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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Geht Kopenhagen in die Verlängerung?


von Timm
18.12.2009
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Eigentlich sollte heute in Kopenhagen die Entscheidung fallen, doch es gibt Anzeichen, dass die Klimakonferenz noch in die Verlängerung geht und die Staatschefs nachsitzen müssen. Die Vereinten Nationen baten inzwischen die Regierungschefs, ihren Aufenthalt bis Samstag zu verlängern. Der deutsche Umweltminister Norbert Röttgen sagte jedoch deutschen Medien: „Heute fallen die Würfel.“

Die Widersprüchlichkeit dieser Aussagen passt zur gesamten unübersichtlichen Situation. Alle Informationen, die aus dem schwer zugänglichen Konferenzzentrum nach außen dringen, sind erstmal nur Gerüchte, die schwer zu überprüfen sind. Die NGOs sitzen nun gemeinsam außerhalb des Konferenzgebäudes in einer großen Halle und versuchen dort über die Medien, Telefon und Internet das Geschehen so gut wie möglich zu folgen. Die WWF-Kollegen bereiten sich auf jeden Fall auf ein oder vielleicht sogar zwei weitere Tage in der dänischen Hauptstadt vor - sicher ist sicher. Wie es dort aussieht und wie unsere Kollegen vor Ort die Lage einschätzen, zeigt Ashwini in ihrem Video:

Warum ist eine Verlängerung nötig? Die nächtlichen Verhandlungen haben offenbar erneut wenig Fortschritte gebracht. Seit 11 Uhr sprachen dann die Regierungschefs, unter ihnen auch der amerikanische Präsident Barack Obama. Doch leider brachte seine Rede nicht die notwendige Dynamik. Mehrfach sprach er davon, dass die Länder zu ihren Versprechungen stehen müssten. Doch das gilt für die USA genauso, deren bisherige Reduktionsziele noch völlig unzureichend sind.

altWeiterhin sind von allen großen Staaten - vor allem der EU, den USA und China - weitere Zugeständnisse nötig, damit in Kopenhagen zumindest eine politische Erklärung erreicht werden kann, die inhaltliche Fortschritte bringt. Die bisher auf dem Tisch liegenden Abschlusserklärungen beinhalten bisher auf jeden Fall noch lange nicht das Anspruchsniveau, das wir brauchen, um den Klimawandel wirksam zu bekämpfen.

In Kopenhagen und auf der ganzen Welt versuchen daher gerade unsere WWF-Politikexperten Regierungsbeamte zu erreichen und sie dazu zu bringen, sich noch ein letztes Mal zu bewegen. Es bleibt also spannend und noch haben unsere Kollegen vor Ort die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Kopenhagen zumindest ein zählbares Resultat bringt, dass 2010 in einen rechtlich verbindlichen Vertrag gegossen werden kann.

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