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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Eisschmelze in der Antarktis unumkehrbar


von Carina
17.06.2014
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Glitzernd in der strahlenden Mittagssonne perlt ein kleiner Wassertropfen ab von dem festen Eis, sammelt sich, wächst und wächst, und setzt sich schließlich in Bewegung. Langsam erst, fast zögernd, läuft er am Gletscher hinab, dann wird er schneller und immer schneller und fällt schließlich – ins Meer.

Und ihm folgt noch ein Tropfen. Und noch einer.

Tropf … Tropf … Tropf …

Unaufhörlich. Wie ein kaputter Wasserhahn. Mit einem entscheidenden Unterschied: Diesen Wasserhahn wird niemand mehr reparieren.

Das zumindest behaupten US-amerikanische Wissenschaftler der NASA. Sie haben mithilfe von Schiffen, Flugzeugen und Satelliten die Eisschmelze in der Antarktis erforscht und dabei erschreckende Feststellungen gemacht:

1. Der Klimawandel schreitet schneller voran als erwartet.
2. Die Eisschmelze in der Antarktis lässt sich nicht mehr aufhalten.
3. Der Meeresspiegel wird noch drastischer steigen als befürchtet.

Ist es wirklich so dramatisch? Anhand welcher Kriterien legt man fest, ab wann eine Gletscherschmelze unumkehrbar ist? Darauf habe ich keine Antwort gefunden. Der NASA-Wissenschaftler Eric Rignot von der University of California Irvine sagte zumindest: "Ein großer Teil der Eiskappe in der Westantarktis ist in einem Stadium des unumkehrbaren Rückzug.“ In den bisherigen Berechnungen des Weltklimarates zum Anstieg der Meeresspiegel sei das Phänomen nicht ausreichend berücksichtigt. In den kommenden zwei Jahrhunderten werde das Niveau des Meeresspiegels allein aufgrund der Gletscherschmelze im Westen der Antarktis um 1,2 Meter ansteigen.

Und der Rest der Antarktis? Um den scheint es leider nicht besser bestellt. Deutsche Forscher warnen vor einer großen Eisschmelze in der Ost-Antarktis. Durch das Verschwinden eines "Eispfropfens", der ein Eisfeld im Wilkes-Land südlich von Australien derzeit zum Meer hin begrenzt, würde ein unaufhaltsamer Prozess ausgelöst: Das Eisfeld liegt in einem riesigen Tal. Selbst wenn der Klimawandel nach Abschmelzen des „Stopfens“ gestoppt werden könnte, würde das gesamte Eisfeld nach und nach ins Meer fließen und schmelzen.

Bei diesen düsteren Vorhersagen ist meiner Meinung nach vor allem eines wichtig: Nicht den Mut verlieren! Und niemals nie sagen. Solche Nachrichten sind kein Grund den Kopf hängen zu lassen und entmutigt die Hände in den Schoß zu legen. Ganz im Gegenteil: Sie sind ein Aufruf dafür, sich noch energischer und tatkräftiger für den Klimaschutz einzusetzen.

Quellen:
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wissenschaft/d/4735688/fuer-den-suedpol-ist-es-bereits-zu-spaet.html
http://www.nwzonline.de/us-forscher-gletscherschmelze-in-der-antarktis-unumkehrbar_a_14,7,2401788002.html
http://www.n24.de/n24/Wissen/Mensch-Natur/d/4686946/-das-gesicht-unseres-planeten-wuerde-sich-veraendern-.html

Bilder:
Wikimedia Commons
© Michael Poliza / WWF

 

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Kommentare (9)
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19.06.2014
Alisenturk hat geschrieben:
Vielen Dank für deinen gelungenen aber traurigen Bericht.
Selbst nicht, wenn man den 2°C Limit bis 2050 einhält ?


Mit freundlichen Grüßen
18.06.2014
Lisa18 hat geschrieben:
Vielen Dank für den leider sehr traurigen und ernsten Bericht! Ich hoffe, ebenfalls das diese schlimmen Vorhersagen sich nicht bewahrheiten werden, aber ich muss auch sagen, dass ich das leider selber nicht glaube:( Dafür sieht es einfach zu schlecht aus.
18.06.2014
Lea123 hat geschrieben:
es ist wirklich traurig aber es stimmt jeder kann daran etwas ändern egal ob in Gruppe oder alleine
18.06.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Ich stimme Luke24 zu. Es ist immer wieder erschreckend, dass die meisten Menschen zwar über diese Vorgänge Bescheid wissen, sie es letztendlich aber nicht wirklch interessiert....
18.06.2014
Luke24 hat geschrieben:
Die interessante Frage ist ja, warum "der Mensch" immer noch wie bisher (wenn nicht noch schlimmer) weitermacht, obwohl er weiß, dass es früher oder später böse enden wird. Das ist wie wenn ein Loch in sein eigenes Schiff bohrt.
Ich fürchte, viele - auch Menschen in hohen Positionen - denken sich, dass (um bildlich zu sprechen) das Schiff noch so lange schwimmt, wie sie leben werden. Und danach können sich andere darum kümmern .... .
In meinen Augen fehlt einfach häufig die Weitsicht.
18.06.2014
Caity271200 hat geschrieben:
Ich versteh einfach nich wie die sowas denken können. Natürlich könnten wir Menschen was machen, wir müssen uns halt einfach mal anstrengen. Auch kleine Taten, die wir als alltäglich sehen, können etwas verändern wenn es viele tun. Zum Beispiel öfter mit dem Fahrrad fahren, statt mit dem Auto oder mehr gemüse oder wenigstens Fleisch aus der Region, das nicht importiert werden muss essen!!! Ich könnte noch ewig weiterscheiben, aber ich hör jetzt lieber auf!!!!
18.06.2014
Helen98 hat geschrieben:
Mir war klar, dass das irgendwann nicht mehr zu retten ist, aber jetzt schon? Das ist echt erscheckend
17.06.2014
Celine2Grad hat geschrieben:
Da muss ich erst mal schlucken. Schwer zu glauben, dass der Vorgang unumkehrbar sein soll und wir irgendwann keine Arktis mehr haben sollen - aber irgendwann musste dieser Tag ja kommen. Mich jedenfalls motiviert diese Nachricht aber, solche Hiobsbotschaften künftig vermeiden zu helfen!
Danke für den aufrüttelnden und schön geschriebenen Bericht!
17.06.2014
thinkgreen26 hat geschrieben:
Das sind ja keine rosigen Aussichten...
Es ist wirklich schlimm wie sich das Ganze entwickelt. Hoffentlich können wir wenigstens noch einen Teil der Antarktis retten.
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