Bleib aktuell!


Was gibt's


Neues?


Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Kampagne gegen Klimaforscher


von midori
30.03.2010
3
0
100 P

Ich habe grad etwas wirklich unglaubliches gelesen, woran ich Euch gern teilhaben lassen möchte. Ich weiß, der Artikel ist lang, aber er ist auch einfach unsagbar dreist und beweist ein weiteres Mal, dass Geld die Welt regiert. Viel Spaß beim Lesen:

 

Attacken gegen Klimaforscher sind nicht neu, doch die neueste Kampagne ist koordiniert. Firmen wie ExxonMobil geben Millionen Dollar dafür aus, um die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft systematisch zu vernichten.
 

25 von 100 Briten glauben, dass es keinen Klimawandel gibt - auch ein Resultat der erfolgreichen Arbeit von Firmen wie ExxonMobil und Koch Industries.

Zuletzt machten sie in Arkansas mobil, die Klimaskeptiker mit ihren schwarz gekleideten "Carbon Cops". Vergangene Woche fuhren sie nach Searcy, Pocahontas, Paragould, Magnolia oder Texarkana, alles Städtchen in dem konservativen US-Bundesstaat, wo sie auf Marktplätzen vor allem gegen die Environmental Protection Agency (EPA) Stimmung machten.

Die US-Umweltbehörde hatte im Dezember Treibhausgase als gefährlich für Mensch und Umwelt eingestuft - ein entscheidender Schritt, damit die Regierung Grenzwerte für Kohlendioxid einführen und die Erderwärmung bremsen kann.

Die Carbon Cops treten als unabhängige Kämpfer gegen Klimagesetze auf - tatsächlich aber finanziert sich ihre Organisation "Americans for Prosperity" durch Spenden von Koch Industries. Der wenig bekannte, aber mächtige Mischkonzern gehört den schwerreichen Brüder David und Charles Koch, die laut Forbes zu den zehn vermögendsten US-Bürgern zählen.

Koch Industries ist weltweit an Pipelines und Raffinerien, an der Düngemittel- und Faserindustrie, an Asphalt- und Nahrungsmittelfirmen beteiligt - und steckt einen Teil seiner Gewinne in den Kampf gegen Klimagesetze. Fast 50 Millionen Dollar hat Koch Industries zwischen 1997 und 2008 an "Americans for Prosperity" und weitere Organisationen gespendet, die den Klimawandel leugnen. Das geht aus einem am Dienstag in den USA veröffentlichten Bericht der Umweltorganisation Greenpeace hervor.

Damit hat Koch Industries sogar den Ölgiganten ExxonMobil überholt, der bisher mächtigster Unterstützer derjenigen war, die einen steigenden Meeresspiegel und zunehmende Dürren für Hokuspokus halten. Im selben Zeitraum gab ExxonMobil 25 Millionen Dollar dafür aus, Politiker davon zu überzeugen, dass der Klimawandel entweder nicht existiert oder es der Wirtschaft schadet, ihn zu bremsen.

Ein "Netzwerk der Verleugnung" versuche, die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft systematisch zu vernichten, warnt Greenpeace nun - und vergleicht die Kampagne mit jener der Tabakindustrie, die jahrzehntelang versucht hat, die schädlichen Folgen des Rauchens zu verharmlosen.

Die seit ein paar Monaten mit Wucht geführte Kampagne kommt für die Klimaforscher zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn ihr Ruf ist angeschlagen, seitdem publik wurde, dass der Bericht des Weltklimarats einige unglaubwürdige Studien zitiert, zum Beispiel jene, wonach die Himalaya-Gletscher bereits im Jahr 2035 abgeschmolzen sein werden.

Zu schaffen macht ihnen auch der Vorwurf, Forscher der britischen Universität von East Anglia hätten Daten manipuliert - ein Vorwurf, der passenderweise kurz vor der Klimakonferenz von Kopenhagen publik wurde. Seitdem sehen sie sich weltweit unter Druck. Die Mail-Affäre nutzen Konzerne in den USA bereits, um gegen die geplanten Gesetze der EPA zu klagen.

 

Quelle:

Jiménez, Camilo, Rubner, Jeanne, Kampagne gegen Klimaforscher, < http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/wissen/275/507434/text/ > am 30.03.2010
 

Weiterempfehlen

Kommentare (3)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
02.04.2010
Bienenkoenigin hat geschrieben:
das ist der hammer!!! wie können Menschen nur soo doof sein!! Immer nur Geld, Geld, Geld..

Erst wenn der letzte Baum gefällt, erst wenn der letzte Fluss vergiftet, erst wenn der letzte Fisch gefangen ist, werden wir erkennen, dass man Geld nicht essen kann.
31.03.2010
midori hat geschrieben:
Das wäre natürlich der Idealfall. Aber ich schätze er wird nie umgesetzt. Die Menschheit ist einfach zu geldgierig. Und das finde ich besonders erschreckend. Millionen von Leben auf's Spiel setzen, nur um Kohle zu kassieren. Ein Armutszeugnis für die Menschheit..
30.03.2010
KatevomDorf hat geschrieben:
ich bin der meinung, dass man alles nicht zu einseitig betrachten sollte. einerseits ist es eine verdammt hohe summe an geld die da fließt, nur um zu sagen "es gibt den klimawandel nicht". und zum anderen frage ich dich: wer finanziert denn die wissenschaften, die FÜR den klimawandel sind.
und ich benutze bewusst den angriff den klimawandelst anstelle des beliebten begriffs der "klimakatastrophe", denn nciht alles was medial verbreitet wird entspricht auch den tatsachen, wobei es schwer fällt zu entscheiden, was die tatsachen sind, da man keine gesicherten erkenntnisse darüber hat.
es its jedoch wichtig festzuhalten DAS sich etwas ändert und wir versuchen uns anzupassen und das meine ich keineswegs passiv frei nach dem motto "lassen wir es doch mal auf uns zukommen", sondern viel eher die bestehenden probleme anzupacken. und a) nützt es nichts utopien anzustreben, man sollte doch bei aller überzeugung realistisch bleiben. b) genau ufgrund der überzeugungen kompromisse anzustreben, denn jeder meint doch von sich er habe die wahrheit gepachtet. also bleibt auch jeder auf seiner meinung beharren. und hoffendlich gehen beide auf einander zu. um der natur willen...
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Könnte dir auch gefallen
Klimaschutz spannend vermitteln! Multiplikator*innenausbildung: Werde Klimagent*in
Klimaschutz spannend vermit...
Klima, Klimawandel und dessen Folgen. Dinge von denen viele Bescheid wissen. Doch nur die weni... weiter lesen
Sensation: Weltgrößtes Meeresschutzgebiet vor der Antarktis ausgerufen
Sensation: Weltgrößtes Me...
Es ist eine wirklich bahnbrechende Entscheidung, die im australischen Hobart getroffen wurde! ... weiter lesen
#ClimateDiploDay – dein Beitrag zur Klimadiplomatie
#ClimateDiploDay – dein B...
Die Einigung auf einen neuen weltweiten Klimavertrag in Paris im Dezember 2015 war ein historis... weiter lesen
Wie die Energiewende gelingen kann - solarthermische Kraftwerke
Wie die Energiewende geling...
Etwa 40% der Treibhausgasemissionen in Deutschland entstehen im Sektor Energie. Um den Klimawa... weiter lesen
Nach der Feier beginnt die Arbeit
Nach der Feier beginnt die ...
Paris - viele von uns denken bei diesem Wort nicht mehr nur an den Eiffelturm und Notre Dame, s... weiter lesen
Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil