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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Lufthansa testet Biosprit


von Locke
08.12.2010
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Jedes Jahr fliegen unzählige Flugzeuge und verschmutzen die Umwelt.

Wie jeder weiß, gibt es Biosprit schon seit längerem für Autos. Jetzt will auch die Lufthansa umsteigen. Damit ist sie die erste Airline weltweit. Am 29. November erschien ein Artikel zum Thema Biosprit.

Für ein halbes Jahr (ab April 2011), will sie auf der Strecke von Hamburg bis Frankfurt eine Maschiene mit 50% Biotreibstoff füllen. Das heißt ein Triebwerk wird weiterhin mit Kerosin (üblicher Treibstoff) gefüllt und das andere mit Biospritt. So wird getestet, in wieweit sich der Versuch auf die Triebwerke auswirkt. Dabei wird vermutet, dass durch geringere Rußablagerung die Lebensdauer der Triebwerke erhöht wird.

 

Hintergründe:

1. Klimaschutzziele erreichen

2. neue Regelung ab 2012, bei der Flugkonzerne Verschmutzungsrechte kaufen müssen. (Millionen-Summe)

Ziele:

Weniger CO² verbrauch! Allein während des Projektes werden 1500 Tonnen CO² eingespart.

 

Nachteile:

-Herstellung des Biotreibstoffes ist sehr teuer. (3-4 mal teurer als Kerosin)

- kann in den kommenden zehn Jahren nur begrenzt eingesetzt werden, da die Herstellung noch nicht in größen Mengen besteht

- kosten des Projektest stehen bei 6,6 Mio Euro

__________________________________________________________________

Fragen:

Hat der Treibstoff Zukunft? Gibt es genug Menschen, die bereit wären einen höheren Preis für Flugtickets zu zahlen?

__________________________________________________________________

Ich hoffe wirklich der Versuch gelingt. Wir könnten eine Menge CO² sparen.

 

Weitere Infos unter:

http://www.dlr.de/DesktopDefault.aspx/tabid-1/86_read-27961

http://presse.lufthansa.com/meldungen/view/archive/2010/november/29/article/1828.html

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Kommentare (11)
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09.12.2010
Janine hat geschrieben:
Der Haken ist der, dass die Technologie noch nicht ausgereift ist ;o)
09.12.2010
midori hat geschrieben:
Nun gut. Und wo ist der Haken? :D
09.12.2010
Janine hat geschrieben:
Algen werden in Tanks, oder auch in Becken gezüchtet. Weil die Flächen dabei sehr klein sein können, stehen sie niemandem im Wege.
Algen können unter allen möglichen Umständen und Umwelteinflüssen wachsen. Sie sind nicht zwangsläufig temperaturabhängig, haben eine hohe Wachstumsrate und sie geben sich auch mit Schmutz- oder Meerwasser zufrieden.
Natürlich kommen die Algen anfangs aus der Natur. Dabei können sowohl limnische also "süße" Gewässer als Quelle dienen, oder auch das Meer.
09.12.2010
midori hat geschrieben:
@Janine: Und wie funktioniert das? Wird das irgendwo speziell angebaut oder wirds aus dem Meer gewonnen?
09.12.2010
Janine hat geschrieben:
@ Gakje: Was ich dazu sagen kann ist Folgendes:

Was brauchen wir? Treibstoff
Was haben wir? Kohle, Öl, Gas, Wind, Sonne, Mikroorganismen
Was wollen wir? Nachhaltig produzierte, sichere, haltbare Energiestoffe

Sind denn Raps, Soja, Biodiesel und Sonnenblume wirklich nachhaltig? Wohl eher nicht. Die Probleme liegen in der diskontinuierlichen Produktion, dem hohen Wasser- und Flächenverbrauch, der Konkurrenz zu Nahrungsmitteln usw.

Eine nachhaltige Produktion mit Mikroalgen hingegen ist möglich und viel besser.
Im Vergleich zu anderen Rohstoffen ist durch Mikroalgen eine Biodieselproduktion im vielfachen Bereich möglich.
Zum Beispiel geben Palmölfelder ca. 5.950 l/ha an Öl her. Bei Korn ist der Ertrag noch viel geringer. Hier kommt man auf lediglich 172 l/ha.
Die Mikroalge hingegen produziert Mengen von 136.900 l/ha.

Wenn man das alles umrechnet, ergibt sich für das Korn eine ca. 1.540 ha große Fläche, im Vergleich zu 2 (!) ha, die man braucht, um aus Algen die gleiche Menge an Biodiesel zu gewinnen. Palmöl kommt dabei auf eine Größe von 45 ha.

Auch der Wasserverbrauch ist geringer, weil Algen eher anspruchslos sind und das Wasser nicht andauernd ausgewechselt werden muss.

Die Algen werden uns eines Tages noch den Hintern retten ;o)  
08.12.2010
Locke hat geschrieben:
Das ist ja immer so. Uns wird gesagt, dass alles gut ist und hinter unserem Rücken liegt die Welt in Trümmern.

Ich bin sowieso gegen das Fliegen. In einigen Fällen mag es gut sein, aber normale Menschen sollten darauf verzichten.
08.12.2010
Locke hat geschrieben:
Nun ganz stimmt das nicht. Der Regenwald soll angeblich keinen Schaden nehmen.

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/0,2828,731828,00.html

Um den Sprit herzustellen werden Jatropha-Bohnen verwendet.
08.12.2010
Stoffie hat geschrieben:
danke für deinen beitrag locke :)
ich wusste gar nicht das lufthansa so etwas vorhaben! und danke für den kurzen überblick über die vour- und nachteile!
08.12.2010
Marcel hat geschrieben:
Einen sehr guten Bericht, der die Probleme rund um den Biosprit zusammenfasst, hat Carina hier veröffentlicht: http://www.wwf-jugend.de/entdecken/klima/artikel/bioethanol---das-benzin-der-zukunft;1619 So selten wie möglich fliegen ist wohl noch immer die beste Lösung. Einige Unternehmen perfektionieren übrigens die Technik der Videokonferenzen, um geschäftliche Flüge vermeidbarer zu machen - wieder eine ganz andere von vielen möglichen Lösungen...
08.12.2010
Peet hat geschrieben:
Alleine schon das Wort Biosprit ist eine Frechheit. Unzählige Regenwälder werden dafür gerodet. Und einfach das Wort Bio in dieser Hinsicht zu benutzen ist mir zu einfach. Wenn das Flugticket nun mal für einige Euro angeboten wird, ist es kein Wunder das immer mehr Leute fliegen! Also, einfach weniger fliegen und somit die Umwelt schützen.
08.12.2010
midori hat geschrieben:
Zu aller erst... findet der Versuch mit Passagieren statt? :D Und zweitens.. ich finde die Idee prinzipiell gut. Aber wie viele Regenwälder werden dafür wieder gerodet, um dann Biotreibstoff zu produzieren? Es hat alles seine Schattenseiten. Dann wird zwar weniger CO2 in die Luft gepustet, aber wir haben keine Wälder mehr. Und die globale Ernährung wird darunter auch leiden. Wenn dann die Reichen fliegen wollen, müssen die Armen hungern... :/
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