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Opfer des Klimawandels 13: Der Eisbär


von Franzichen
13.08.2013
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Nummer 13, die Unglückszahl passt leider auch zum heutigen Tier, dem Eisbären, denn dieser wird ausgesprochen heftig vom Pech unseres Klimas verfolgt...

Kaum zu Glauben aber wahr: Der Eisbär (Ursus maritimus), auch Polarbär genannt, stammt vom Braunbären ab und ist heute immer noch eng mit ihm verwandt! Vor ca. 50.000 Jahren haben sich die Eisbären von den Braunbären abgespalten und ihren jetzigen Lebensraum erobert.

Ein ausgewachsener Eisbär hat eine ungefähre Länge von 2,5 Metern und eine Schulterhöhe von 1,6 Metern, was bedeutet, dass ein Eisbär ungefähr so hoch ist, wie ein jugendlicher Mensch! Allerdings wiegen Eisbären stolze 500 kg und vor der Winterruhe sogar 700 kg.

Um möglichst viel Wärme aufzunehmen, besitzt der Eisbär eine schwarze Haut, außerdem haben die Bären unter ihrem weißen Fell eine Fettschicht, damit sind sie gut isoliert und verlieren kaum Wärme.

Eisbären haben kein festes Revier und können an einem Tag auch durchaus 80 Kilometer zurücklegen. Das ist ungefähr so lang, wie die Strecke von Stuttgart nach Ulm!

Auch sind sie schnelle und ausdauernde Läufer, sie erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 40km/h und springen können sie ebenfalls bis zu fünf Meter weit, was bedeutet, dass sie locker Eisspalten überspringen können.

So ein Eisbär ist also ein wahres Multitalent!

Die Tragezeit liegt bei den Weibchen bei etwa acht Monaten. Die ersten zwei Lebensjahre verbringen Eisbären bei ihrer Mutter und lernen von ihr alles, was sie für das Überleben brauchen. Eisbären genießen also eine richtige Kinderstube.

Erst mit fünf bis sechs Jahren bringen Weichen ihre ersten Kinder zur Welt, zwischen den Würfen liegen meist 3-4 Jahre, in denen die Weibchen ihre Kinder groß ziehen, bevor sie wieder neue bekommen.

Insgesamt können Eisbären in der freien Wildbahn ca. 20 Jahre alt werden.

Eisbären sind Einzelgänger und suchen nur in der Paarungszeit andere Bären auf.

Wenn das Nahrungsangebot allerdings sehr hoch ist – was Heut zu Tage leider nicht mehr oft der Fall ist - können Eisbären auch in größeren Gruppen ohne Konflikte zusammen leben.

Der Eisbär ist der einzige fast ausschließlich Fleisch fressende Bär.

Seine Hauptnahrungsquellen sind Robben, Fische und Seevögel. Nur im arktischen Sommer fressen Eisbären vereinzelt pflanzliche Kost.

Natürlich können die Polarbären hervorragend schwimmen und minutenlang tauchen, was für die Jagd nach Robben und Fischen ungeheuer wichtig ist …

...trotzdem sind Eisbären bei der Jagd auf Robben auf Eisschollen angewiesen, die bei den steigenden Temperaturen immer weiter schmelzen.

In einigen Regionen sind die meisten Eisbären durch die Eisschmelze extrem ausgehungert, sodass sie sogar Artgenossen angreifen.

Es gibt laut Schätzungen nur noch 20.000 bis 25.000 Eisbären, die auf dem Nordpol leben, allerdings soll ihre Zahl in den nächsten 50 Jahren um zwei Drittel zurückgehen, wenn der Erderwärmung nicht schnell genug entgegengewirkt wird …

Die Tierschutzorganisation PETA ist jedoch der Ansicht, dass die Eisbären eine Warmzeit – wie sie derzeit droht – überstehen werden, weil es schon früher Warmzeiten gegeben hat, in denen der Eisbär nicht ausgestorben ist.

Allerdings sind diese Schlüsse etwas voreilig, da die Eisbären, wenn das Eis schmilzt, zunehmend auf das Festland übersiedeln, was dem Menschen die Jagt auf die Bären extrem erleichtertet. Ein weiteres Problem wäre, dass es in Zukunft womöglich immer öfter zu Kreuzungen zwischen Eisbären und Braunbären kommen würde, was eine Beeinträchtigung der Bestände bei beiden Arten zur Folge hätte.

Ohne Folgen bleibt der Klimawandel für den Eisbären also keinesfalls …

 

Dies war ein Beitrag aus der Reihe „Opfer des Klimawandels“ (http://www.wwf-jugend.de/community/artikel/neue-berichtreihe--opfer-des-klimawandels-;2838)

Text: FranziNatur (Franziska Metzner)

Bilder: Wikipedia Commons

Quelle: Wikipedia, PETA, Natur-Lexikon

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Kommentare (8)
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Sortieren nach Aktualität:
15.04.2014
Safira hat geschrieben:
Der Klimawandel ist die größte Plage auf Erden. Meine Mama hat beschlossen das wir unser Auto verkaufen und das haben wir auch gemacht. Seit über einem Jahr haben wir kein Auto mehr und sind stolz darauf, das wir etwas zur Umwelt beitragen können. Überlegt euch doch auch mal was ihr vielleicht auch weggeben könnt.
14.01.2014
safetheanimals hat geschrieben:
Eisbären essen? stellt euch Vor ihr esst etwas von dem ihr wisst das es Eisbär ist!
12.01.2014
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
14.08.2013
LSternus hat geschrieben:
Traurig - ein so tolles, großes und starkes Tier und doch so hilflos.
13.08.2013
JohannesB hat geschrieben:
Ich habe vor fünf Jahren an einem Freitag den 13. einen wildlebenden Eisbären aus nächster Nähe erleben dürfen. Das war ein wahnsinnig faszinierender und intensiver Augenblick.
Ich war unglaublich glücklich, dieses großartige Tier zu sehen, auf der anderen Seite hat es mich aber auch sehr traurig und nachdenklich gemacht, daran zu denken, dass wir Menschen dabei sind, diesem Tier die Lebensgrundlage zu nehmen.
13.08.2013
killerwal hat geschrieben:
echt toller bericht. ich hoffe sooo sehr das der Eisbär es schafft zu überleben. eisbären sind so schöne tiere und wie screaming.eagle sagt: "Das kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, ein Nordpol ohne Eisbären...."
13.08.2013
Carinaa hat geschrieben:
Toller Bericht mit traurigen Infos :/
13.08.2013
screamingeagle hat geschrieben:
Das wäre echt dramatisch, wenn dieses wunderbare Tier aussterben würde! Das kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, ein Nordpol ohne Eisbären...
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