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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Klimaerwärmung und die Auswirkungen auf die Weltbevölkerung


von GreenpointX
24.12.2012
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Erst vor kurzen wurde bekannt, dass das Eis der Westantarktis offenbar schneller schmilzt wie zuvor angenommen: Von 1958 bis 2010 um 2,8°C und damit dreimal so stark wie im weltweiten Durchschnitt. Das klingt zwar weit weg, aber der Anstieg des Wasserspiegels der Meere hat Auswirkungen auf der ganze Welt.


Ausgangspunkt sind jeweils die Eisbedeckten Gebiete der Erde, also die Antarktis und die Arktis (mit Grönland), in denen es zu überdurchschnittlichen Temperaturanstiegen kommt und somit zu einem immer stärkeren Schmelzen des Eises. Schuld sind unteranderem die dort durch FCKW'S besonders geschwächte Ozonschicht und die steigende Temperatur des Meeres. Allein durch den völligen Kollaps des Antarktischen Eisschildes würde der Meeresspiegel um vier bis fünf Meter ansteigen und somit viele Küstenstädte und Inseln einfach auslöschen. Außerdem geht der Lebensraum viele Tiere dadurch verloren.


Die Klimaerwärmung und die Folgen werden auf der Erde fatale Folgen haben:

- Durch das Auftauen der Permafrostböden in Sibirien und Nordamerika könnten riesige Mengen Methan freigesetzt, die den Klimawandel noch mehr beschleunigen würden.

- Durch die Verschiebung der Klimazonen würden z.B. die nordamerikanischen Nadelwälder vielen neuen Feinden (Insekten, Feuer, Stürme) ausgesetzt sein und bei einem Absterben geht der Lebensraum viele Tiere verloren und es kommt wieder zur Freisetzung von Treibhausgasen.

- Die Niederschläge in der Sahara könnten sich drastisch erhöhen, und die Wüste wieder "begrünen". Das klingt zwar auf den ersten Blick nicht schlimm, aber dann würde die Staubstürme versiegen, die bisher den Amazonasregenwald mit Nährstoffen versorgt haben.

- Auch im Tibet-Hochland findet eine Kettenreaktion statt: Beim Abtauen der Schneebedeckung wird dunkles Gestein frei, dass wiederum die Erderwärmung beschleunigt.

- Durch die Temperaturänderung der Meere könnte es auch zu Veränderungen von Meeresströmungen kommen, da der für eine Strömung nötige Temperaturunterschied zwischen Ausgangs- und Zielgebiet nicht mehr gegeben wäre. Das wäre vor allem bei dem für Europa so wichtigen Golfstrom sehr problematisch.

- Auf der ganze Welt kommt es zu immer mehr Wetterextremen wie Stürmen, Hitzewellen und Überschwemmungen. Außerdem gehen dadurch auch die Erträge der Landwirtschaft zurück und es könnte in manchen Regionen zu noch größerem Nahrungsmangel kommen. Die Erwärmung und damit auch Ausbreitung von Schädlingen wird auch unsere Gesundheit bedrohen.

- Der Ansteig des Meeresspiegels würde viele Inseln (z.B. Malediven oder auch kleine Inseln in der Nordsee) und flache Küstenregionen (z.B. Niederlande) gefährden bzw. verschwinden lassen. Es droht Flächenverlust und es kommt zu "Klimaflüchtlingen"

- Auch Wettersysteme wie der Monsun oder El Nino werden sich verschieben, unregelmäßiger werden und mehr Wetterextreme bringen. So könnte sich Indien nicht mehr auf die so wichtige Regenzeit verlassen, sondern die Auswirkungen des Monsun würden jedes Jahr mal stärker mal schwächer auftreten.

 

Womit wir in Deutschland rechnen müssen:

Auch hier bei uns könnte sich durch die Klimaerwärmung einiges Ändern:

"Im Jahr 2100 könnte die Temperaturerhöhung - je nach künftiger Treibhausgaskonzentration - zwischen 1,8 und 2,3 Grad Celsius liegen; im schlimmsten Fall auch bei 3,5 Grad an der Küste und 5 Grad in den Alpen. Dabei werden die Winter im Süden überdurchschnittlich wärmer. Die Sommerniederschläge gehen vor allem im Nordosten und Südwesten zurück, die Winter werden vor allem in Süd- und Südwestdeutschland feuchter - bei steigenden Temperaturen fällt aber relativ mehr Regen als Schnee. Dadurch nimmt im Winter und Frühjahr die Hochwassergefahr zu; durch die Sommertrockenheit sind in Ost- und Südwestdeutschland die landwirtschaftlichen Erträge gefährdet, die Waldbrandgefahr wird sich erhöhen und das sommerliche Wasserangebot geht zurück - in Trockenjahren bis auf die Hälfte. Höhere Sommertemperaturen und mildere Winter machen Schadinsekten und Pilzen das Leben leichter. Dazu können sich krankheitsübertragende Zecken weiter nach Norden ausbreiten. Häufiger werden auch Gewitter und die mit ihnen verbundenen Schäden - Blitzschlag, Hagel und Wolkenbrüche.
Die Alpengletscher könnten bis zum Jahr 2040 vier Fünftel ihrer Masse verlieren. Weitere Schäden würden von extremen Wetterlagen ausgehen, wie Hitzewellen, Starkregen und Stürmen. Die Wahrscheinlichkeit von Extremereignissen wie den Hitzesommer 2003 ist seit 1960/1970 um mehr als das 20fache gestiegen. In der Folge von Hitzewellen werden Waldbrände häufiger. Der Meeresspiegel wird an deutschen Küsten stärker ansteigen als im weltweiten Durchschnitt. Die gefährdet die Küsten, zumal an der Nordsee auch Sturmfluten höher auflaufen werden."
Von Ökosystem Erde - Die Folgen des Klimawandels [www.oekosystem-erde.de/html/klimawandel-03.html, gekürzt]

 

FCKW's = Fluorchlorkohlenwasserstoffe
Quellen: Spiegel Online, Ökosystem Erde, www.whataretheywaitingfor.com (Titelbild)

Allen WWFlern noch Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Text von planet3arth (Dennis)
 

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Kommentare (4)
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27.12.2012
VivixD hat geschrieben:
Mir bleiben da echt die Worte weg! Und so viele ignorieren dieses Thema! :((( Menschen können echt furchtbar sein...
War ein schön geschriebener bericht.
LG
24.12.2012
Juliaaa hat geschrieben:
guter Bericht :-)...Das Thema bleibt wohl die nächsten Jahre aktuell...
24.12.2012
LSternus hat geschrieben:
Unter Weihnachtlichen Grüßen stell ich mir was anderes vor ;)
Leider schützt Weihnachten nicht vor der Klimaveränderung.
Danke für den informativen Artikel.
24.12.2012
FabianN hat geschrieben:
Sehr interessantes und höchst bedrohliches Thema, das leider permanent aktuell ist...
Danke für diesen aufklärenden Bericht ;)
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