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Exportierter Strom aus Afrika


von Angelina
30.10.2011
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 Kostengünstiger Strom aus Afrika für Europa.

2012 soll der Bau eines riesigen Solarkraftwerkes in Marokko beginnen, welches Strom für Europa produzieren wird. Das Wüstenstrom Projekt Desertec will Anlagen auf insgesamt 12 Quadratkilometer aufstellen, welche dann insgesamt 500 Megawatt haben werden. 

Das ganze Vorhaben, soll insgesamt 2 Milliarden Euro kosten. Allein 600 Millionen Euro, wird die erste Baustufe (ein Kraftwerk mit 150 Megawatt) kosten. Projektleister Ernst Rauch meint, dass der Bau ungefähr 2 bis 4 Jahre dauern könnte und das spätestens 2016, vielleicht aber auch 2014, schon der erste Strom fließen kann. 

In der deutschen Energiepolitik, wollen nach der Kehrtwende die Gründungsmitglieder einen gang hoch schalten. Siemens, die Deutsche Bank, der Versicherer Münchener Rück und die Energiekonzerne Eon & RWE, beteiligen sich von Anfang an, da der der Strom aus Afrika, nach dem beschlossenen Atomausstieg, in Deutschland gefragter ist denn je.

Da das Land Marokko hofft, dass es durch die Solarenergie seine Abhängigkeit bei den Stromimporten zu reduzieren, hat es großes Interesse an der Förderung. 

Deutschland ist bereit die Führungsrolle beim Desertec Start zu übernehmen. Italien, Spanien, Frankreich und die EU seien aber auch in die Gespräche eingebunden.

www.n-tv.de/wirtschaft/Desertec-will-in-Marokko-starten-article4647591.html

 

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Kommentare (9)
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03.11.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Na dann wird die örtliche Bevölkerung kaum Nutzen von dem Projekt haben.
Aber Hauptsache, der Westen hat sein bislang nicht vorhandenes Stromproblem gelöst......
03.11.2011
Angelina hat geschrieben:
@Urmeli: Ich denke, da der Strom aus Marokko zimelich gefragt ist, dass Deutschland bestimmt einen größeren Teil von dem ganzen Strom kaufen wird.
02.11.2011
midori hat geschrieben:
@Peet: Ich muss LukashatesFascism in allen Punkten zustimmen. Ich seh das auch so! :D Wenn Europa etwas daran liegen würde, Afrika zu unterstützen, dann würden sie Afrika das Geld geben, um das Kraftwerk selbst zu bauen. Solange das Kraftwerk uns gehört, wird Afrika davon nicht viel haben..
02.11.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Würden wir einen Teil des erzeugten Stroms kaufen, oder den Großteil?

Ob für die marrokanische Bevölkgerung so viele neue Arbeitsstellen geschaffen werden, bezweifle ich auch. Die Fachkräfte werden garantiert aus anderen Ländern eingeflogen, weil die (Aus-)Bildung vor Ort leider nicht die Beste ist.

Da bleibt nur zu hoffen, dass die dortige Bevölkerung einen Nutzen aus dem Projekt ziehen kann und nicht am Ende wieder das Nachsehen hat.
01.11.2011
Peet hat geschrieben:
Natürlich hängen viele Sachen irgendwie irgendwo zusammen. Auch bei dem Projekt Desertec wird es so sein, was sich ja auch schlecht vermeiden lässt. Dennoch ist das Projekt gerade für die dortige Gegend äußerst wichtig (gerade wirtschaftlich). Ja, wir bauen dort, um uns mit Strom zu versorgen und ja, wir benötigen dafür sehr viel Platz etc. Aber im Gegensatz zu anderen dubiosen Geschäften mit Rüstungsgütern, Ölförderungen oder anderen Bodenschätzen, ist es hier eine saubere Sache (oder eben sauberer). Zudem schafft auch ein solche Projekt vor Ort Arbeitsplätze und somit aus der Sicht der Bevölkerung eine gewisse Absicherung. Das Ganze wird ja auch nicht einfach gebaut und der Strom wird uns ohne Gegenleistung geliefert. Im Gegenteil. Die Strombörse (ja, so etwas gibt es) wird natürlich Preise vorliegen haben, die wir Länder (oder eben Europa) für die jeweilige Kilowattstunde zahlen müssen und das Geld geht direkt, wie bei der Opec, an die jeweiligen Länder. Was das Land damit macht, bleibt ihm überlassen. Viele Probleme vor Ort sind durch dubiose Machtverhältnisse verschuldet und auch kaum änderbar. Natürlich ist es richtig auf uns selber zu zeigen und zu sagen, wir sind auch dafür verantwortlich, wenn wir Benzin von Shell tanken, die für riesige Umweltverbrechen für Mensch und Natur in Kenia oder sonst wo verantwortlich sind. Aber so funktioniert eben unsere Gesellschaft und da lässt sich kaum etwas ändern. Dennoch gibt es eben immer wieder Projekte, die äußerst sinnvoll sind, wie eben Desertec. Dort soll ja nicht nur Strom für Europa produziert werden, sondern auch andere Länder im hohen Norden Afrika können durchaus davon profitieren. Das Ganze ist äußerst verflechtet und miteinander verzahnt. Fest steht aber und da gebe ich dir, unabhängig von diesem Thema, recht - wir hier in der westlichen Welt sind für riesige Umwelt- und Humanitätsprobleme in Afrika verantwortlich. Dennoch darf man nicht die falschen Projekte damit belasten, sondern im Gegenteil. Diese Projekte können federführend für andere sein!
01.11.2011
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
01.11.2011
Peet hat geschrieben:
@LukasHatesFascism: Ich finde die Ansicht sehr nett und interessant, doch was hat das mit dem Thema hier zu tun? PS: Zu Deinem Punkt "Wie immer verarscht die westliche Welt die Afrikaner." Wo tun wir/die westliche Welt das?
31.10.2011
RebekkaH hat geschrieben:
Darüber hab ich in der Schule ein Referat gehalten!
In Afrika leben 95% der Menschen ohne Strom, da frag ich mich, warum da ewig lange Leitungen duch das Meer gebaut werden müssen, nur das der Strom dann zu uns kommt. Marokko hat den Strom wohl nötiger!
31.10.2011
midori hat geschrieben:
Es freut mich zu hören, dass mehr und mehr auf erneuerbare Energien gesetzt wird. Trotzdem gefällt mir die Sache nicht so ganz. Welche Vorteile genießt Marokko denn dadurch? Solange das unser Solarkraftwerk ist, müssen sie den Strom trotzdem erkaufen. Und ich finde es absolut unter aller Sau, dass wir unsere Kraftwerke in fremde Länder setzen und ihnen damit die Einnahmequelle streitig machen. Besser wäre es gewesen, man hätte Marokko beim Bau eines Solarkraftwerkes unterstützt. Denn dann hätte auch Marokko endlich eine Einnahmequelle und das Land könnte sich entwickeln. Aber nein! Die Europäer wollen sich natürlich nicht abhängig machen. Es könnte ja schließlich auch passieren, dass Marokko aufmüpfig wird und dann vielleicht die Stromexporte streicht. Nennt sich sowas aber Entwicklungshilfe? Denn das versteh ich viel mehr darunter, als wenn Deutschland seine abgepackten Resthühnchen nach Afrika exportiert und damit auch noch den dort heimischen Markt ruiniert.

@Angelina: Danke trotzdem für den Bericht! Gut darüber zu wissen! ;o)
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