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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
KlimaTag in Köln am 18.5.


von JuliusS
22.05.2014
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 Am letzten Sonntag, dem 18. Mai, waren vier von uns (Mara (Mangooo), Maxim (Rhino), Simon und ich) im Kölner Zoo, um dort dem KlimaTag beizuwohen. Die Idee des Tages war es, an den Gehegen der Tiere und an verschiedenen Ständen über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Tierwelt, und Möglichkeiten zur Verminderung des CO2 Ausstoßes zu berichten. Bei strahlendem Sonnenschein trafen Mara und ich uns um zwölf Uhr vor dem Zooeingang. Maxim kam mit Simon erst später dazu. Das war allerdings kein Problem, denn so sind wir beide erst einmal eine einfache Runde durch den Zoo gelaufen, ohne groß auf die Infostände zu achten, die verschiedene Umweltschutzinitiativen dort aufgestellt hatten. Das war für uns beide sehr schön,  da wir lange nicht mehr im Zoo waren, und es dann doch Spaß macht, zu sehen wie es den Tieren so geht. Nach dieser kleinen Runde stießen wir dann am Eingang auf die anderen beiden. Zu viert gingen wir nun erneut durch den Zoo und schauten uns nun auch die Infostände etwas genauer an.  Auffallend war, dass viele der Angebote auf ein junges Publikum ausgerichtet waren. So konnte man am ersten Stand ein Autorennen mit kleinen solarbetriebenen Fahrzeugen veranstalten. Die Autos mussten eine leicht geneigte Rampe mit Hindernissen (Sand/Schotter etc.) hinunter rollen und wurden dabei von einem kleinen Motor angetrieben. Dieser wurde über Solarzellen mit Strom versorgt - insgesamt also ein netter Zeitvertreib. Und direkt hinter dem nächsten Stand: Die Erdmännchen! Putzig wie eh und je und in absoluter Modelform, haben die kleinen Mangusten immer schön in die Kameras geguckt :) An einem weiteren Stand, konnten Kinder (und Erwachsene) zwei Mindmaps ausfüllen, indem sie ihre Ideen auf kleine Zettel schreiben und diese dort anhängen sollten. Die eine Mindmap sammelte Informationen und Assoziationen über das große Thema Klima und die andere über das Thema Klimaschutz. Besonders interessant war dabei die Anregung eines Kindes, das geschrieben hatte, man solle weniger rauchen. Ein Vorsatz der, unabhängig von seinem tatsächlichen Bezug zur Klimathematik, von uns allen begrüßt wurde. Positiv fiel zudem auf, dass viele geschrieben haben, man solle das Auto stehen lassen und lieber mal mit dem Rad fahren oder zu Fuß gehen. Und wenn man dann doch mal Auto fahren muss, dann soll es doch bitte auch umweltfreundlichere Autos geben. Dem Thema Solar- bzw. Elektroautos widmeten sich insgesamt zwei verschiedenen Stände und informierten die Besucher entweder im persönlichen Gespräch oder mit Flyern und weiteren Infomaterialien. Inzwischen war es 14:45 (wie die Zeit immer so davon rast) und wir machten eine Mittagspause im Cafe am großen Elefantengehege. Frisch gestärkt ging es weiter, um schnell noch ein Autogramm von Gentleman zu ergattern, der wie diverse weitere Prominente als Unterstützer der Kampagne „Köln spart C0² im Zoo anzutreffen war. An einem weiteren Stand für die kleinen Besucher wurde derweil ein interessantes Spiel angeboten: Eine leicht manipulierte Carrerabahn war aufgebaut und es gab zwei Kandidaten, die gegeneinander antreten mussten - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Der Unterschied zu einer normalen Bahn war nämlich, dass die einzelnen Rennstrecken und Autos keinen Strom hatten - dieser musste von den beiden Kontrahenten selbst erzeugt werden, und zwar indem sie auf einem Fahrrädern kräftig in die Pedale treten mussten. Auf einem Bildschirm konnte man zwei Balken sehen, für jede Bahn einen, und erst wenn der Balken im roten Bereich war, konnte der Rennwagen fahren. Dies war für das ein oder andere Kind natürlich auf Dauer ganz schön anstrengend, aber es machte richtig viel Spaß. Nach ein paar weiteren Gehegen und mehreren Tierhäusern ging es dann in das große Menschenaffenhaus. Die meisten Affen machten dort das, was die jeweilige Art eben so am liebsten macht (bei den Gorillas war es z. B. das Fressen). Am Orang-Utan-Gehege informierte die Borneo Orangutan Survival Foundation (BOS) über ihre Arbeit auf Borneo, über Auffangstationen für entführte und illegal verkaufte Orang-Utans, die z. T. erfolgreich wieder ausgewildert wurden und andere Projekte. Durch ihren Einsatz für den Erhalt der Regenwälder in Borneo, leistet die Organisation zudem nicht nur Arten- sondern auch Klimaschutz. Während wir weiter durch den Zoo streiften und an dem ein oder anderen Gehege auch die Infotafeln genauer betrachteten, stellten wir traurigerweise fest, wie viele, der im Zoo gehaltenen Arten, doch stark gefährdet sind  (z.B. nur 3000-4500 Sibirische Tiger und nur noch ca 100 Gelbbrust-Kapuzieneraffen). Wir waren inzwischen dreieinhalb Stunden unterwegs, die meiste Zeit in der prallen Sonne, ab und zu bot allerdings das ein oder andere Tierhaus etwas Abkühlung, aber nicht jedes, das Regenwaldhaus z. B. bot wohl eher das Gegenteil. Trotzdem lohnte sich der Aufenthalt, schließlich leben dort zahlreiche interessante Tierarten (von kuriosen Baumkängurus und Borkenratten bis zu den farbenfrohen Helmhornvögeln) und sehr nachdenklich aussehende Gibbons, und nach Verlassen des tropisch warmen Gebäudes, fühlte sich die Hitze draußen sogleich angenehm kühl an. Alles in allem hatten wir einen sehr erlebnisreichen Zoobesuch an einem interessant, amüsant und informativ gestalteten Klima-Aktionstag

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Kommentare (6)
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Sortieren nach Aktualität:
24.05.2014
Zweitagsfliege hat geschrieben:
Vielen Dank für den Bericht. Hört sich wirklich nach einem schönen Tag an. :)
24.05.2014
somebodywholovesourearth hat geschrieben:
Da stimme ich Maxim vollkommen zu. :)
23.05.2014
Rhino hat geschrieben:
Danke für den ausführlichen Bericht :)

War echt ne tolle Aktion!
23.05.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht! Hört sich nach einem schönen Tag an!
23.05.2014
4lexSchneegans hat geschrieben:
Vielen dank für den tollen Bericht. Es hört sich sehr schön an :)
23.05.2014
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Das hört sich echt nach einem tollen Tag an!
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