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Eine unbequeme Wahrheit


von Punky
22.07.2011
7
0
25 P

"Wir müssen handeln - und zwar schnell!"  Diese Botschaft möchte uns Al Gore, ehemaliger Vizepräsident der USA, überbringen. Seit seinem Verlust bei der Präsidentschaftswahl entschloss er sich, sein Leben voll und ganz dem Schutze der Umwelt zu widmen. Der brillante Regisseur Davis Guggenheim nahm sich den Enthusiasmus des damals 59-Jährigen zu Herzen und drehte einen Film über dessen Leben und seine Arbeit. Als Titel trägt der Film "Eine unbequeme Wahrheit", der äußerst passend gewählt wurde.
Der Kinofilm erzählt von Gores Anfängen in der Politik, von seinem Studium und von seinen ersten Begegnungen mit der "unbequemen Wahrheit". Schon früh entwickelt er mit einem seiner Uniprofessoren die Theorie des anthropogenen Treibhauseffektes, wobei sie Messungen anstellen und auf verheerende Ergebnisse stoßen. Erschüttert von diesen Erkenntnissen versucht Al Gore die Menschen zu warnen indem er Diavorträge hält, in denen er oftmals mit Sarkasmus und Ironie auf die Schwachstellen der Politik hinweist.
Bei besagten Vorträgen informiert er sein Publikum über die Folgen des Klimawandels, wie zum Beispiel das vermehrte Auftreten von Hurrikanen und das Steigen des Meeresspiegels. Immer wieder blendet er Animationen ein und verstärkt seine Aussagen mit zahlreichen Statistiken und Schaubildern. Eine der Animationen zeigt einen Eisbären, der verzweifelt auf der Suche nach einer Pappeisscholle ist, weil er dieses Eis notwendig zum Leben braucht. Da Eisbären aber dank der globalen Erwärmung oft viel zu große Strecken zurücklegen müssen, sterben sie vor Erschöpfung, Müdigkeit und/oder Hunger. Wenn nun jemand behauptet, das würde doch sonst auch geschehen, so liegt er falsch. Laut dem einstigen Vizepräsidenten wurde nämlich 2005 der erste ertrunkene Eisbär entdeckt. Eine Entdeckung, die alles andere als natürlich ist.
Mit diesem und noch vielen weiteren Beispielen bringt der engagierte Umweltschützer seinen Zuhörern jene unbequeme Wahrheit nahe, die der Großteil der Bevölkerung einfach nicht wahrhaben will. Trotz des ernsten Themas ist dieser Film aber keinesfalls ein trockener Dokumentationsstreifen. Mit viel Humor und einer Nachsichtigkeit, mit der sich der heute 63-jährige über die teilweise sehr primitive Sichtweise seiner Kontrahenten lustig macht, stimmt er die Menschen auf das Thema ein und versucht sie auf den richtigen Weg zu leiten. Am Ende gibt er noch sehr viele Tipps preis, die helfen sollen unser Klima zu retten.
„Eine unbequeme Wahrheit“ ist ein sehr empfehlenswerter Film mit einer sowohl erschütternden, als auch erleuchtenden Wirkung.
Wie nicht anders zu erwarten war hat dieser Film für eine Menge Aufruhr gesorgt. Al Gore hat sich damit nicht nur Freunde gemacht und viele wettern gegen seine Aussagen. Aber was wäre anderes zu erwarten gewesen? Schließlich stößt selten etwas auf so viel Widerstand wie die Wahrheit selbst.
 

Wenn ihr mehr über den Film erfahren wollt, könnt ihr das hier nachlesen:
http://movies.uip.de/eineunbequemewahrheit/ait_live/aboutthefilm/

 

 

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Kommentare (7)
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Sortieren nach Aktualität:
30.07.2011
Christina1107 hat geschrieben:
Toller bericht, hab ich alles nicht gewusst. Den Film werd ich mal anschauen. :)
24.07.2011
Punky hat geschrieben:
danke, freut mich, dass es doch noch für jemanden neu war =)
23.07.2011
KimBeere hat geschrieben:
den Film hab ich letztens gesehen. Sehr schön und danke dass du nochmal drauf aufmersam machst!
23.07.2011
LaLoba hat geschrieben:
Danke für den Bericht! Den Film werde ich mir bei Gelegenheit mal anschauen. Ist sicher interessant.
22.07.2011
Kara hat geschrieben:
Schöner Bericht aber... der Film ist schon 5 Jahre alt, ich bin mir ziemlich sicher den kennen hier schon die Meisten.
22.07.2011
Punky hat geschrieben:
klar ist er kein wissenschaftler, aber er hat bei so nem professor studiert, mir fällt der name nicht ein, ist ne weile her, dass ich den film gesehen habe. und die dinge, die er erwähnt hat, habe ich alle wo anders schon gehört und gelesen, von daher übertreibt er meiner meinung nach weniger... und wir haben jetz 5 jahre später, mittlerweile ist das was er gesagt hat ja mit sicherheit eingetroffen.
ich für meinen teil fand den film richtig gut
22.07.2011
Schimon hat geschrieben:
"Al Gore hat den Nobelpreis dafür bekommen, dass er höchst wirksam vermocht hat, die amerikanische Öffentlichkeit für die Gefahren eines globalen Klimawandels und der unbekümmerten Emission von Kohlendioxid zu sensibilisieren." ... er selbst ist ja kein Wissenschaftler und genau deshalb kommt er so überzeugend rüber; ich hoffe nur, dass die von ihm aus dem Kuchen gepickten Rosinen nicht genauestens überprüft werden und deren Übertreibung nicht so populär wird wie sein Werk selbst.
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