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Papier aus...Äpfeln?


von LydiSophia
02.05.2016
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Als ich zur Osterzeit in Südtirol (Bozen) war, habe ich es zum ersten Mal gesehen: das „Apfelpapier“


Ich war in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff, im „Garten der Liebenden“. Dort gab es kleine Zettel aus Apfelpapier, auf die man seine Wünsche schreiben konnte. Der Campingplatz, auf dem ich Urlaub machte, veröffentlicht eine Camping-Zeitung die auch nur auf Apfelpapier gedruckt wird, was mich dann insgesamt noch neugieriger auf dieses besondere Papier gemacht hat.


Also warum Papier aus Äpfeln? Und wie wird es überhaupt hergestellt?


In Italien wird sehr viel Wein angebaut, aber auch sehr viel Obst, u.a. um Saft zu pressen. Bei der Herstellung, in diesem Fall von Apfelsaft, bleibt einiges übrig, wie Schalen, Fruchtfleisch oder Kerne. Aufgrund eines möglichen Pilzbefalls, dürfen diese Rückstände weder auf dem Feld ausgebracht, noch verfüttert werden. Das heißt, dass alles weggeworfen werden würde. In den Saftfabriken der EU sind das bereits 500.000 Tonnen jährlich!


Durch die Wiederverwendung der Apfelreste entstehen weniger organische Industrieabfälle, als bei der Herstellung von Papier aus Holz. Des Weiteren wird zur Apfelpapierherstellung nur erneuerbare Energie verwendet, was einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von CO2-Emissionen darstellt. Nicht zu vergessen ist, dass der Regenwald und unsere heimischen Wälder dadurch bewahrt werden können.


Übrigens gibt es auch schon ein Buch, das nur aus Apfelpapier hergestellt wird. Es ist ein Kochbuch, heißt „a modern way to eat“ und ist am 12.10.15 erschienen.

                                                    

Ich habe bisher nur in einem einzigen Laden in Bozen kleine Notizbücher aus Apfelpapier gesehen, hoffe aber, dass es diese auch bald in Deutschland gibt und mehr Bücher, Hefte,.. aus Apfelpapier hergestellt werden. Die nötigen Materialien haben wir ja zur Genüge! 

 

Meine Textquellen:
http://www.bertelsmann.de/verantwortung/projekte/projekt/das-erste-buch-aus-apfelpapier.jsp
http://www.welt.de/welt_print/article1103432/Suedtiroler-Fruchtabfaelle-werden-zu-Oekopapier.html 
Bildquelle „a modern way to eat“:
http://www.transatlantik.de/wp-content/uploads/2015/10/978-3-442-39286-5-228x300.jpg

andere Bilder © LydiSophia

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Kommentare (7)
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07.05.2016
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Wow, das ist echt interessant und ein guter Weg aus diesen Apfelresten noch etwas sinnvolles herzustellen. Mich würde auch interessieren, ob das mit anderen Obstsorten auch klappen könnte.
04.05.2016
Cookie hat geschrieben:
Ich finde es immer total toll, wenn jemand Wege entdeckt, wie wir Ressourcen schonen können, indem wir das, was eigentlich weggeworfen wird, weiterverwerten. Und wenn das mit Äpfeln geht, dann doch sicher auch mit ähnlichem "Obst-Müll"...? Danke für den Bericht! Ich hoffe sehr, dass sich diese geniale Papierherstellungsmethode, mit der wir Müll verwerten und den Regenwald schonen können, weiter durchsetzt. :)
04.05.2016
Buchenblatt hat geschrieben:
Ich muss zugeben, als ich die Überschrift gelesen habe, war ich nicht so überzeugt. Für mich klang das ganze erst einmal nach Lebensmittelverschwendung.
Nach deinem Artikel finde ich die Idee jetzt aber richtig gut. Besonders bei der Saftherstellung kann man sich ja gut vorstellen, dass da einiges übrig bleibt.
Danke für die Aufklärung :)
03.05.2016
Verenajohanna hat geschrieben:
Das ist aber mal eine richtig gute Idee! Sonst ist es auch schade um die ganzen Apfelreste. Hoffentlich wird es wirklich bald weiter verbreitet.
03.05.2016
CaelumMeaRegula hat geschrieben:
Das ist mir auch ganz neu. Wirklich interessant woraus sich so alles Papier herstellen lässt. Und solange es tatsächlich ausschließlich aus Apfel-Abfällen produziert werden kann finde ich es eine tolle Alternative.
03.05.2016
Faolan hat geschrieben:
Toller Beiterag, hab ich übrigens auch nioch nie gehört aber wäre echt gut wenn es das Papier aus Holz ersätzen würde
03.05.2016
BlueLikeTheSky hat geschrieben:
Danke für den interessanten Artikel, ich hab vorher noch nie von Apfelpapier gehört! Es wäre echt schön, wenn es bald weiter verbreitet wird :)
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