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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Schwimmende Häuser - Hollands Zukunft


von MaRyLoU
05.12.2011
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Holland gilt als Nation der Seefahrer und Deichbauer - doch jedes Mal haben sie gegen das Wasser gekämpft. Mächtige Deiche waren alles.Doch das soll sich jetzt ändern. Ab nun heißt es mit dem Wasser zu arbeiten.''Holland soll das neue Venedig an der Nordsee sein.''

Durch den Klimawandel ist eine Hochwassergefahr kaum noch ausgeschlossen und so muss Holland seine Strategie ändern - und das haben sie auch getan. Die Idee dahinter: Häuser zu bauen die nicht durch Überschwemmungen zerstört werden könnten. Und zwar auf dem Wasser. Diese Häuser sollen sich sozusagen selber um ihren Hochwasserschutz kümmern und mit dem Wasserspiegel mitgehen. Um wie viel Zentimeter der Meeresspiegel nun genau steigen wird und wie viel feuchter die Winter in 50 Jahren sein werden ist dabei nur zweitrangig, so der Leiter des neuen Projektes.. "Entscheidend ist: Die Welt verändert sich. Und wir bereiten uns darauf vor." 

Die neuen Gebäude sollen auf Pontons stehen, die entweder direkt im Wasser liegen oder auf festem Grund ruhen und nur bei Hochwasser schwimmen. Es scheint schon eine fest geplante Sache zu sein und die Holländer ziegen sich positiv denkend und mit hohen Zielen und Hoffnungen. "In zehn Jahren werden wir viele schwimmende Häuser in der Stadt sehen", sagte so Arnoud Molenaar, ein Angestellter der Stadt und Leiter des Projektes Rotterdam Climate Proof - klimasicheres Rotterdam. "Schwimmende Häuser machen die Stadt attraktiver und zugleich fit für den Klimawandel." Erste Modelle gibt es auch schon zu sehen in Rotterdam. Die Gebäude auf dem Bild stehen seit 2010 in Rotterdam, im Rheinhafen. 

Die Gebäude dort, nennt der Klimaschutzexperte "Show Case". Der Pavillon ist 800 Quadratmeter groß und bis zu tausend Personen finden darin Platz. Häufig finden dort drinnen auch Veranstaltungen zum Klimaschutz statt. Den wichtigsten Teil, der schwimmende Untergrund, hat Jan Willem Roël von der holländischen Baufirma FlexBase entworfen, auf dem ruht der Pavillon. Er besteht zum Großteil aus Styropor, das wegen seiner extrem geringen Dichte für den nötigen Auftrieb sorgt.

Aufgebaut ist der Untergrund wie folgt: Als erstes mehrere Schichten von 20cm dicken Styroporplatten, dann zwei lagen Quader je 75cm Höhe. Insgesamt sind das 1,90m. (Es konnte sogar noch ein Keller eingebaut werden.) Für die nötige Stabilität wurde noch ein Fundament aus Stahlbeton eingearbeitet. Ganz zum Schluss kamen als Oberfläche  20cm dicke Betonplatten. An die Seitenflächen kamen Betonplatten zum Schutz vor Zusammenstößen und möglochen Chemikalien im Wasser.

Der schwimmende Pavillon soll vor allem iegen, dass Häuser auf dem Wasser möglich sind. Als nächstes ist ein 4.5 Hektar großes Gewächshaus auf dem Wasser geplant...

Schon bewunderswert...vor allem, finde ich, dass die im Wasser schwimmen und nicht einfach untergehen.....

 

 

 

 

Quellen: 

www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,800897,00.html

www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-75745-10.html

 

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Kommentare (5)
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07.12.2011
MarcelB hat geschrieben:
Toller, informativer Bericht! Danke! :) Ich finde die Idee an sich auch total klasse das Gebäude ist sogar ein umweltfreundliches- geschlossenes System, stimme da aber eher Ulia Aspekt zu. An sich würde die Fläche die für diese Gebäude zur Verfügung steht niemals reichen um die gesamte Bev. zu "retten." Am Ende wird das dann nur wieder was für Reiche die sich die Wassergegend leisten können.
06.12.2011
midori hat geschrieben:
Also einerseits finde ich diese Sache echt cool und innovativ. Andererseits ärgert es mich, dass wieder nur die Auswirkungen des Klimawandels, statt seine Ursachen angegangen werden. Wann begreift der Mensch endlich, dass er das Übel an den Wurzeln packen muss, statt die Laubblätter im Herbst zusammenzukehren?

Aber Danke für den tollen und anschaulichen Bericht! :o)
05.12.2011
MJ1499 hat geschrieben:
Die Idee ist sogar schon als Wohnraum für dfie Zukunft mehrfach in Geo etc. erschienen. Allerdings können die Häuser, wenn sie zu groß werden, auch die Strömung beeinflussen, und damit logischerweise auch das Klima ;)
05.12.2011
Nugua hat geschrieben:
Das Bild ganz oben sieht ja toll aus. Könnte mir das wirklich gut vorstellen.
Danke für den Bericht.
05.12.2011
HannaS hat geschrieben:
Super, dass so etwas entwickelt wird. Hoffentlich wird das auch bald günstig und umweltfreundlich produzierbar, sodass besonders betroffene Länder wie Bangladesh es auch einsetzen können.
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