCN gibt es noch viele hunderttausende Polarfüchse, allerdings wird angenommen, dassd er Polarfuchs einer der am stärksten bedrohtesten Tierarten durch die globale Erderwärmung sein wird.

Tarnung bei Säugetieren und Vögel ist als kein Zufall, sondern ein extrem systematischer Prozess der den Tieren das überleben sichert. Durch die globale Erwärmung oder gezieltes Jagen von Tierarten tragen wir dazu bei, dass der natürliche Kreislauf gestört wird. Damit müssen wir aufhören. Der Kreislauf der beim eliminieren eine Art entsteht hat dramatische Folgen für andere Tierarten. Die Tierwelt ist so wunderschön, lasst uns sie gemeinsam erhalten. :)

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Kommentare (19)
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Sortieren nach Aktualität:
25.01.2012
FabianN hat geschrieben:
Echt toller Bericht (;
23.01.2012
Anni09 hat geschrieben:
wow super bericht :)
23.01.2012
Jutta hat geschrieben:
wirklich schöne Bilder und interessante Infos dazu!
23.01.2012
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Staaaaaaaaark ! :)
22.01.2012
Peet hat geschrieben:
Passend zum Zebra-Bild oben - http://www.youtube.com/watch?v=fljKx9nvrL4

:)
22.01.2012
Nivis hat geschrieben:
Diese Tiere sind echt so wunderschön. Danke für den tollen Bericht, Marcel.
22.01.2012
HannaS hat geschrieben:
Echt tolle Fotos, und dann noch gemixt mit so kurzweiligen Infos... Vielen Dank!
22.01.2012
JohannesB hat geschrieben:
Klasse Bericht mit spannenden Infos und tollen Bildern!! Vielen Dank!
Freu mich schon auf Teil II :)
22.01.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Das nenne ich mal einen tollen Bericht :) Wir müssen erst aufwenidg färben usw. und die Natur schafft das i-wie von ganz alleine, faszinierend.
22.01.2012
Jayfeather hat geschrieben:
schöner bericht :)
22.01.2012
MaRyLoU hat geschrieben:
Schön gemachter Artikel ;) Vieles davon wusste ich auch noch nicht...schon echt fazinierend
22.01.2012
MarcelB hat geschrieben:
Alter Falter! :D
22.01.2012
Peet hat geschrieben:
Lesenswert! :)
22.01.2012
MarcelB hat geschrieben:
Hoppla! Völlig Korrekt Uli, bei dem Bild handelte es sich natürlich um einen Leoparden! Die Bildunterschrift habe ich gleich korrigiert, danke für den Tipp du scharfäugige Ente du! ;) :D
22.01.2012
midori hat geschrieben:
Ein wunderbar anschaulicher und sehr aufwändiger Bericht! ;o)
Mich wundert allerdings, warum Du im Text vom Leoparden sprichst und dann das Bild eines Jaguars zeigst. Der wiederrum steht irgendwie in der Savanne? Was ist denn da passiert? :O

Das Zebra hat mich allerdings, zusammen mit der Giraffe, auch am meisten beeindruckt. Schon echt toll, was sich die Natur so alles einfallen lässt! :o)
22.01.2012
LaLoba hat geschrieben:
Wow, sehr schöner und informativer Bericht! Da hab ich ja mal wieder ein Menge dazugelernt ;-) Ich freu mich auch schon auf den zweiten Teil!
22.01.2012
Babbuina hat geschrieben:
Klasse Bericht und wirklich tolle Bilder. :-)
Besonders die Tarnung vom Zebra hats mir angetan. ^^ Das Meiste wusst ich noch gar nicht. Was ich nur wusste ist, dass das Fell von Zebrafohlen so ist, dass sie in der flimmernen Hitze der Savanne praktisch unsichtbar sind. Hab ich nur mal irgentwo aufgeschnappt. ^^
22.01.2012
MarcelB hat geschrieben:
Danke! Das hoffe ich doch. :D Mir gefallen die Bilder auch sehr...! :)
22.01.2012
Carina hat geschrieben:
Echt interessant und super schöne Bilder :). Da hat sich die Arbeit doch gelohnt^^. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil!
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