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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Gelingt endlich ein entscheidender Durchbruch? Co2 = Rohstoff?


von RichardParker
23.11.2014
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Das man dem Klimawandel den Kampf angesagt hat, ist keine Aussage von gestern, Energiespar-Appelle, globale Klimaschutzkonferenzen der Vereinten Nationen, Öko-Subventionen in Multi-Milliardenhöhe haben uns das eigentliche Ziel, die Vermeidung von Co2 noch nicht erreichen lassen. Es belastet weiterhin unsere Atmosphäre.

Auf der UN-Klimakonferenz in Peru Anfang Dezember setzen sich wieder viele Menschen zusammen um über ein Abkommen zu debattieren, dass die Co2 Emissionen eingrenzen soll. Dass man sich aber endlich mal einig wird, daran glaubt kaum noch jemand.
Und gerade jetzt in der dieser doch recht aussichtslosen Situation meldet sich die Wissenschaft zu Wort. Das Liquids-to-Power Verfahren soll es jetzt möglich machen: Die Umwandlung von Co2 in Benzin.
Das Klimagift wird zum Rohstoff umfunktioniert. Auch Kosmetika und andere Chemikalien lassen sich mit diesem Verfahren herstellen. Es ist wirtschaftlich und umweltverträglich.

Mit Hilfe von Ökostrom soll aus Kohlenstoffdioxid und Wasser zunächst ein sogenanntes Synthesegas hergestellt werden. Ein "Synthesereaktor" setzt die gasförmigen Moleküle dann zu flüssigen Kohlenwasserstoffen neu zusammen: Benzin, Diesel, Kerosin.

Die Grundlagen der Technik sind alles andere als neu. Die so genannte Fischer-Tropsch-Synthese wurde schon 1925 entwickelt: Am Kaiser-Wilhelm-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr. Im Zweiten Weltkrieg verzehrten deutsche U-Boot-Besatzungen oder Soldaten des Afrikakorps sogar ausschließlich synthetisches Speisefett, das nach dem Verfahren der Chemiker Franz Fischer und Hans Tropsch hergestellt wurde.

Das Problem mit dem Fischer-Tropsch-Verfahren war bislang nur: Es war nicht wirtschaftlich. Zu große Energiemengen mussten für einen recht geringen Ertrag aufgewendet werden.

Jetzt glauben die in der Sunfire GmbH zusammengeschlossenen Unternehmen und Institute allerdings, dieses Problem geknackt zu haben: Mithilfe einer so genannten Hochtemperatur-Wasserstoff-Elektrolyse" könne die Energieeffizienz auf rund 70 Prozent gesteigert werden.Die Sunfire-Projektgruppe schätzt die CO2-Emissionseinsparung gegenüber fossilem Kraftstoff auf satte 85 Prozent.

Die Effizienzsteigerung ist der wirtschaftliche Faktor des Verfahrens. 2016 soll es auf dem Industriemarkt erscheinen. Es gibt viele Vorteile, schwefelfreie Produktion, synthetische Kraftstoffherstellung ohne Biomasse, das Recyceln von Co2. Viele Konzerne wollen sich am Pilotprojekt beteiligen, wie Bilfinger, die Deutsche Lufthansa und Vattenfall.

Gefördert wird das "Leuchtturmprojekt" des Bundesforschungsministeriums im Rahmen des Programms "Technologien für Klimaschutz und Nachhaltigkeit" mit 6,4 Millionen Euro, die Industrie übernimmt Kosten von vier Millionen Euro.

Schätzungen des Chemieverbandes Dechema zufolge könnten bei flächendeckender Einführung von Power-to-Liquids-Technologien "bis zu zehn Prozent des jährlichen anthropogenen CO2-Ausstoßes in Kraftstoffe umgewandelt werden, was circa zwei bis drei Gigatonnen pro Jahr entspricht. Das ist das Zwei- bis Dreifache dessen, was Deutschland als größter CO2-Emittent der Europäischen Union jährlich in die Luft bläst.

Bild- und Textquelle:

 http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article134236409/Aus-CO2-und-Wasser-macht-diese-Anlage-Benzin.html

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Kommentare (2)
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Sortieren nach Aktualität:
24.11.2014
Laura619 hat geschrieben:
super interessanter Bericht, das klingt schon einmal sehr vielversprechend!
23.11.2014
Julia99 hat geschrieben:
Das ist ja cool :)
Danke für den schönen und interessanten Bericht! :)
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