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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Die Zukunft der Architektur...


von Peet
27.04.2010
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 Bevor jetzt Trommelfeuer an Fakten über Bauwerke der Menschheit über euch prasseln, stellt man sich die grundlegende Frage, liegt die Architektur in der Zukunft oder kann uns die Vergangenheit eines besseren belehren? Was bedeutet das Wort Zukunft für die Architektur überhaupt und wird es so etwas wie eine Symbiose zwischen der Architektur und Energie sparen?

Es gibt massenhaft Fotos, Zeichnungen oder sonstige Artworks, die allesamt das selbe zeigen – abstrakt aussehende Gebäude. Die einen versuchen mit eleganten Formen und Konturen sich in die Landschaft zu integrieren und die anderen wiederum könnten auffälliger gar nicht sein. Was allerdings immer mehr auffällt ist die Tatsache, das in den Visionen der Zukunft die Natur als Vorbild genommen wird. Kein besseres Vorbild verdeutlicht uns die Ausgewogenheit zwischen den Elementen. Die Figuren und Formen die die Natur uns tagtäglich vor Augen führt sind einzigartig und faszinieren uns seit Menschengedenken. Doch das ist nur ein Ideal unter vielen.

Zunächst betrachten wir erst einmal ein Beispiel, welches uns deutlich zeigt, das wir mit der Zukunft oft falsch liegen.
Brasilia wurde vor rund 50 Jahren in einer Rekordzeit von gerade einmal vier Jahren mitten in Brasilien in den Boden gestampft. Somit wurde Brasilien ganz erschlossen und modernisierte das Land von innen heraus. Millionen Landarbeiter strömten in die Stadt um Arbeit zu finden und die bekamen sie auch. Eine urbane Gesellschaft entstand. Die Stadt, die nur für Autos gebaut war, besaß auch mehr als genug davon. Für Fußgänger schien kein Platz in dieser Stadt zu sein. Sie sollte den Fortschritt symbolisieren. Das Auto war das ultimative Symbol dafür. Ebenso Banken und Hotels, die einen gesonderten Bezirk innerhalb dieser Stadt bekamen.

Diese Stadt wurde im Zeitalter des Öl's gebaut. Die Sorgen des Klimawandels waren noch weit entfernt und das Auto war das Symbol für Reichtum und Luxus. Diese Stadt fixierte sich auf solch ein Symbol. Das Symbol heute ist schlicht und einfach grün. Grün steht in dem Sinne für die Natur, die Natur als unser Vorbild. Sparsam und effizient zu gleich.

Noch sind wir abhängig vom Erdöl. Öl beeinflusst unsere Benzinpreise und Lebenshaltunskosten. So viele Dinge sind aus diesem Erdöl, welches unser Leben zu einem Luxus verholfen hat, den wir heute nur noch als Standard ansehen. Aber Öl ist noch viel mehr. Es ist der Grund für Kriege, Terrorismus und Korruption. Es ist unser Streben nach Profit, welches uns so lange am Öl hält, bis auch der letzte Rest davon verbraucht ist. Es waren Utopien und naiver Optimismus die damals die Zukunft gestaltet haben.

Betrachten wir nun einmal ein aktuelles Projekte, welches für rund 22 Milliarden Dollar in Abu Dhabi entsteht. Masdar City, die erste Stadt die zu 100 Prozent kohlendioxidneutral funktionieren soll. Durch eine maximale Bevölkerungsanzahl von rund 100.000 Menschen sollen rund 50.000 von ihnen tagtäglich innerhalb dieser Stadt pendeln. Das Pendeln war gerade in der Vergangenheit durch Staus und verpestete Luft geprägt. In Masdar City soll alles über die öffentlichen Verkehrsmitteln laufen. Das Personal-Rapid-Transit-System, welches für die Stadt entwickelt wurde, wird vollständig aus elektrisch betriebenen Fahrzeugen bestehen, welche wiederum durch Solarkraftwerke versorgt werden.
Jedes Haus versorgt sich selbst mit Energie und zwar durch Solaranhalgen auf dem Dach, man nennt sie auch Null-Energie-Häuser. Diese Art der Architektur ist zukunftsweisend, streng nach der Devise: Expandieren, nicht nach außen sondern nach innen.

Doch Masdar City wird noch einige Zeit auf sich warten lassen. Betrachtet man zwei andere Beispiele hier in Deutschland oder um genauer zu sein in Frankfurt am Main, so sieht man, dass es mit kleinen Projekten voran geht. Der Neubau für die Kreditanstalt für Wiederaufbau soll im weltweiten Vergleich am wenigsten Energie verbrauchen. Ebenso Energie sparend soll der Neubau der Europäischen Zentralbank werden. Intelligente Fassaden sollen als Energiespeicher dienen und leiten natürliche Luftströme nach ins Innere. Abwärme aus den Rechenzentren sollen im Winter wärmen und so genannte Kühldecken ersetzen die Klimaanlage.

Liegt also die Zukunft der Architektur in der Vergangenheit? Allem Anschein nach nicht. Durch innovative Projekte im Bereich der Erneuerbaren Technologien werden immer reifere Prototypen von Häusern marktreif gemacht, das die grüne Welle auch in den Städten vollzogen werden kann. Vom stumpfen Beton weg, hin zu eine grünen Lebensweise im Einklang mit Energie sparenden Häusern oder so genannten Null-Energie-Häusern.


Doch wie werden die Normalverbraucher leben? Gibt es heute schon Häuser, die zukunftsweisend sind? Ja, die gibt es. Durch optimale Dämmungen an den Außenwänden, dem Keller, das Dach und der Bodenplatte kann innerhalb des Winters enorm an Wärme gespeichert werden. Durch viel Fensterflächen die möglichst nach Süden hin gerichtet sind, können Sonnenstrahlen optimal aufgefangen werden. Zudem sinkt der Verbrauch an Energie aufgrund der wenigen Lampen, da durch die Sonne viel Licht vorhanden ist. Licht ist allerdings noch im Bereich der Solaranlagen unverzichtbar. Durch Maßnahmen dieser Art kann einiges eingespart werden.

Quellen:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,690333-2,00.html

http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/tracks/Tracks-A-Z/1092140.html

http://derstandard.at/1265852018998/Architektur-Die-Zukunft-der-Vergangenheit

http://www.energie-sparen-24.de/energiesparen/solaranlagen.html

http://www.frankfurt-interaktiv.de/frankfurt/wirtschaft/ezb/ezb.html

Bild: http://www.op-online.de/bilder/2009/12/17/561252/1790917899-computerbild-ezb-neubau.9.jpg

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Kommentare (2)
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27.04.2010
Peet hat geschrieben:
Masdar City ist allerdings auch keine herkömmliche Stadt. Eher eine riesen Universität ;)
27.04.2010
LukasH hat geschrieben:
Masadar City erinnert mich
an eine dännische Insel die
es jetzt schon geschaft hatt nur
erneuerbare Energie zu beziehen.
Natürlich viel kleiner aber trotzdem ein
Beispiel dafür das es nicht unmöglich ist.
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