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Emissionshandel mit dem Töten von Kamelen


von TaniaTukan
09.06.2011
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Ein wirklich abartiges Thema hat es in das australische Parlament geschafft: Das Töten von Kamelen soll mit CO2-Zertifikaten belohnt werden.

In Australien leben ca. 1,2 Millionen Kamele in freier Wildbahn. Vor über 150 Jahren wurden sie zum Lasttragen nach Australien gebracht - und sind heute wenig beliebt: sie grasen die ohnehin karge Vegetation des Landes ab und nähern sich ohne Scheu menschlichen Siedlungen, um an das knappe Wasser zu gelangen.

"Jedes Tier rülpst im Jahr eine Tonne Treibhausgase in die Luft.", so John Cobb, der Agrarsprecher der Opposition. Er ist dafür den gesamten Kamelbestand auszurotten, um das Klima zu schützen.
Die gesamte Herde stoße 45 Tonnen Methan im Jahr aus. Das entspricht der Emission von 300 000 PKWs. Und das, wo Methan 21 Mal klimaschädigender ist als Kohlenstoffdioxid.

Wie weit kann der Mensch noch sinken? Wie kann er sich anmaßen, Tiere für das zu töten, was er selber verzapft hat? Wie kann man sich solch einer billigen Ausrede bedienen und den Klimawandel dafür vorschieben, sich unliebsamer Mitbewohner zu entledigen - auf einem Kontinent, der nun wahrlich für seine Weite und leere Landstriche bekannt ist?

 

Quellen: mdr, dpa
Bild: dpa

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Kommentare (16)
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17.07.2011
Sophun hat geschrieben:
@ Babbuina du hast alles gesagt, was ich auch gesagt hätte thumbs up;) @Rhino nochmal wiederholt: die tiere sollen nicht für das leiden, was die menschen verbockt haben. ökologie entwickelt sich, genauso wie die natur an sich und wer weiß, was sich in australien alles entwickeln könnte. nur weil wir die natur so wollen, wird sie sich uns zwangsläufig nicht beugen und soll sie auch nicht. eigene reservate für kamele? für wombats? nur sowas wird die australische regierung nicht tun. sie will sich ein gutes gewissen im klimaschutz einkaufen und dafür müssen eben diesmal die kamele herhalten, das wird alles so hingeschoben, dass es passt. eklig. unmenschlich. widerlich. und ich wette nach dieser debatte ham sie sich genüsslich nen billigfleisch reingezogen. finde den fehler. dann könnten sie genauso gut auf dieses verzichten, was definitiv mehr helfen würde und nachhaltiger wäre.
17.07.2011
Sophun hat geschrieben:
@ Babbuina du hast alles gesagt, was ich auch gesagt hätte thumbs up;)
@Rhino nochmal wiederholt: die tiere sollen nicht für das leiden, was die menschen verbockt haben. ökologie entwickelt sich, genauso wie die natur an sich und wer weiß, was sich in australien alles entwickeln könnte. nur weil wir die natur so wollen, wird sie sich uns zwangsläufig nicht beugen und soll sie auch nicht. eigene reservate für kamele? für wombats? nur sowas wird die australische regierung nicht tun. sie will sich ein gutes gewissen im klimaschutz einkaufen und dafür müssen eben diesmal die kamele herhalten, das wird alles so hingeschoben, dass es passt. eklig. unmenschlich. widerlich. und ich wette nach dieser debatte ham sie sich genüsslich nen billigfleisch reingezogen. finde den fehler. ökologie ?
09.07.2011
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
09.07.2011
Bienenkoenigin hat geschrieben:
@Rhino: Deine Argumente sind alle einleutend, ich verstehe die auch und viele davon würde ich auch unterschreiben! Wobei mir nur dein Gedanke NAtur und Mensch zu trennen nicht gefällt. Ich denke es ist einfach so wichtig, dass Mencshen die NAtur erleben, denn was der Mensch nicht kennt, dass schützt er auch nicht! Deswegen finde ich Zoos in gewisser weise ne gute Sache!
06.07.2011
Babbuina hat geschrieben:
Okay hab ich richtig verstanden. Die MENSCHEN töten KAMELE damit die CO2 Emmisionen zurück gehen. Jetzt geben wir also den Kamelen die Schuld. na super. Auch wenn jetzt die Aussage total grotesk und nicht umsetztbar (und auch nicht von mir gewünscht ist) kann man genausogut sagen : Tötet die Menschen. Sie verursachen auch CO2. Ist klar das sich die Menschheit wieder den einfachsten Weg aussuchen will. Ich bin auch dafür, dass die Kamele in ihre natüriche Umgebung gehören. Also Menschheit : Ihr habt sie hergebracht, dann könnt ihr sie auch wieder zurück bringen. Immer alles den anderen in die Schuhe zu schieben ist keine Lösung.
15.06.2011
Rhino hat geschrieben:
Ich weiß, ich mach mich jetzt unbeliebt, aber ich unterstütze das Töten der Kamele, da sie die Ökologie des Outbacks extrem bedrohen.

Sie gehören dort (wie bereits von anderen erwähnt) nicht hin, inwiefern die CO2-Argumente stimmen, kann ich nicht sagen, aber Kamele sind in Australien Parasiten, ihre Heimat ist der Arabische Raum und nicht das Outback, mans sollte sie jetzt töten, ehe sie noch die gesamte native Fauna verdrängen.

Ein idealer Raum für Mensch und Tier ist das Outback erst, wenn man der Agrarindustrie ihren (kleinen!) Teil gibt und den restlichen Teil der NAtur überlässt, so könnte z. B. der stark bedrohte Haarnasenwombat (nur noch etwa 100 Exemplare) gerettet werden. Diesen brachte die zunehmende Nutzung seines Habitats für Nutztiere an den Rand der Ausrottung, also sollte man meiner Meinung nach folgendes tun, um das Outback Australiens zu schützen:
1. viel strengere Kontrolle (und Gesetzte) für die Agrarpolitik
2. Errichtung von großflächigen (und dabei ist wirklich GRÖßENFLÄCHIG gemeint) Reservaten in Gebieten, in denen kritisch gefährdete oder stark gefährdete Arten vorkommen, Tötung sämtlicher eingeführter Arten und verwilderter Nutztiere und Verbot von Viehhaltung in einem bestimmten Umkreis eines solchen Reservates
3. härtere Bedingungen von Tourismus im Outback (und gänzliche Eindämmung des Tourismus in bestimmten Gebieten, denn Touristen sind oft die schlimmsten Parasiten)
4. systematische Ausrottung eingeführter Arten, wie dem Fuchs, dem Kamel oder der Aga-Kröte

MAn sollte auf eine zunehmende Isolierung zwischen Landwirtschaft und NAtur zusteuern, denn Mensch und Tier leben nunmal leider selten friedlich nebeneinander

Ich weiß das klingt makaber, aber für mich ist Ökologie wichtiger als das Leben der Kamele und dazu stehe ich auch.
14.06.2011
JesusFreak hat geschrieben:
die sind doch verrückt, sowas zu machen!!!
12.06.2011
Happyworld hat geschrieben:
Warum muss man sie denn dann gleich töten.
Man sie ja einfangen und dann wo anders hinbringen
oder soo.
Aber sie gleich umzubringen ist doch keine Möglichkeit.
Da stimme Ich mango aber wirklich zu.
10.06.2011
mango hat geschrieben:
omg...man kann sie doch auch auf andere weise eindämmen, aber gleich umbringen ?! ist das überhaupt in australien mit dem tierschutzgesetz zu vereinbarn?
es gibt doch sicherlich schon leute die dagegen protestiert haben(hfftl) !!
10.06.2011
mango hat geschrieben:
omg...man kann sie doch auch auf andere weise eindämmen, aber gleich umbringen ?! ist das überhaupt in australien mit dem tierschutzgesetz zu vereinbarn?
es gibt doch sicherlich schon leute die dagegen protestiert haben(hfftl) !!
10.06.2011
LaLoba hat geschrieben:
UM DAS KLIMA ZU SCHÜTZEN?! Also das ist doch mal wieder typisch! Anstatt bei sich selbst die Fehler zu suchen ist es wieder die Schuld der Tierwelt. Das ist doch echt das letzte!
10.06.2011
LSternus hat geschrieben:
Ich weiß, dass Kamele in Australien für einheimische Tiere ein echtes Problem darstellen, da es im Outback keine Raubtiere gibt, die es mit einem ausgewachsenem Kamel aufnehmen könnte, aber das Argument, dass die Tiere für das Klima schädlich wären ist schlichtweg lächerlich.
09.06.2011
Killari hat geschrieben:
Ob Kamele wirklich so klimaschädlich sind, kann ich nicht beurteilen. Tatsache ist allerdings, dass sie nicht nach Australien gehören und ebenso wie andere dort vom Menschen eingeführte Tiere, wie Kaninchen, Füchse, Mäuse, Hunde und Katzen, extrem auf das Ökosystem einwirken und den Bestand heimischer endemischer Tier- und Pflanzenarten bedrohen, indem sie die knappen Wasserreserven verbrauchen und Pflanzen schneller abfressen als diese nachwachsen können. Es ist grausam für die Kamele, aber für die dortige Flora und Fauna sicher ein Segen. Es darf einfach gar nicht soweit kommen, dass wir Menschen so in bestehende Ökosysteme eingreifen und sie nach unseren Vorstellungen verändern. Kamele brachte man damals für den Transport nach Australien, was zumindest noch nachvollziehbar ist. Kaninchen und Füchse hingegen wuren zur Freizeitbeschäftigung eingeführt: zur Jagd.
09.06.2011
alpenschutzer hat geschrieben:
bah *kotz*
09.06.2011
alpenschutzer hat geschrieben:
o.O solche leute gehören inen knast es ist pervers und abartig zugleich
09.06.2011
RebekkaH hat geschrieben:
Oha, das ist wirklich abartig. Wird das Fleisch von den Kamelen wenigstens verwendet? Dann ist es zwar immer noch schrecklich, aber nicht mehr ganz so arg.
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