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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Grenzüberschreitung?


von Peet
19.01.2013
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Während die Menschen in Hong Kong momentan die Luft anhalten müssen, versuchten ratlose Farmer im Sommer 2012 in den USA wenigstens das letzte Bisschen der Ernte zu retten, was zu retten war. Und während in Australien eine neue Farbe der Wetterkarte hinzugefügt werden muss, weil es dort immer heißer wird, gehen Wissenschaftler in den USA mittlerweile von einem globalen Temperaturanstieg von bis zu fünf Grad aus, wenn sich nicht bald etwas ändert.

Und da haben wir ihn, den Satz, „Wenn sich nicht bald etwas ändert, dann…“. In den Medien häufen sich seit Monaten die Berichte über Themen wie Nachhaltigkeit, Klimawandel, Wachstums- und Wirtschaftskritik. Selbstversuche wie „Mein 2.000-Watt-Leben“, welcher auf Zeit Online erschien (1), zeigen das größte Problem von allen – den Menschen. Denn auch dieser Selbstversuch kam zum Schluss: „Was ich nicht glaube, ist, dass die 2.000-Watt-Gesellschaft ohne Wohlstandsverlust möglich sein wird. Zumindest nicht für Menschen wie mich. Es bleibt nur Sparen. Verzichten. Beschränken. Dinge, die wehtun.“

Unser Wohlstand und unsere Lebensqualität werden gemeinhin als abhängig vom Wirtschaftswachstum angesehen. Dass dies nicht unbedingt der Wahrheit entspricht, zeigten die Berichte aus dem Smog umhüllten Hong Kong in China. Fünf Millionen Autos befahren die Straßen der Millionen Metropole jeden Tag. Auf achtspurigen Straßen stehen sie dicht an dicht und kämpfen sich zu ihrem Bestimmungsort durch. Was früher das Fahrrad war, ist nun das Auto. Denn in China gilt das Auto als ein Ausdruck von Wohlstand. Dass dies zwangsweise Auswirkungen auf die Umwelt in der Stadt selber hat, dürfte eigentlich kein Geheimnis sein. Städte wie Los Angeles oder Tokio machen es bis heute vor, was es bedeutet einen Verkehrskollaps zu haben. Die Bilder aus den Städten und ihrem Smog zeigen den Rest.

Die Mitglieder einer Kommission des Bundestages reagierten aufgrund dieser Erkenntnis und diskutierten über „Wohlstand, Wachstum, Lebensqualität“ (2). Das Bruttoinlandsprodukt, welches unser Wirtschaftswachstum beschreibt, soll um Faktoren wie soziale Entwicklung und Teilhabe sowie den Zustand der Umwelt ergänzt werden. Dort werden indirekt Themen wie „Postökonomie“, also das Wachstum keine zukunftsfähige Lösung ist, sowie „grünes Wachstum“, also ein Wachstum der Wirtschaft im Einklang mit der Natur, besprochen. Wenig überraschend, dass Union und FDP den Verzicht auf Wachstum oder wenigstens die Begrenzung strikt ablehnen.

Unabhängig dieser Kommission, gibt es bereits in Deutschland ein mehr oder weniger breit gefächertes Netzwerk aus Wissenschaftlern, die folgende Annahme vertreten: Wachstum ist (zwingend) endlich. Einer der größten Verfechter dieser Theorie ist der Professor Niko Paech, der am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Universität Oldenburg referiert. Der 51-jährige Wissenschaftler ist ein radikaler Wachstumskritiker, der seine Theorien selbst im persönlichen Leben umsetzt. (3)

Paech setzt sich für den radikale Wechsel von dem jetzigen Wirtschaftsmodell hin zur Postwachstumsökonomie ein. Diese Wirtschaftsform kommt ohne Wachstum des Bruttoinlandsproduktes aus und setzt auf ein vergleichsweise stark reduziertes Konsumniveau. Des Weiteren setzt dieses Wirtschaftsmodell auf eine qualitative, nachhaltigere, grüne sowie dematerialisierte Wirtschaft. Somit wird der These widersprochen, dass durch die technische Innovation der Mensch von der Natur unabhängig werden kann.

Ob wir uns von heute auf morgen einem solchen Wandel unterziehen können, sei dahin gestellt. Dennoch lassen Studien zu mindestens ein Ende des Wachstums, wie wir es heute kennen, erahnen. Eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie zum Thema Verteidigungspolitik der Zukunft (4) sagt ganz klar, dass die größte Bedrohung nicht von religiösem Extremismus oder einem atomaren Iran ausgehen, sondern schlicht vom Klimawandel und Ressourcenknappheit.

Auch Niko Paech geht in seinen Texten immer wieder vom „Peak of Oil“ bzw. sogar dem „Peak of Everything“ aus, also dem Erreichen der maximalen herkömmlichen Ölförderung bzw. des Endes von Ressourcen wie Kohle, Kupfer und den immer wichtiger werdenden seltenen Erden.

In einem Bericht des Magazins „Rolling Stone“ (5) (Justin Bieber auf dem Titelblatt!!!) lässt sich eine starke Interpretation des „Peak of Oil“ herauslesen. Der Autor beschreibt unter anderem in seinem Artikel die anhaltende Diskussion bei den Klimaverhandlungen und warum eine Einigung längst überfällig wäre. Er begründet dies mit einer einfachen mathematischen Rechnung, die sogar ich verstehe, und die zwei wichtige Zahlen beinhaltet; 565 und 2.795!

Wissenschaftler haben durch ein Klimamodell herausgefunden, dass der Menschheit noch 565 Gigatonnen CO² zur Verfügung stehen, die in die Atmosphäre gelangen dürfen, um das allgemein anerkannte zwei Grad Ziel zu erreichen und zu halten. Aktuell stehen wir bei 0,8 Grad, um die sich die Erde bereits erwärmt hat. Weitere 0,8 Grad kommen sowieso dazu, wenn wir sofort aufhören würden, klimaschädliche Abgase zu erzeugen. Denn das sich bereits in der Atmosphäre befindende CO² wird die Erde noch weiter aufheizen. Bleiben also 0,4 Grad übrig. Der Bericht selber sagt, das diese Zahlen natürlich abweichen können, doch selbst die „International Energy Agency“ (IEA) hat in ihrem Bericht „World Energy Outlook 2012“ ähnliche Zahlen ermittelt, die diese These unterstützen.

Bleibt eine Zahl übrig – 2.795, welche fünf Mal höher ist als die Erste! Diese Zahl tauchte im Sommer 2011 auf, als in London Analytiker sowie Umweltschützer einen Report über die Risiken des Klimawandels für Firmen veröffentlichten. Die Zahl beschreibt die Menge der klimaschädlichen Gase, die sich noch innerhalb der bisher bekannten Öl- und Gasvorkommen befinden. Diese Vorkommen befinden sich jetzt schon in Firmenhand und werden somit früher oder später ausgebeutet. Es ist also die Menge an Rohstoffen, die wir aktuell sogar noch einplanen zu verbrennen und nicht einmal die Vorkommen eingerechnet, die momentan noch nicht erschwinglich sind.

Wenn wir nun einen Blick über den großen Teich nach Kanada werfen, das von einer konservativen Regierung geführt wird, lassen sich immer größere Diskussionen über Nutzen von wirtschaftlichen Projekten entdecken. Ein solches Beispiel wäre das aktuelle Thema Teersande („tar sands“) aus der kanadischen Provinz Alberta. Dort werden im Nordosten, nahe Fort McMurray, in den Athabasca-Ölsandminen die Teersande abgebaut. Lohnenswert ist dieses Verfahren erst seit einigen Jahren aufgrund der sinkenden Kapazitäten der herkömmlichen Ölquellen. Denn herkömmliches Öl kostet in der Herstellung rund 20 US-Dollar pro Barrel, wohingegen die des Ölsandes bei über 45 US-Dollar liegt.

George Hoberg lehrt an der University of British Columbia (UBC) als Professor für Umwelt- und Ressourcenpolitik und hat sich der aktuell stark umstrittenen „Northern Gateway Pipeline“ angenommen. (6) Die Firma „Enbridge“, die für die Planung und den Bau der Pipeline verantwortlich ist, will mit dieser Pipeline das Öl der Teersande an die Westküste Kanadas bringen, um es an den internationalen Markt zu verschiffen. Denn aktuell werden rund 99 Prozent des geförderten Öls nach Oklahoma in den USA exportiert, um dort aufbereitet zu werden. Der Preis pro Barrel liegt dort rund 20 US-Dollar unter dem weltweiten Marktwert.* Dass sich Ölkonzerne, allen voran „Exxon Mobile“, dieses Geschäft nicht entgehen lassen wollen, ist verständlich. Denn 20 US-Dollar mehr pro Barrel bei einer Fördermenge von rund 775.000 Barrel pro Jahr lassen schnell erahnen, welches Geschäft hier wartet. Hinzu kommt, dass rund 23 Prozent der kanadischen Exporte mittlerweile durch die Teersande kommen und der Pipelinebau somit selbstverständlich interessant für die Provinz Alberta sowie die kanadische Regierung ist. Noch vor dem Jahr 2000, also der Zeit bevor Kanada anfing seine Teersande kommerziell zu nutzen, lag dieser Wert bei mageren acht Prozent. Und die Tendenz für die Zukunft geht weiter nach oben.

Hinzu kommt eine erschreckende Tendenz in den USA zur umstrittenen Methode des Fracking. (7) Bei dieser Fördermethode von Gas und Öl werden durch Bohrungen Wasser und stark umstrittene Chemikalien in die entsprechenden Gesteine gepresst, welche dann die Lösung und Förderung von Gas und Öl ermöglichen. Wie eine gigantische Welle haben sich in den letzten Jahren die Fördertürme für das Fracking in den ganzen USA aber vor allem in North Dakota und Oklahoma verbreitet. Gerade die beiden genannten Staaten gelten als besonders ertragreich und läuten in den USA ein neues, altes Zeitalter ein – das Zeitalter der billigen Energie.

So gehen Schätzungen davon aus, dass sich die USA bis 2020 vom größten Importeur von Öl zum Exporteur neben den OPEC-Staaten entwickelt. Dies hätte auf die weltweiten politischen Geschehnisse riesige Auswirkungen, wie etwa weniger Interesse der USA in die Stabilität des Nahen Ostens. Hinzu kommt, dass Kanadas Interesse an einem Anschluss an die internationalen Märkte durch die oben genannte „Northern Gateway Pipeline“ noch größer wäre. Denn der Preisverfall des Öls am amerikanischen Markt wäre aus ökonomischer Sicht eine kleine Katastrophe und nicht im Sinne der Firmen, da immer noch der größte Teil des Öls aus Teersanden in die USA exportiert wird.

Doch gerade diese Szenarien, der Teersande in Kanada und des Fracking in den USA sowie weltweit, zeigen, wie weit wir doch tatsächlich vom „Peak of Oil“ oder dem „Peak of Everything“ entfernt sind. Denn Fakt ist, dass wir zwar den „Peak of Oil“ der herkömmlich gewonnenen Ressourcen erreicht haben, aber durch den Anstieg der Preise in allen Rohstoffbereichen lassen sich nun Ressourcen einrechnen, die vorher keinen ökonomischen Nutzen hatten; so geschehen bei den Teersanden in Kanada aber auch in Venezuela, wo selbiges kurz bevor steht.

Kritiker des „Peak of Oil“ Mark Jaccard, Professor in der „School of Resource and Environmental Managment“, der an der Simon Fraser University in Vancouver arbeitet, hat zum Thema „Peak Oil and Market Feedbacks: Chicken Little vs. Dr. Pangloss“ folgende Meinung. Die weltweiten Ressourcenvorkommen wie Gas, Kohle oder Öl würden laut seinen Berechnungen noch für rund 520 bis 800 Jahre ausreichen und die wirtschaftlichen Vorteile würden in Bezug auf Kanada gigantisch sein, auch unter Berücksichtigung des weltweiten Bevölkerungswachstums sowie dem zugehörigen Wirtschaftswachstum bzw. der steigenden Nachfrage an Ressourcen aller Art. Doch folgende zwei Fragen bleiben bestehen und genau das sind zwei ausschlaggebende Argumente, die gegen eine Billigung des weiteren Ressourcenabbau sprechen. Was kommt, nachdem wir die letzte Ressource verbraucht haben? Und vor allem stellt sich einem die Frage - welche Auswirkungen wird der Klimawandel bis dahin haben?

Jaccard geht des Weiteren in seinem Buch „Sustainable Fossil Fuels“, also „Nachhaltige fossile Brennstoffe“ darauf ein, dass der Weg zu erneuerbaren Energien auch Nachteile hätte. So würde selbst die Windkraft, die als vielversprechendste Variante der erneuerbaren Energien gilt, einen großen Einfluss auf die Umgebung ausüben. Zum einen wird hier das Beispiel eines Windparks in Kalifornien, USA, angegeben. Dieser würde die Flugbahnen des Kalifornischen Kondors stark beeinflussen. Zum anderen würde der „human taste“, also die Ästhetik stark unter der Konzentration der Windmühlen in beispielsweise Dänemark, Deutschland oder den Niederlanden leiden. Zudem geht er einen weiteren Schritt und sieht nur eine kleine Zukunft für die Solarbranche. Die Menge an benötigter Fläche, um ein Solarkraftwerk wirtschaftlich zu betreiben, wäre ein zu hoher Einfluss auf die Umwelt. Hinzu kommt, dass für die Herstellung des Solarpanels, seltene Erden benötigt werden und zudem einen kleinen Wirkungsgrad besitzen.

Es sind berechtigte Einwände, die allerdings nicht wirklich weit gedacht sind. Ob ein Kohlekraftwerk oder Braunkohletageabbau schöner ist als Windräder? Könnten Solarpanels nicht auf den Dächern von Städten installiert werden, wie es schon in Teilen der Welt passiert und sich somit Platz einsparen? Könnte nicht gesagt werden, dass in wichtigen Flugbahnen für Vögel keine Windparks gebaut werden? Und lässt sich nicht, wie schon beim deutschen Zukunftspreis 2011 gezeigt wurde, die Entwicklung und der Wirkungsgrad von Solarpanels deutlich steigern?

Die Antworten darauf sind klar und zeigen einen ganz wichtigen Punkt. Momentan kommt 81 Prozent der weltweit genutzten Energie aus fossilen Brennstoffen, allen voran Öl und Kohle. Der Bericht aus dem „Rolling Stone“ zeigt ganz deutlich: Es ist keine Frage der Technik oder der Wirtschaftlichkeit, ob wir weiterhin auf die fossilen Rohstoffe setzen. Es ist eine Frage der Moral und eine Frage, was unser Planet noch aushält. Gleiches gilt für die Frage, wie lange kann eine Wirtschaft wachsen? Denn um eine Begrenzung des zwei Grad Zieles einhalten zu können, muss ein Umdenken geschehen. Wir stehen also am Scheideweg. Und somit lässt sich der „Peak of Oil“ nicht so interpretieren, dass wir nicht mehr genug Rohstoffe haben, sondern ob wir in der Lage sind, mit den Rohstoffen nachhaltig und bewusster umzugehen.

Und schlussendlich lässt sich noch folgender Blick auf den „Guardian“ (8) werfen: „Why the economy needs nature“, also warum die Wirtschaft die Natur braucht. In dem Bericht wird der allgegenwärtigen These widersprochen, dass es zwangsläufig heißen muss: Wirtschaftswachstum oder Umweltschutz bzw. Nachhaltigkeit. Denn unsere wirtschaftliche Aktivität sei zu 100 Prozent abhängig vom Nutzen und den Vorteilen die von der Natur bereitgestellt werden. Als Beispiele werden die Nutzen der Wälder und Ozeane angegeben aber auch von Kleintieren wie Bienen und anderen Insekten.

Die genannten Beispiele angefangen von Hitzewellen, Smog, Teersande und Fracking zeigen ganz klar, dass wir kilometerweit davon entfernt sind, einen Weg in die nachhaltigere Entwicklung zu gehen. Ob Lobbyarbeit oder politischer Wille, die Auswirkungen zeigen nur zu deutlich, dass wir uns im Endeffekt selber bekämpfen und uns gegen etwas sträuben, dass im Grunde eine unausweichliche Wahrheit ist. Durch jede neue Ölquelle, die wir versuchen auszubeuten, verlängern wir im Grunde nur das, was früher oder später kommt. Und wenn es soweit ist, knallt es umso heftiger.

*„West Texas Intermediate“ (WTI)

Quellen:

(1):  "Mein 2.000-Watt-Leben"
(2): Kommission des Bundestages
(3): Grundzüge einer Postwachstumsökonomie
(4): Studie der Bundeswehr zur Verteidigungspolitik
(5): Bericht aus dem "Rolling Stone" (eng)
(6): George Hoberg - "Northern Gateway Pipeline"
(7): BND-Studie zu Fracking in den USA
(8): Guardian Bericht zu "Why the economy needs nature"

Copyright Bilder: Peter Jelinek

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Kommentare (13)
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04.02.2013
Marielle hat geschrieben:
WOW. Der Bericht ist einer der Besten die ich hier in der commhnity jemals gelsen habe. Danke dafür :)
Ich muss aber auch ehrlich sein, dass ich ihn nur überfolgen habe. Eigentlich sollte ich nämlich an meiner Praxisarbeit schreiben ;)
Vor ein paar Wochen habe ich mit Yangki aus dem Forrest Friends Programm die gleichen Themen, weil er mich fragte, ob es denn hier viel Schnee gäbe. Als ich antwortete, dass ich Anfang Januar nur mit Turnschuhen und Sweatshirtjacke den ganzen Tag draußen war konnte er es gar nicht glauben, bis ich ihm Beweisfotos geschickt habe.
Es ist eigentlich richtig traurig, dass es wirklich soweit kommen musste, bis die Medien WIRKLICH darüber berichten. Hoffen wir mal, dass es nicht wieder nur so eine Welle ist, dass wir ein paar Wochen mit Umweltberichten vollgepumpt werden und am Ende interessiert sich wieder keiner dafür...
25.01.2013
Luciiie hat geschrieben:
Am schlimmsten ist, dass durch diesen konsum die ganze Natur zerstört wird. Alle wollen immer nur mehr und mehr, man kann ja auch mal mit wenigem zufrieden sein...
Der Text ist übrigens richtig gut, vor allem der letzte Abschnitt ist einleuchtend! ;)
21.01.2013
Peet hat geschrieben:
@Uli: Bitte ;) Hatte schon weiter unten auf den Bericht in der ARD aufmerksam gemacht. Der kam unmittelbar nach meinem Bericht raus und passt perfekt zu dieser Diskussion hier. Danke noch mal fürs verlinken.
21.01.2013
midori hat geschrieben:
Danke Dir, Peter, für die tolle Recherche!
Ich habe gestern erst einen Bericht zu Amerikas Ölboom im Fernsehen gesehen. Sehr interessant, kurz und knapp.

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/wdr/usa-fracking-102.html
21.01.2013
gelöschter User hat geschrieben:
Puuuuhhh, harte Kost für einen Montagmorgen. Ich bin jetzt grad ziemlich deprimiert...
Je mehr Zeit vergeht, desto katastrophaler werden die Folgen des Klimawandels und desto mehr prägt mich das Gefühl, dass die Menscheit sich nicht ändern wird, weil sie es nicht will. "Nach mir die Sinnflut"

Dem Lob muss ich mich aber anschließen. Auch wenn der Text lang ist, ist er sehr informationsreich und ehrlich.
20.01.2013
Peet hat geschrieben:
@alle: Für alle die nicht den ganzen Text lesen wollen, hier gibt es auch was mit Video zu dem Thema Fracking/Ölboom in Amerika:

http://www.ardmediathek.de/das-erste/weltspiegel/usa-der-traum-vom-neuen-oel?documentId=13113198
20.01.2013
Peet hat geschrieben:
@Cosima: Die Themen werden in der Schule leider kaum angesprochen und wenn, wie bei dir, einfach abgetan. Im Grunde setzt sich eben kaum jemand damit auseinander, weil das aktuelle System ja auch irgendwie funktioniert. Das Problem ist nur, dass niemand darüber nachdenkt, was danach kommt.

Wir hatten damals in der Schule im Fach Sozialwissenschaften ebenfalls einen netten Herrn aus dem Bankenwesen, der uns über die gigantischen Möglichkeiten des Geldmachens unterrichtet hat. Tja, was soll man da machen?
20.01.2013
Cosima hat geschrieben:
Danke für den Bericht :)
Auch wenn er lang ist, richtig informativ. Man merkt, dass du dich wirklich gut mit dem Thema beschäftigt hast.
Wenn ich sowas lese, bekomm ich manchmal wirklich Angst, was uns in Zukunft erwartet. Die Auswirkungen des Klimawandels sind jetzt schon gravierend ( wenn man nicht die Augen verschließt).
Doch ich glaube fest daran, dass wir nicht aufgeben und weiter für eine nachhaltige Wirtschaft kämpfen.

Sehr interessant war für mich das Thema des WIrtschaftswachstums. Im Unterricht haben wir darüber gesprochen, ob eine Wirtschaft sozial, ökonomisch wie ökologisch sein kann, doch leider wurde uns eingetrichtert, dass man nicht immer auf die Umwelt achten kann und das alles viel zu teuer sei etc.
Natürlich müssen wir unsere Natur nicht unberührt lassen, doch sie auszubeuten schon gleich gar nicht!
19.01.2013
Peet hat geschrieben:
@LSternus: Auch vielen Dank an dich für das Lob. Freut mich sehr. Ich weiß, der Text ist lang aber es war mir eben ein sehr wichtiges Thema. ;)

Zu deiner Frage. Nun, das ist im Grunde ganz leicht. Der BND prüft ähnlich wie das Bundesverteidigungsministerium, wie sich was in der Welt verändert und bezieht dies auf die Versorgungssicherheit oder Verteidigungsstrategie für Deutschland.. Denn da wir in einer globalisierten Welt leben ist es schon von Wichtigkeit, was sich im Nahen Osten tut, wie sich die USA in Zukunft in ihrer Außenpolitik verhalten etc.

Es ist einfach ein Blick in die Zukunft und Deutschland macht sich natürlich Gedanken darüber, wie die Energieversorgung hier sichergestellt wird. Wenn also das Wissen vorhanden ist, wer in den nächsten 20 Jahren das Öl hat, so lässt sich heute schon daran arbeiten, sich in die entsprechende Richtung zu bewegen. Warum sich also mit einem instabilen Nahen Osten befassen, wenn ein viel sicherer und schon heute wichtiger Handespartner in Zukunft das Öl hat? Solche Fragen stellt sich eben der BND und danach richtet sich unsere Politik aus.
19.01.2013
LSternus hat geschrieben:
Auch Lob von mir Peet :)
Nein es ist kein Spaß mehr. Ich glaube viele Menschen wollen sich auch nicht groß umstellen, weil es so bequemer für sie ist. Zumindest habe ich das Gefühl.
Nur eine Sache verstehe ich nicht ganz: Warum setzt sich der BND mit Fracking auseinander?
19.01.2013
Peet hat geschrieben:
@Madamsel: Danke, war gerade dabei den Artikel herauszusuchen ;)

Da ist er: http://www.wwf-jugend.de/leben/fair-kaufen/was-ich-tue-tue-ich-lustvoll---die-vision-des-niko-paech;4895

Deswegen bin ich darauf nicht noch weiter eingegangen. Der Artikel wäre sonst viel zu lang geworden und ich befürchte jetzt schon, dass er zu lang ist.. ;) Wobei sich das Thema endlos weiter diskutieren lässt. Danke für's Lob!
19.01.2013
Madamsel hat geschrieben:
@weltenretterin16: ich kann dir dazu den Artikel "Was ich tue, tue ich lustvoll - Die Vision des Niko Paech" empfehlen, den Franzi neulich in die Community gestellt hat.

Peet, gut, dass du aussprichtst, was gesagt werden muss. Dankeschön.
19.01.2013
weltenretterin16 hat geschrieben:
Wie hat der Professor paech denn seine theorien im leben umgesetzt?? würde mich interessieren wie er das gemacht hat.
Guter Artikel, irgendwie aber auch erschreckend.. :(
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