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Neue Atomreaktoren in den USA genehmigt!


von GreenpointX
16.02.2012
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104 Reaktoren in 65 verschiedenen Kernkraftwerken produzieren zurzeit ca. 20% des Stroms in den USA. Seit dem Unfall im Kernkaftwerk Three Mile Island 1979 wurde kein neuer Reaktor gebaut. Nun wurden zwei neue Reaktoren im Bundesstaat Georgia genehmigt, die 2016 ans Netz gehen sollen.

Der Schrecken, der durch das Unglück im Kernkraftwerk Three Mile Island in Harrisburg (Pennsylvania), bei dem Reaktor 2 durch eine Kernschmelze zerstört wurden, ausgelöst worden war, hielt 33 Jahre an; aber nun ist es wieder soweit: Die US-Regierung genehmigte vor kurzem den Bau zwei neuer Reaktoren, die das Kernkraftwerk Vogtle erweitern sollen.

President Barack Obama, der ein Befürwortet der Kernkraft ist, sieht die Kernkraft als ein wichtiger Teil seiner Energiepolitik. Auch die Katastrophe in Fukushima konnte die Pläne nur geringfügig bremsen. 2016 sollen die neuen Reaktoren ans Netz gehen und damit steht fest, dass die USA auch im 21 Jahrhundert weiter in Kernkraft investieren und darauf bauen. Kernkraft ist auch einer der wenigen Punkte indem sich Demokraten und Republikaner einig sind, daher gibt es auch einen kräftigen Zuschuss vom Staat.

60 Jahre, solange laufen die meisten Genehmigungen der US-Kernreaktoren: Daher ist auch Reaktor 1 des Kraftwerks Three Mile Island wieder in Betrieb (trotz einer Ablehnung durch eine Volksabstimmung) und wird wohl noch bis 2034 Strom produzieren.

Nach der Katastrope in Japan gerieten auch die Kernkraftwerke der USA is das Licht der Medien und es wurden Mengel im Bezug auf Erdbebesicherheit festgestellt. Einige betroffene Kernkraftwerke liegen nahe an großen Städten, wie z.B. das Kernkraftwerk Indian Point in der Nähe von New York.

Was denkt ihr wie wird sich die US Energieproduktion in Zukunft entwickeln?

Seit der Wirtschaftskrise 2008 sind grüne Themen in den USA auf dem Rückzug. Widerstand gegen neue Atomkraftwerke ist wenig ausgeprägt. Diese Indifferenz gibt es aber nicht nur gegenüber den ökologischen Folgen der Atomkraft. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist fast vergessen. Zudem drängen große Öl- und Gasfunde in den USA Öko-Energien in den Hintergrund.

 

Der Artikel ist zwar nicht zu lang geworden, aber viel mehr gibt es bis jetzt dazu noch nicht zu sagen...

Quellen | Frankfurter Rundschau Online, Focus, nuclearstreet.com (Bild)

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Kommentare (12)
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24.02.2012
gelöschter User hat geschrieben:
@LSternus
Ich glaube nicht, dass die Regierung sich weigert die Augen aufzumachen. Sie dreht sich einfach weg.

Nehmen wir doch mal als Beispiel George W. Bush (ich nehme absichtlich einen ehemaligen Präsidenten, um keine Diskussion über den aktuellen loszutreten :) ).
Er selbst war im Vorstand von Ölkonzernen und anderen Firmen - einige hat er gegen die Wand gefahren, andere konnten vor ihm gerettet werden - bevor er als Präsident kandidierte. Wer nimmt hier noch ernsthaft an, dass er eine Entscheidung zum Nachteil der Ölbranche auch noch ansatzweise in Erwägung ziehen würde.?

Wirtschaft und Politik sind in den USA sehr eng miteinander verkünpft. Viel zu eng für meinen Geschmack. Die Wirtschaft sowie Lobbys gestalten aktiv die Politik der USA mit, manchmal etwas versteckt durch Wahlkampffinanzierungen etc, aber die Politiker fressen der Wirtschaft trotzdem offensichtlich aus der Hand.

Sehr schade für ein Land, das die Möglichkeiten hätte vieles viel besser machen zu können.
18.02.2012
LSternus hat geschrieben:
Ich denke die US energiepolitik wird sich in näherer Zunkunft wenig bis gar nicht weiterentwickeln. Der aktuelle Lebensstiel der breiteren Masse der US Bevölkerung nimmt ralativ wenig rücksicht auf die Umwelt. Weiterhin weigert sich die Regierung die Augen auf zu machen.
18.02.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
18.02.2012
GreenpointX hat geschrieben:
Kohle ca. 50%, Erdgas ca.20%, Erneuerbare ca. 9% (vorallem Wasserkraft) & Gas ca. 1%
laut einer Quelle von 2008
17.02.2012
MJ1499 hat geschrieben:
Na wunderbar...woher kommen denn die anderen 80% der Energie der USA?
17.02.2012
Peet hat geschrieben:
@Wasserjunge: Habe gerade deinen Kommentar übersehen, stimme dir aber vollkommen zu! Genau das meinte ich!
17.02.2012
Peet hat geschrieben:
"Na das ist doch mal wirklich effektiv..........." Zitat von Urmeli

Effektiv schon, doch die Leute verbrauchen einfach noch mehr...Da ist das Problem. Leider sind die USA nicht in der Lage auf grüne Energie umzusteigen, auch wenn sie die besten Voraussetzungen dafür haben. Es geht einfach politisch nicht, weil es nicht gewollt ist. Unfassbar aber die Wahrheit.
17.02.2012
Wasserjunge hat geschrieben:
OHHHH MAN!

Also die USA sollte nun wirklich nicht auf Atomkraft setzen.
Dieses riesige Land hat echt bessere Alternativen wie z.B.
- Sonnenenergie
- Windkraft
- Wasserkraft
und diese sind wirklich fast ohne Ende verfügbar!
... ;)
17.02.2012
Rhino hat geschrieben:
Also erstmal: Wirklich guter Bericht! :)

Spätestens das sollte ienem beweisen, das Obama keine "grüne Politik" macht! Inwieweit man den Mann in anderer Hinsicht als fähigen Politiker, überlasse ich hier mal jedem selbst, aber in puncto Nachhaltigkeit ist seine politische Arbeit alles andere als zufriedenstellend...

Man kann nur hoffen, das sich da andere Länder kein Beispiel dran nehmen!

Schlimm, ist jetzt natürlich das die derzeitigen Spitzenkandidaten für die kommenden US-Wahlen beide keinen Fortschritt versprechen! Obama reißt zwar eindringliche Sprüche, macht aber extrem passive Politik und genehmigt jetzt auch noch AKWs, und sein Konkurrent? tja, Rick Santorum beweist schon im Wahlkampf, das er über alle Klische-Eigenschaften verfügt, die wir an Amerikanern hassen... miese Briese in den Staaten...
17.02.2012
RebekkaH hat geschrieben:
Ich habe letzens in der Schule einen Film über erneuerbare Energien gesehen ("Die 4. Revolution", vllt kennt den ja der ein oder andere). Da wurde auch über die USA berichtet. Dort gibt es anscheinend sehr viele alte, marode Windkrafträder, wenn man die alle mal erneuern würde, könnte man sich 5 Atomkraftwerke sparen!
Und die ganzen Glasfassaden von den Hochhäusern in LA etc. könnte man durch Solarmodule ersetzen, das würde auch schon mal eine Menge bringen.

In manchen Dingen sind wir Amerika schon voraus (: Hoffentlich bleibt Obama an der Regierung, denn der würde seine Meinung bei diesem Thema glaub ich am ehesten ändern, auch wenn es momentan nicht danach aussieht.
17.02.2012
gelöschter User hat geschrieben:
104 Reaktoren und 65 Kraftwerke produzieren lediglich 20 % des Stroms? Na das ist doch mal wirklich effektiv...........

Leider beweisen die USA dadurch mal wieder, dass sie ein sehr kurzsichtiges Land sind und ihnen die Folgen ihrer Entscheidungen relativ egal sind, solange sie nur weit genug in der Zukunft liegen um selbst nicht mehr betroffen zu sein.

Die USA sind ein in vielerlei Hinsicht gefährdetes Land (Hurrikans, Erdbeben usw, Terroranschläge, schlechtes Wartungs- und Sanierungswesen - siehe nur alleine das katastrophale Stromnetz) und setzen auf eine nicht beherrschbare Energiegewinnung. Vollkommen unverständlich in meinen Augen. Engeriesparen wäre wesentlich wirkungsvoller.
16.02.2012
Franzi hat geschrieben:
Oh man, da fällt einem doch nichts mehr zu ein... Vielen Dank für die Infos, ich wusste bis jetzt gar nicht dass Obama ein Befürworter von Atomenergie ist...
Ich kann nur sagen, dass ich es sehr traurig finde, dass nach all den schrecklichen Unfällen die sich in den letzten Jahren in Zusammenhang mit Atomkraftwerken ereignet haben trotzdem noch solche Entscheidungen gefällt werden. Es gibt so viele tolle neue innovative Ideen wie man Energie erzeugen kann ohne auf Atomkraftwerke oder Öl zurückgreifen zu müssen. Ich befürchte die Atomlobby ist auch in den USA für die nächsten Jahre noch zu stark um gegen ihre Entscheidungen im großen Maßstab etwas zu unternehmen. Aber wir sollten nicht aufgeben! :)
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