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Die Tragödie vor den Küsten Fukushimas


von RichardParker
25.04.2015
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Es ist ein Bild des Grauens. 17 Delfine stranden an einem Strand unweit von Fukushima, alle sterben qualvoll. Doch, dass was bei einer Autopsie herauskam ist viel viel schlimmer.


Die Lungen der Tiere waren ganz weiß, was laut der Wissenschaftler ein Indiz dafür ist, dass das ganze Blut zu den inneren Organen geflossen ist. Dass ist ein eindeutiger Beweis für radioaktive Verstrahlung.


An den Organen war keine Anzeichen für eine Veränderung, Infektion oder Krankheit zu sehen, aber dann waren da die Lungen, so weiß, wie man sie noch nie gesehen hat. Ischämie lautet die Begründung. Ischämie bezeichnet eine Minderdurchblutung oder gar ein Durchblutungsausfall eines Gewerbes oder eines Organs. Es wird unterschieden zwischen zeitweiliger und dauerhafter Ischämie.


Dauerhafte Minderdurchblutung kann den Stoffwechsel behindern oder gar unterbinden. Früher oder später tritt ohne Behandlung unweigerlich der Tod ein. Gammar-Strahlung kann Grund dafür sein, dass es zu einer ischämischen Herzerkrankung kommt, von der Menschen wie Tiere betroffen sein können.


Das Vorkommen der Erkrankung wurde mittels einer Studie erforscht. Man nahm 1200 Arbeiter mit demselben Geburtsjahrgang, die in alle mit nuklearen Stoffen arbeiteten und stellte fest, dass die Erkrankung hier recht häufig vorkommt, Tendenz steigend. Und das ist nicht die einzige Studie auch in den Gebieten wo man mit nuklearen Materialen hantiert, wird über einen besorgniserregenden Anstieg der ischämischen Herzerkrankung berichtet.


Zur Erklärung: 1989 wurde von der IAEA (International Atomic Energy Agency) ein Projekt zur Sicherheit und zum Schutz von Bürgern in radioaktiv-kontaminierten Gebieten gegründet. Infolge der Katastrophe von Tschernobyl drei Jahre zuvor wurde es das „Chernobyl Project“ genannt. Heute, 26 Jahre danach, passieren immer noch schreckliche Tragödien wie jener der 17 verendeten Delfine. Sie hat uns wieder einmal in trauriger Weise gezeigt, was Atomkraft alles anrichten kann.


Meine Kehle schnürt sich zu, wenn ich daran denke, wie viele Schicksale an so einer Gefahr hängen. Egal ob Mensch oder Tier, es kann nicht sein, dass immer wieder Katastrophen passieren müssen und die Menschen selbst dann den Schuss noch nicht gehört haben.

Es hängt so viel an einer einzigen Entscheidung. Vielleicht irgendwann unser eigenes Leben und nicht mehr nur das von anderen, die uns ja nichts angehen… DAS IST NICHT WAHR!! Gerade jetzt sollten wir uns für alles in der Welt interessieren und HANDELN.

Bild- und Textquelle:

http://yournewswire.com/dead-dolphins-in-fukushima-stranding-found-with-white-radiated-lungs/

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Kommentare (6)
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Sortieren nach Aktualität:
12.05.2015
PandaTatze hat geschrieben:
Schrecklich, dass immer mehr Katastrophen passieren müssen, damit sich der Schleier von den Augen der Menschen löst~aber selbst dann löst er sich nicht
Sehr gelungener Bericht! Freue mich echt immer sie zu lesen ! ;)
28.04.2015
LSternus hat geschrieben:
Nach dieser Autopsie kann es nicht noch mal ignoriert werden:
Atomenergie ist weder sauber noch ungefährlich.
Eigentlich kann eine Abkehr von fossilen Brennstoffen nur die einzige Konsequenz sein.
26.04.2015
AnnaHaas hat geschrieben:
Das ist sooo schrecklich!!!!!!!!
Verrückt, dass die Leute nicht drüber nachdenken oder die Folgen ignorieren...
26.04.2015
Luke24 hat geschrieben:
Ja, die Kernkraft. Kurzfristig kann sie helfen, Klimaziele einzuhalten und Energie unabhängig von fossilen Brennstoffen zu erzeugen. Was langfristig passieren kann, sieht man dann an diesem Bericht ....
25.04.2015
Celine21 hat geschrieben:
Es ist einfach nur schrecklich mal wieder zu sehen dass Tiere wegen uns Menschen sterben...
25.04.2015
Alina22 hat geschrieben:
Es ist eine Tragödie, die in Fukushima geschehen ist. Wenn ich daran denke, dass etwas in der Art jederzeit irgendwo wieder passieren könnte, wird mir ganz schlecht - vor allem, was die nicht kalkulierbaren Spätfolgen angeht. Noch problematischer finde ich jedoch, dass selbst, wenn es keine Unfälle gibt, Abfall anfällt, für dessen Zukunft keiner sicher garantieren kann.
Ich hoffe auf Forschung, die die Halbwertszeiten der Abfälle auf ein erträgliches Maß reduziert. Damit könnte man hoffentlich Tschernobyl und Fukushima entkontaminieren und auch das Problem mit der Endlagerung zwar nicht lösen aber übersichtlicher machen...
Den Betroffenen von Fukushima - egal ob Mensch oder Tier- ist damit im Moment nicht geholfen aber vielleicht lassen sich Fehler ja wieder gut machen. Hoffentlich...

Danke für diesen Bericht, der auf dieses wichtige Thema aufmerksam macht!
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