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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Reichtum unter unseren Füßen - Jetzt wird´s krabblig!


von Lisa18
04.09.2015
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Wen können wir mit bloßem Auge kaum sehen und trotzdem finden wir in einem 10cm großen Würfel bis zu 10 Milliarden von ihnen? Na, wisst ihr´s? Ansonsten ist hier ein zweiter Tipp: Trotz ihrer Vielzahl machen sie gerade einmal 1% des Gesamtgewichts unseres Erdbodens aus!

Richtig! Ich meine die lebenswichtigen Bodenlebewesen :) Wie zum Beispiel Bakterien, Einzeller, Pilze, Algen, Würmer, Krebstiere, Spinnentiere, Tausendfüßer, sowie zahlreiche Insekten und natürlich noch viele viele mehr. Sie alle machen die Bodenfauna aus, die die Organismen nach ihrer Größe differenziert:

Da hätten wir einmal die Mikrofauna. Ihre Bewohner sind kleiner als 0,2mm! Vertreter sind unteranderem Wimperntiere, Geißeltiere, Amöben und kleine Fadenwürmer.

Die Mesofauna ist die Nächste im Bunde. Sie beherbergt Tiere, die maximal 2mm groß sind, wie zum Beispiel Springschwänze, Rädertiere und Milben.

Die Makrofauna hört sich erst einmal groß an, aber mit bestensfalls 19mm langen Probanden ist sie alles andere als gigantisch. Zu ihr zählen Asseln, Borstentiere und Insekten.        

Die Megafauna hingegen bietet da doch schon Beachtlicheres! Denn hier wohnen alle Lebewesen, die größer als 20mm sind. Darunter fallen Wirbeltiere wie Wühlmäuse, Hamster und Maulwürfe.

Wer aber das größte Kuchenstück im Erdreich für sich beansprucht, lebt schon seit etwa 3,8 Milliarden Jahren auf der Erde! Und ohne sie sähen wir ziemlich alt aus!

Ich rede von den kleinsten der Kleinsten: die Mikroorganismen! Ihr Anteil im Erdboden macht 60-90% aus. Die wichtigsten Vertreter sind Bakterien, Pilze, Algen und Urtiere. Sie gehören mit den Flechten zu der Bodenflora und sind hauptverantwortlich für die Zerstezungs- und Mineralisierungsprozesse.

Ihr werdet staunen, was die Kleinen alles auf dem Kasten haben! Erst einmal bilden sie als Produzenten die Grundlage vieler Nahrungsketten und als Destruenten bauen sie organisches Material zu anorganischen Stoffen ab. Sie erzeugen mindestens die Hälfte an Sauerstoff und beeinflussen das gloable Klima.

Und robust sind unsere Freunde auch noch! Denn ihnen ist es völlig latte, ob ihre Umgebung nun besonders sauer, alkalisch, salzig, extrem heiß oder kalt, dunkel oder hell ist. Einige halten sogar unter hohem Druck stand oder suchen sich stark kontamionierte Biotope, z.B. mit Schwermetallen, Nitraten oder Radionukliden (Uran).

Die kleinen Racker können unsaber auch ganz schön zu schaffen machen, denn sie sind ebenfalls als Parasiten und Krankheitserreger unterwegs.

Eine besonders wichtige Aufgabe haben die Pilze abbekommen, denn sie helfen den Bäumen selbst in extremen Lebensräumen zu überleben. Wie fragt ihr euch - na ganz einfach: Sie symbiosieren mit ihnen :) Ist doch ganz klar, oder?

War Spaß! Hier kommt das Ganze auf deutsch :D

Eine Symbiose ist eine Lebensgemeinschaft von zwei Organismen, die beiden einen Vorteil bietet. Bei unseren beiden Freunden läuft das so ab:

Der Baum freut sich einen Keks, weil er dank des Pilzes keine Schwermetalle mehr aufnimmt und nun die Möglichkeit hat auch in extremeren Gebieten zu wohnen. Zusätzlich gibt der kleine Symbiont dem großen Wirt Nährstoffe, wie Stickstoff und Phosphor.

Der Pilz ist dem Baum deswegen dankbar, da er ohne ihn überhaupt gar nicht überleben könnte. Denn den lebensnotwendigen Zucker und auch den nicht ganz unwichtigen Sauerstoff erhält er von seinem Wirt, dem Baum.

Eine, wie ich finde, rund um schöne Partnerschaft und eine äußerst wichtige noch dazu. Schließlich sind die Bäume wichtige Klimadämpfer und Sauerstofflieferanten, umso besser, wenn ihnen dabei etwas unter die Wurzeln gegriffen wird :)

Das war´s auch schon wieder für diese Woche. Im nächsten Artikel werden wir uns mal ansehen, was eigentlich über dem Boden alles abgeht.

Hier kommt ihr zum Bericht von letzter Woche.

 

Quelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mikroorganismus

http://hypersoil.uni-muenster.de/0/06/03.htm

Biologieordner

 

Bildquelle:

Startbild: Ronja96

https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ASpringschwanz_Collembola_P6241996Detail.jpg

http://www.boell.de/sites/default/files/bodenatlas2015.pdf

http://www.schulstoff.org/bio/biologie10.php

http://hypersoil.uni-muenster.de/0/06/04.htm

 

 

 

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Kommentare (1)
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06.09.2015
thinkgreen26 hat geschrieben:
Wieder sehr interessant! Danke für den Bericht! ^^
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