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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Nicht egal ist nicht genug


von Helen1698
07.11.2015
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Regelmäßig hören wir in den Nachrichten von schmelzenden Polen, dem steigenden Meeresspiegel, aussterbenden Arten. Danach fühlen wir uns nicht besser, denn es ist uns nicht egal, was mit unserer Welt passiert. Wir machen uns Gedanken über den Klimawandel. Gleichzeitig sind wir froh, dass wir nicht unmittelbar betroffen sind.

Doch es reicht nicht, dass es uns nicht egal ist. Es geht nicht um die Welt in 50 Jahren, es geht um jetzt. Es sind nicht nur die Menschen, die durch den abstrakten Begriff „zukünftige Generationen“ beschrieben werden, die mit den Folgen zu kämpfen haben werden. Gerade in diesem Moment sind Millionen Menschen auf der Flucht, da die Auswirkungen der Klimakrise ihnen die Lebensgrundlage nehmen. Uns tun diese Menschen leid. Im südlichen Pazifik starb innerhalb der letzten 25 Jahre die Hälfte aller Korallenarten aus. Mit ihnen verschwinden die Fische und viele weitere Meeresbewohner. Jede Minute werden am Amazonas 40 Fußballfelder Regenwald abgeholzt, Unmengen CO2 freigesetzt und indigene Stämme vertrieben.

Wir empören uns im Gespräch mit anderen wenn große internationale Konzerne wieder Rodungserlaubnisse erhalten haben. Es fallen Sätze wie: „Das geht jetzt aber wirklich gar nicht.“ oder „Das kann man doch nicht verantworten“.

Wir sind uns einig: Es liegt uns etwas daran, wie es mit unserem Planeten weitergeht.

Doch gegenseitiges Zustimmen, Licht ausschalten und Fahrradfahren allein reicht bei der Größe des Problems nicht aus. Denn hier geht es um etwas Großes, eine Herausforderung, wie sie noch keine Generation vor uns gehabt hat. Es geht darum, uns zu retten. Die Erde braucht große Veränderungen, Menschen, die sich aus ihrer Komfortzone heraus bewegen und aus der Menge herausstechen. Das kann wirklich jeder, denn es herrscht ausnahmsweise mal kein Konkurrenzkampf. Es geht um eine Zusammenarbeit, die zwingend notwendig ist.

Denn wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, sind wir uns alle unserer Pflicht bewusst, die Klimakrise zu stoppen. Also lasst uns Zitate wie "If I don't speak up, I will be the guiltiest person alive." zu Herzen nehmen und unser Handeln nach ihnen ausrichten. Lasst uns Politikern die Meinung sagen, uns gegen die Macht des Industrie-Lobbyismus wehren, in unseren Köpfen Menschen endlich vor Geld stellen, Bäume pflanzen, unsere Stimme lautstark erheben für uns und die, die nicht gehört werden und den sogenannten Fortschritt Zerstörung nennen. Denn wenn wir diese Herausforderung nicht bewältigen, war alles andere umsonst.

Es kann uns wirklich nicht nur nicht egal sein.

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Kommentare (5)
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18.11.2015
Hummelelfe hat geschrieben:
Toll geschrieben!
09.11.2015
Luke24 hat geschrieben:
Ein sehr schöner Text.

Das von mir gesehene Problem liegt darin, dass Menschen eine gewisse Basis brauchen, um sich überhaupt mit Klimaschutz zu beschäftigen. Oder anders formuliert: Wo Krieg und Gewalt herrschen werden sich die Leute kaum Gedanken um das Weltklima machen.
Und Frieden und geordnete staatliche Strukturen findet man in vielen Teilen dieser Erde derzeit nicht. Man schaue nur in den Nahen Osten, nach Zentralasien und in Teile Afrikas.
08.11.2015
Buchenblatt hat geschrieben:
Du hast recht! Ich habe am Mittwoch eine Fotoshow des Greenpeace-Fotografen Markus Mauthe gesehen. Das ist mir dann noch einmal richtig klar geworden, dass wir jetzt etwas ändern müssen und nicht nur darüber reden!
08.11.2015
Bjarne2000 hat geschrieben:
Unglaublich gut formuliert!
07.11.2015
RichardParker hat geschrieben:
Wie recht du hast!! Wir müssen endlich etwas tun und nicht nur davon reden, dass wir etwas tun!! Ich finde es super, dass du dieses Thema hier anbringst. Eine SPD. Politikerin sagte: "Umwelt- bzw. Klimapolitik, ist aktive Flüchtlingspolitik."
Dafür wir sie bei der UN-Klimakonferenz in Paris einstehen. Und dazu kann ich nur sagen, Tatzen hoch, vielleicht ist das ja endlich ein Hallo-Wach-Ruf!
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