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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Grüne Energiewende?


von GreenpointX
17.03.2013
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Im Jahr 2012 verbrauchten wir in Deutschland ca. 594 TW/h, also 594.000.000.000 KW/h Strom. Das ergibt einen täglichen Verbrauch von ca. 1.600.000.000 KW/h, davon fällt ca. die Hälfte auf die Industrie und ein Viertel auf die Haushalte. Der Verbrauch "pro Person" liegt bei ca. 20 KW/h am Tag. Bis in den vergangenen Jahren wurde unser Strom fast ausschließlich durch fossile Brennstoffe erzeugt, vor allem Braun-/Steinkohle, Atomkraft und Gas, doch mit dem nahenden Ende dieser Rohstoffe bzw. gefährlichen Sicherheitslücken, wurde eine Energiewende immer dringender. Erst nach direkten Auswirkungen wurde der Regierung endgültig klar, dass etwas schnell verändert werden muss, aber wie wirken sich die Veränderungen wirklich aus? Befinden wir uns in einer grünen Energiewende, so wie wir es wollen?

~

Das Ende der Atomkraft

2011 waren in Deutschland noch 17 Reaktoren in Betrieb. Nach der Katastrophe in Fukushima wurden 8 (v.a. die älteren) endgültig stillgelegt, so dass heute noch 9 Reaktoren in 8 Kernkraftwerken in Betrieb sind, die voraussichtlich zwischen 2015 und 2022 endgültig abgeschälten werden sollen. Alle waren im Besitz der vier deutschen Energieriesen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall. Nach der Abschaltung wird es aber noch viele Jahre dauern, bis alle verschwunden sind. So sind z.B. in Deutschland insgesamt noch 20 weitere Kernreaktoren und über 40 Forschungsreaktoren irgendwann einmal in Betrieb gewesen, die sich mittlerweile in "sicherem Einschluss" oder im Rückbau befinden (bzw. schon rückgebaut sind). Was viele nicht wissen: nochmal 6 weitere Reaktoren wurden angefangen zu bauen, bzw. sogar fertiggestellt, gingen aber nie in Betrieb. Die Kernkraft hat also deutliche Spuren in unserem Land hinterlassen, die nicht von einem auf den anderen Tag verschwinden werden. In Zukunft werden wir die 20%, die dadurch erzeugt wurden, auf anderen Wegen produzieren müssen. Aber das werden wohl zunächst nicht nur die regenerativen Energien sein!

Die Renaissance der Kohlekraftwerke?

Nur mit einem erneuten Ausbau der Kohlekraft können unsere Stromversorger offensichtlich die Kernkraft vorübergehend ersetzen, so sage sie es. Nun ja, dass die Erneuerbaren nicht schlagartig um 20% gesteigert werden können macht ja auch irgendwo Sinn, aber muss man dann ausgerechnet auf die schmutzigste Alternative zurückgreifen (die außer der Atomkraft den Betreibern den höchsten Gewinn beschert)? RWE z.B. erzeugt dank seiner Braunkohl (die ca. die Hälfte der Stromerzeugung des Konzerns ausmacht) Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe, auch nach der Abschaltung vieler AKWs. Die Stromerzeugung durch Kohle wurde erhöht, der CO2-Ausstoß auch - nämlich um ca. 18 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr.

Durch den Absturz des Strompreises an der Börse, wegen zu viel Strom in den Mittagsstunden (v.a. durch Solar und Wind), sind auch die Preise für "Verschmutzungsrechte" stark gesunken. So liegt der Preis pro Tonne CO2 gerade mal bei 5 Euro statt den geplanten 17 bis 30 Euro, und das macht die Kohle auch wieder so profitabel. Viele Menschen verloren schon ihre Heimat durch den Braunkohle-Tagebau und es geht auch heute noch weiter.

Das Problem der Ressourcen-Knappheit könnte man immerhin mit einer neuen Art Kohle herzustellen beseitigen, denn ein Unternehmen hat ein eine Anlange entwickelt, die aus Grünabfällen innerhalb von 3 Stunden (Braunkohle-ähnliche) Kohle macht. Die Emissionen bleiben aber trotzdem und die Kosten sind auch noch viel zu hoch um die selbstgemachte Kohle einzusetzen [1].

Alternative Gas?

Im Gegensatz zu RWE setzt E.ON weniger auf Kohle, sondern auf Gaskraftwerke und musste daher auch größere Einbußen in Kauf nehmen. Dafür ist die Stromerzeugung durch Gas stark umweltschonender als Kohle. Die Emissionen eines Steinkohle-Kraftwerks liegen bei ca. 800-1000 g/KWh, bei Braunkohle sogar bis zu 1200 g/KWh, dagegen entstehen bei Gaskraftwerken mit nur etwa 400-600 g/KWh also gerade mal die Hälfte an CO2 [2]. Aber auch Gas ist keine endgültige Lösung und würde uns wahrscheinlich nur noch abhängiger machen von anderen Staaten, die es uns liefern. Braunkohle bauen wir immerhin selbst hier in Deutschland ab, müssen aber auch die Konsequenzen tragen.

Grüne Energiewende?

Bis wir wirklich eine 100% erneuerbare Stromproduktion haben, wird es noch eine Weile dauern, denn die Geldgier wird die Konzerne die Energiewende nur mit Zähneknirschen mittragen lassen und da jetzt noch immer neue konventionelle Kraftwerke gebaut werden, weder diese auch nicht so schnell verschwinden. Aber gerade diese neuen, effizienteren Kohlekraftwerke, die besser auf die Schwankungen der Erneuerbaren Energien reagieren können, könnten wir nun in der "Brückenzeit" der Energiewende brauchen.
 

Glaubt ihr, die Kohle ist eine nötige Brückentechnologie?

~

Text: planet3arth (Dennis)

Quellen:

● T-Online - Energiewende paradox: Comeback für die Braunkohle (http://www.t-online.de/wirtschaft/energie/versorgerwechsel/id_62597956/energiewende-braunkohle-feiert-verruecktes-comeback.html)
● [1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/alternative-bio-energie-gras-und-laub-fuer-kohlekraftwerke-a-875410.html
● [2] http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2007/CO2-Bilanzen_verschiedener_ Energietraeger_im_Vergleich.pdf

Bilder: http://wechseljetzt.wpengine.netdna-cdn.com/wp-content/uploads/2012/11/Offshore-Anlagen.jpg und http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/36/Kohlekraftwerk_Niederau%C3%9Fem.JPG
 

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Kommentare (13)
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21.03.2013
somniata hat geschrieben:
Ein doch längerer Kommentar als geplant. Ich hoffe er wird trotzdem gelesen.

Warum die Energiekonzerne auf Kohle zurückgreifen ist sogar verständlich.
Energiekonzerne müssen eine Versorgungssicherheit garantieren, bislang haben sie dies mit Großkraftwerken gemeistert. Nun fällt eine dieser Großkraftwerke weg, und viele dezentrale Quellen kommen ins Spiel. Neue Begebenheiten an die sie sich anpassen müssen.

Sie( e.on, Vattenfall, RWE, EnBw dir großen Stromlieferanten) müssen eine Grundlast bereitstellen, eine Grundversorgung an Elektroenergie, damit zum Beispiel nachts produzierende Industrieanlagen, die Straßenbeleuchtung und Dauerverbraucher in Haushalt und Gewerbe versorgt werden. Das sind Verbräuche welche nur schwer vermeidbar sind. Das Licht nachts im Haus ausschalten ist eine Sache, aber auch den Kühlschrank? Würde wohl keiner machen. Der läuft rund um die Uhr.
Nun war es bisher so das diese Grundlast mit Laufwasser, Kernkraft, als auch Braun- und Steinkohle abgedeckt wurde. Jetzt fällt Kernkraft weg. Das Potential an Wasserkraft ist in Deutschland weitestgehend ausgeschöpft. Dort lässt sich nichts nennenswert in den benötigten Größenordnungen steigern.
Da bleibt von den bisherigen nur noch Braun- und Steinkohle über. Und in Deutschland ist der Braunkohleabbau mit den steigenden Strompreisen wieder rentabler geworden.

Die Erneuerbaren wie Wind und Sonne können die Grundlast nicht sicherstellen. Was wenn kein Wind weht, die Sonne nicht scheint? Sie sind zu unsicher für die Grundlast , zu schwer voraussehbar für längere Zeiträume. Diese sind für Spitzenlasten besser geeignet. (weiter unten mehr dazu)
Dann gebe es Biomasse und Geothermie. Noch bewegt sich Geothermie in den benötigten Größenordnungen in Deutschland in den Kinderschuhen. (Auf Island sieht es aufgrund der anderen geologischen Gegebenheiten deutlich anderes aus.)
Einzig Biomasse kann eine Grundlast bereitstellen. Sie läuft verlässlich, der Rohstoff kann gelagert werden, es ist alles ziemlich gut kalkulierbar. Doch es ist keine Patentlösung die sich nach Bedarf vergrößern lässt, denn sie benötigt einen Rohstoff, Biomasse. Monokulturen sind schließlich auch umstritten.

Wer also einen verlässlichen 'grünen' Energieerzeuger für die Grundlast kennt, ist bei den Energiekonzernen sicherlich gerne gesehen und sie werden ein offenens Ohr haben.

Kommen wir nun zu der Mittellast und der Spitzenlast.
Die absehbaren Schwankungen oberhalb der Grundlast ist die Mittellast.
Man kann aus Erfahrung sagen, dass morgens der Energiebedarf steigen wird. Die Menschen wachen auf, kochen Kaffee oder Tee, machen sich ein Toast, machen sich für die Arbeit fertig und verbrauchen bei der Arbeit Elektroenergie, wie zum Beispiel mit dem Einschalten des Computers. Fabriken beginnen mit ihrer Produktion. Und abends sinkt der Energiebedarf wieder, weil die Menschen ins Bett gehen und die Geräte abschalten
Um diese Mittellast zudecken werden Steinkohle, Öl und Gas verwendet. Diese Anlagen sind gut geeigenet, da man sie gut zeitlich steuern kann und es bekannt ist, wann man sie anfahren muss, damit der Bedarf gedeckt wird.

Die Spitzenlast ist eine kurzzeitig auftretende hohe Leistungsnachfrage. Das ist zum Beispiel Mittags, wenn die Menschen ihre Mahlzeiten zubereiten. Die kurzzeitig abzudeckenden Lastspitze erfordert Anlagen, die schnell eine hohe Leistung bereitstellen können.
Erst jetzt kommen die Erneuerbaren wirklich ins Spiel. Nicht direkt, denn man kann nicht garantieren das Mittags der Wind weht oder die Sonne scheint. Aber wenn Wind und Sonne über den Tag Energie liefern, wird dieser ?Überschuss? in Pumpspeicherwerken genutzt. Mit dem Überschuss wird Wasser in ein Speicherbecken hinauf gepumpt und kann bei Energiespitzen wieder energiebringend abgelassen werden. Ein großer Akku im Stromnetz.



Wenn man die Materie dahinter berücksichtigt, vor welcher Aufgabe die Konzerne stehen, die Umstrukturierung der Netze durch/ für die Erneuerbaren Energien, kann man die Konzerne irgendwie verstehen, wenn sie auf Kohle umsteigen wollen. Es ist ein verlässlicher, bekannter und vorallen auch gewinnbringender Weg. Sehr Risikoarm für sie.
Dass man sich allerdings dem Problem stellen muss um eine Lösung zu finden, gehört zum Leben dazu. Kein Problem = Keine Lösung
(Wie wir heute leben ist auch ein Resultat der Probleme, die
wir zu bewältigen hatten.)

Wahrscheinlich ist/war der Hauptgrund der Energiewende wirtschaftlicher Natur, Deutschland ist Energieimporteur. Wir sind abhängig und dass ist zudem auch gefährlich.
(Deutschlands Energieträger (2009): 73% Importe, 18% eigene Produktion, 9% erneuerbare Energien)

Wenn Russland mitmal das Gashahn zudrehen würde. Autsch. Wenn Saudi-Arabien kein Öl mehr liefert. Autsch. China keine Steinkohle. Autsch. Das würde den Deutschen wirklich mehr als nur wehtun.
Da wäre es gut auf eigenen Beinen zu stehen, unabhägig zu sein von Importen um eine stabile Wirtschaftlage zu haben.
Weg vom Importeur hin zum Exporteur von Energie.
Und wenn wir erst die Innovationen haben, die unsere Probleme lösen, können wir unsere Erfahrungen/Technologien teuer an andere Länder verkaufen. Verdienen dann sogar was.

Als Brückentechnologie würde ich die Braunkohle allerdings nicht bezeichnen. Eine Brücke kann für mich nur funktionieren, wenn das Ziel klar festgelegt ist und nicht nur schwammig vor Augen geführt wird.
Es muss ein ausgearbeiteter Plan vorliegen, wie sie das Ziel genau erreichen wollen. Und das ist nicht wirklich in Aussicht. Momentan artet es für mich eher in eine Brücke ohne Ziel aus, aber dann ist es auch keine Brücke, sondern eher eine Planke (ins Verderben?).

Auch wenn wir dann auf Importe angewiesen sind, halte ich Gaskraftwerke für eine bessere Brückentechnologie, der Wirkungsgrad der Anlagen ist besser. Mit den Geringeren Anfahrtszeiten sind sie flexibler. Perfekt sind sie auch noch nicht. CO2 bleibt trotzdem, aber es emittiert weniger CO2 als ein Kohlekraftwerk. Und wenn wir abhängig sind, müssen wir verstärkt, politisch dafür sorgen, und mit den entsprechenden Lieferanten gutzustellen. Hat in der Vergangenheit bisher funktioniert, sollten wir in der ?Brückenzeit? also auch hinbekommen, auch wenn sich Strukturen ändern sollten.
Zudem stehe ich auf den Standpunkt: Atomkraftwerke gehören abgeschaltet, wir können uns eher an die Folgen des Klimawandels gewöhnen, als an ein radioaktiv verstrahltes Land.
21.03.2013
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
21.03.2013
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
19.03.2013
Erdbeere98 hat geschrieben:
Also ich denke das es schonmal ein RIESEN Vortschritt ist das die einstellung von Atomkraft geplant ist (ob es dann wirklich so weit kommt würde ich dann aber bezweifeln).

Doch dann macht die Regierung einerseits einen Schritt vorraus, doch geleichzietig einen riesen Sprung zurück!!!
Kohlekraftwerke??
Das ist nun wirklich keine ,,grüne" Alternative...
Anstatt die Erneuerbaren Energiern auszubauen und zu erforschen, greift Deutschland auf eine altbewerte Methode zurück und benuzt Kohle!!!
Ich kann es kaum fassen und hoffe inständig das dieses Land (und alle anderen auf dieser Erde) zu Vernunft kommen!!!
19.03.2013
Erdbeere98 hat geschrieben:
Also ich denke das es schonmal ein RIESEN Vortschritt ist das die einstellung von Atomkraft geplant ist (ob es dann wirklich so weit kommt würde ich dann aber bezweifeln).

Doch dann macht die Regierung einerseits einen Schritt vorraus, doch geleichzietig einen riesen Sprung zurück!!!
Kohlekraftwerke??
Das ist nun wirklich keine ,,grüne" Alternative...
Anstatt die Erneuerbaren Energiern auszubauen und zu erforschen, greift Deutschland auf eine altbewerte Methode zurück und benuzt Kohle!!!
Ich kann es kaum fassen und hoffe inständig das dieses Land (und alle anderen auf dieser Erde) zu Vernunft kommen!!!
19.03.2013
Erdbeere98 hat geschrieben:
Also ich denke das es schonmal ein RIESEN Vortschritt ist das die einstellung von Atomkraft geplant ist (ob es dann wirklich so weit kommt würde ich dann aber bezweifeln).

Doch dann macht die Regierung einerseits einen Schritt vorraus, doch geleichzietig einen riesen Sprung zurück!!!
Kohlekraftwerke??
Das ist nun wirklich keine ,,grüne" Alternative...
Anstatt die Erneuerbaren Energiern auszubauen und zu erforschen, greift Deutschland auf eine altbewerte Methode zurück und benuzt Kohle!!!
Ich kann es kaum fassen und hoffe inständig das dieses Land (und alle anderen auf dieser Erde) zu Vernunft kommen!!!
19.03.2013
Puma hat geschrieben:
@Jonpackroff:Du hast Recht,Destertec ist ein ziemlich gutes Projekt,aber du hast immer noch das Probelm dabei,dass der Strom ewig lang transportiert werden muss und es dadurch ewig viele Verluste gibt.Außerdem kann der Strom ziemlich teuer werden (was mich eigentlcih nicht weiter stört,manch andere vllt schon),weil das ein Solarrinnenkraftwerk ist und das Öl,dass man zum Betrieb braucht ziemlich teuer ist und extra dafür hochgezüchtet wird.Außerdem braucht so ein Kraftwerk ewig viel Wasser für seine Kühltürme...Aber grundsätzlich stimme ich dir zu.Solarrinnenkraftwerke,wie Destertec,sind an sich ne ziemlcih gute und auch umweltschonende Sache.
17.03.2013
Jonpackroff hat geschrieben:
Ein sehr gut recherchierter Artikel und guter Diskussionsanstoß! :)
Ich sehe das ähnlich wie Rhino, Kohlekraftwerke sind keine gute Übergangslösung und schon gar keine "Brückentechnologie", wie es die Atomkraft ja auch nie war!
Der Atomausstieg sollte wie geplant bis 2022 durchgeführt werden und der Anteil aus erneuerbaren Energieen sollte immer weiter wachsen! Dafür brauchen wir einen konsequenten Ausbau der Erneuerbaren und des Stromnetzes.
Auch an Stromsparen werden wir vermutlich nicht vorbei kommen, wobei da anzumerken jst, dass wir viel Strom einsparen können ohne auf Komfort zu verzichten, zum Beispiel durch das Verzichten auf Stand-by usw.
Der Anteil der Kohlekraft sollte Schritt für Schritt verringert werden und bis 2050 gegen null gehen. Der Strom sollte dann am besten zu 100% aus erneuerbaren Energien bestehen, was durch die Realisierung des Wüstenstromprojektes "Desertec" und ähliche Projekte möglich wird. Sollten die 100% trotzdem nicht erreicht werden können, sollte der Rest mit modernen, effektiven Gaskraftwerken produziert werden. Diese haben nämlich einen deutlich höheren Wirkungsgrad als Kohlekraftwerke!
17.03.2013
Lillian hat geschrieben:
Ein guter Bericht!
Ich finde das wichtigste ist erst mal, dass wir die Atomkraftwerke alle abschalten. Denn die sind am gefährlichsten und am unnatürlichsten!
Mit Erdgas und -kohle ist das etwas anderes. Grundsätzlich sollte man nicht vergessen, dass das viele CO² zwar schlecht für Tiere und Menschen ist, falls man es komplett freisetzen würde und indirekt sich schlecht auf das Klima auswirken würde, aber auf der anderen Seite sehr gut für die Planzen ist. Es ist zumindest etwas natürliches, dass auch durch natürlich ausgelöste Reaktionen freigesetzt werden könnte. Es "entsteht" nicht durch den Menschen. Es war schon immer da. Deshalb finde ich sollte man zuerst auf jeden Fall auf die AKWs schauen und diese ausschalten.
Dann kann man natürlich sehen, dass man möglichst schnell auf erneuerbare Energie umbaut. Zwar würde irgendwann das CO² gefährlich für Menschen und Tiere werden, aber akkuter ist die Gefahr, die durch den, durch das CO² hervorgerufenen, Klimawandel, da dieser Lebensräume und damit die Artenvielfalt bedroht.
Trotzdem bin ich der Meinung: Zuerst auf JEDEN FALL die AKWs weg, da von ihnen eine VIEL größere Gefahr ausgeht. Um den Rest kann man sich dann immer noch genug Sorgen machen.
Ich hoffe, dass wir es möglichst schnell schaffen komplett auf erneuerbare Energie umzusteigen.
17.03.2013
Rhino hat geschrieben:
Allein wegen massiver Umsiedlungen und Landschaftszerstörung für neue Braunkohle-Tagebau-Anlagen, halte ich wenig von der "Brückenlösung". Man sollte lieber konsequenter in Forschungsprojekte investieren, um Technologien zur Gewinnung erneuerbarer Energien zu perfektionieren!
17.03.2013
Puma hat geschrieben:
Nein,ich denke nicht,dass Kohle die Übergangaslösung sein sollte.Ich bin eher der Meinung,dass alle AKWs so lange in Betrieb sind,bis wir sicher,egal wann,auf erneuerbaren Energien stehen.Das fände ich am besten.
17.03.2013
Makanie hat geschrieben:
Es ist schwer, die Energiewende in Gang zu kriegen, aber ich denke, wenn die Regierungen, also nicht nur unsere, versprechen, dieses "Riesenproblem" zu lösen, sollten sie sich auch daran halten.
Das hasse ich am meisten, diese Versprechen, die nicht gehalten werden.
17.03.2013
Tarja_H hat geschrieben:
Also erstmal: Der Artikel ist gut. Toll wie du so viele Fakten zusammengetragen hast.

Nun zum Thema: Also natürlich ist es schwer alles umzustellen und gleichzeitig zu garantieren, dass wir genauso mit Strom weiter prassen können wie bisher. Das ist ja aber auch nur logisch! Die Verbraucher müssen eben auch was tun damit das mit der Energiewende klappt und das heißt nunmal Strom sparen.
Die Energiewende ist eine super Sache. Und Quellen, die sagen, dass die Energiewende jetzt doch gar nicht so umweltfreundlich ist.. da denke ich oft, dass die Leute uns allen jetzt nur einreden wollen, dass wir doch zu AKWs zurück müssen. Müssen wir aber nicht. Neuere Kohlekraftwerke sind immer noch besser als die alten. Aber wenn man neue Kohlekraftwerke bauen kann, kann man stattdessen doch auch Kraftwerke für erneuerbare Energien bauen.

Natürlich ist das alles nicht so einfach und vielleicht müssen wir trotzdem in der Übergangsphase einfach mal ein bisschen sparsamer werden. Aber wir wissen doch alle wofür wir das tun und da sollte doch einfach jeder auch mitmachen wollen. Kohle als Brückentechnologie.. ich bin da skeptisch.
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