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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Klimaexperte gibt Kohle keine Chance


von KatevomDorf
31.08.2011
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So lautet die Überschrift eines kleinen Artikels in der regionalen Zeitung, die vor mir am Frühstückstisch liegt, und erweck meine Aufmerksamkeit. Lange braue ich nicht ihn zu lesen, denn er ist keine 2 Spalten lang und nimmt vielleicht 1/8 der Seite in Beschlag.

"Schellnhuber fordert angemessenen Ausstieg" heißt es weiter....


Der Potsdamer Forscher und Leiter des PIK (Potsdamer-Institut für Klimaforschung) ruft somit zum Ausstieg aus der Braunkohleverstromung auf. Gleichzeitig mahnte er, der auch als politischer Berater in Sachen Klimafragen fungiert, mehr Innovationen bei Energietechnologien an. Seiner Meinung nach könne es nicht das Ziel sein CO2-Speicher zu errichten. Viel mehr müsste alle Bemühungen dahingehen, dass man "das Klimagift Kohlendioxid", wie es im Artikel heißt, verwertet und so als Energie nutzbar macht.

       

Erprobung der unterirdischen Lagerstätten (Foto: picture alliance / dpa)

Es müsse als ein Schritt von CCS (Carbon Capture Storage) hin zur "CCX"-Methoden gemacht werden. Nach Schellnhuber soll Kohlenstoffdioxid künftig als "Gebrauchsgegenstand im Alltag"-als Arbeitsmittel- verstanden werden, den es zu nutzen gilt. Und nicht ihn einfach in die Erde zu pumpen und ihn unsichtbar, aber nicht unschädlich zu machen.
Dabei seien klimafreundliche Lösungen durchaus realistisch, wenn man "aggressiv forschen" würde. Denn Braunkohle ist ohne CCX ein nicht zukunftsfähiges Modell. Wenn Brandenburg auf Kohlendioxidspeicher verzichtet und gleichzeitig keine anderen Alternativen zur Erfüllung der Klimaziele ergreift, so sei nach dem Klimaforscher ein "angemessener Ausstieg aus der Braunkohle" erforderlich.

 

Dazu betont Matthias Platzeck (Ministerpräsident), dass nach aktueller Lage des CCS-Gesetzes solche Speicher in Brandenburg nicht in Frage kämen. Und das obwohl das Gesetz im Juli vom Bundestag beschlossen wurde. Der Bundesrat hingegen entscheidet erst am 23. September darüber.


Das Gesetz beinhaltet jedoch eine Ausstiegsklausel für die Bundesländer, die CO2-Speicher auf ihrem Gebiet ablehnen. Dies wiederum widerspricht jedoch, nach Auffassung der Landesregierung, die bundesweite Verantwortung zur Lösung des COs-Problems.


Leider habe ich es noch nicht geschafft mir das ganze Gesetz zugemühte zu führen. Für alle, die dies vorhaben hier ein Link dazu: www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/gesetzentwurf_ccs.pdf. des weiteren habe ich auch noch ein interessantes Interview mit Herrn Schellnhuber aufgestöbert, was auf Zeit online veröffentlicht wurde (www.zeit.de/2009/14/DOS-Schellnhuber)

 

Wie steht ihr denn zur CO2-Lagerung? gibt es alternativen Nutzungsmethoden für CO2 oder bleibt einem doch nur die Entlagerung unter der Erde, frei nach dem Motto "aus den Augen, aus dem Sinn? Also, dass man eher auf erneuerbare Technologien setzt ist mir klar, nur das ist eben für einen ganze föderativen Staat schwer von jetzt auf gleich unzusetzten...

 

(Bild)quellen:

MOZ. Mittwoch 31.August 2011 (22. Jahrgang Nr 203)

http://www.n-tv.de/wissen/Wird-Brandenburg-ein-CO2-Klo-article3269386.html

http://www.n-tv.de/img/32/3269266/Img_4_3_450_CO2.jpg

http://www.faz.net/m/%7B56FABA91-270D-41DD-BC52-CF19710C6CC4%7Dg225_4.jpg

http://www.uni-kiel.de/aktuell/pm/2009/2009-092-ccs.shtml

http://www.kraftwerkforschung.info/typo3temp/pics/CSS-Schau_7021c3c06c.jpg

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Kommentare (2)
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22.09.2011
seastar hat geschrieben:
Hey, wusstet ihr das es am 24.9.11 eine Aktion namens Moving Planet gibt? Darin geht es darum, kleine Aktionen gegen den Klimawandel zu starten.
Wenn es euch interessiert, hier zwei Seiten dazu:
http://www.klima-bewegen.de/
http://www.moving-planet.org/
Wie wäre es, wenn wir eine Windrädchen-Aktion starten: Wir basteln alle ein kleines buntes Windrädchen, und stellen es an unser Gartentor, als Zeichen, dass wir für erneuerbare Energien sind! So was geht natürlich auch an einem Baum in der Stadt. Nachbaren Weitersagen!
03.09.2011
gelöschter User hat geschrieben:
ich auch...
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