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RWE - Wie ein Unternehmen Proteste kriminalisiert


von Peet
19.12.2013
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Einmal aufs Gleis setzen. Macht dann 50.000 Euro, bitte.

Für 50 Umweltaktivisten kann das in Zukunft Realität werden. Denn RWE will weiterhin einen reibungslosen Ablauf seiner Kohletransporte. Auf der rund 20 Kilometer langen Zugstrecke vom Braunkohletagebau Hambach und den umliegenden RWE Kraftwerken soll in Zukunft nach Wünschen von RWE kein Protest mehr stattfinden. Dort hatten sich im vergangenen Sommer die Aktivisten in Form des Klimacamps und der Reclaim the Fields Camps getroffen, um gegen die weitere Förderung der Braunkohle zu protestieren.

RWE will nun von 50 Aktivisten via Unterlassungserklärung dazu zwingen, in Zukunft nicht wieder Teil des Protestes zu sein. Andernfalls drohen hohe Geldstrafen. Die 800 Euro Anwaltskosten für das Schreiben gleich oben drauf.

Mittlerweile dreht sich der Spieß aber um. Unter dem Hashtag #nichtwir und der gleichnamigen Webseite haben sich neben Attac, 350.org, ausgeCO2hlt, der Grünen Jugend und vielen weiteren Gruppen ein starkes Bündnis aufgebaut. Selbst Niko Paech von der Universität Oldenburg unterstützt die Kampagne „Braunkohle unten lassen statt Proteste unterlassen“. Die Kampagne ruft nun UnterstützerInnen dazu auf, Unterlassungsverpflichtungserklärungen an RWE zu verschicken.

Quellen: nicht-wir.de

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Kommentare (9)
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07.01.2014
Peet hat geschrieben:
@Sarah: Hier mal die Fakten zu RWE - Atom- und Kohlestromanteil 68%
Der Rest ist Gas und rund magere 5% sind auf Ökostrom zurück zu führen - also ein schlechter Witz. Ein Imagefilm, wie er von dir verlinkt wurde, macht noch kein Unternehmen grün. Die Ambitionen sind ja schön, die Fakten sprechen da etwas anderes. Und selbst die Ambitionen werden nicht einmal so verfolgt, wie im Clip dargestellt. So hat RWE vor kurzer Zeit im Ruhrgebiet ein neues Kohlekraftwerk fertig gestellt und ist dabei ein Zweites zu bauen - wobei das Zweite vom Gericht gestoppt wurde, wegen der unrechtmäßigen Baugenehmigung. Ob es zu Ende gestellt wird, kann noch nicht gesagt werden.

RWE hat jahrelang von der Kohle gelebt und wird es auch die nächsten Jahre noch machen. Es ist einfach ein zu großes und unflexibles Unternehmen, das die Energiewende verschlafen hat und sich jetzt nach der Rettung umsieht. Denn die dezentrale Energieversorgung, wie sie aktuell immer weiter mit der Energiewende kommt, ist das Aus für RWE, Eon & Co, wenn sie sich nicht schnell wandeln. Da ein solches Unternehmen mit der Größe sich nicht einfach wenden kann, wird hier mit allen Mitteln gekämpft - eben auch mit solchen Clips.

Ich bin selber im Ruhrgebiet groß geworden, genauer gesagt neben einem der größten und gefährlichsten Kohlekraftwerke in Deutschland (Scholven). Das gehört ebenfalls RWE und arbeitet auch die kommenden Jahre weiter fleißig vor sich hin. RWE ist also nicht das, was es mit diesem Clip erzählen will. Ideen kann man haben, aber die Umsetzung fehlt von vorne bis hinten.
07.01.2014
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
02.01.2014
sarahsolaika hat geschrieben:
Ich bin gerade etwas verwirrt.. Ich kenn mich mit Strom- und Energieverbrauch, etc leider überhaupt nicht aus. Alles was ich weiß, bzw was ich kenne, ist die Werbung von RWE, mit dem voRWEggehen. http://www.youtube.com/watch?v=TV3KVyxHixM
Ich finde es gut, dass ein Energiekonzern sich Gedanken über Erneuerbare Energien und Energiesparen macht und dazu aufruft, die Leute könnten sich eigene Ideen entwickeln, usw.
Aber das in dem Artikel - das ist ja ziemlich korrupt und nicht umweltfreundlich. Wäre lieb, wenn jemand mal Fachwissen dazu äußert, oder so. Weil bisher war ich von RWE doch recht überzeugt.
21.12.2013
Lisa18 hat geschrieben:
Vielen Dank für den Bericht und für den Link zur Protestaktion. Ich hab auch gleich unterschrieben.
21.12.2013
AfriKaro hat geschrieben:
Was ist das denn!? Anstatt mal drüber nachzudenken WARUM sich diese Menschen auf Bahngleise setzen, kommt sowas!
20.12.2013
FranziL hat geschrieben:
Das ist ja echt das letzte, dass RWE jetzt nicht mal mehr Proteste zulässt, aber ich finde es gut, wenn man sich dagegen wehrt, damit solche Unternehmen mal die Rechnung für ihr eigenes Fehlverhalten bekommen.
20.12.2013
vince hat geschrieben:
oh je... meine Oma arbeitet (noch) bei RWE...
19.12.2013
Helen hat geschrieben:
Ich finde es echt den Hammer, was RWE sich immer rausnehmen kann! Ich war selber beim Klimacamp dabei und es ist einfach nur erschreckend, was RWE für eine Macht hat.
Wenn die uns eine Unterlassungsverpflichtungserklärung schicken, schicken wir welche zurück!
19.12.2013
LSternus hat geschrieben:
RWE hat bei mir eh keinen besonders guten Ruf.
Braunkohleausbau und Greenwashing.
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