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Die Antworten auf Eure Fragen: Videobotschaft von Thomas Duveau, WWF-Experte zum Thema Energie


von clarawest
02.03.2012
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Liebe Community,

gerade ist die Videobotschaft von Thomas Duveau, WWF-Experte zum Thema Energie, mit den Antworten auf Eure Fragen online gegangen!

Wir waren echt total überwältigt von den vielen spannenden Fragen, die ihr gestellt habt. Das freut uns sehr! Leider war es nicht möglich, alle im Detail in der Botschaft zu beantworten.
Daher lässt Thomas schön grüßen und hat uns auf die Fragen, die nicht in der Botschaft aufgegriffen werden konnten, Hinweise, Antworten und Rückfragen geschickt, die wir Euch nicht vorenthalten wollen:

Luise-Karoline-Luzy hat geschrieben:

Wir geben täglich z .B 120 Euro aus. Hat das eine Auswirkung auf die Natur es immer wieder herzustelllen?

Thomas fragt, ob Du Deine Frage nochmal genauer fassen könntest? Wofür werden 120 Euro täglich ausgegeben?

Haben wir auch natürliche Arten Energie und Strom zu machen?

Thomas: Na klar: Die Erneuerbaren Energien! Auf dieser Seite findest Du viele Informationen, hier kann man sich gut ins Thema einlesen: http://www.unendlich-viel-energie.de/

MarcelB hat geschrieben:

3. Ist eine Verringerung des Energiekonsums, nur durch effizientere Produkte zu erreichen, oder kann man auch beim menschlichen Handeln selbst anknüpfen?

Thomas: Am Beispiel eines Autos kann die Frage ganz gut beantwortet werden. Option1: Weniger (oder gar nicht fahren) und dann erst Option 2: Effizientes Auto, das weniger verbraucht. Diese Logik lässt sich auf viele Bereiche erweitern. Weitere Infos gibts unter http://www.deneff.org/

Laurii hat geschrieben:

Wenn man jetzt in nächster Zeit gedacht, die Wende zur nachhaltigen Energien schaffen würde, in wie vielen Jahren würden die Verbesserungen für die Natur spürbar sein/werden?

Thomas: Es geht ja in erster Linie darum, Veränderungen in der Zukunft zu verhindern. Insofern ist die Frage nicht eindeutig zu beantworten. Durch die Energiewende verhindern wir indirekt den Klimawandel und schützen dadurch die Natur. Ein paar schöne Beispiele gibt es hier: http://www.pik-potsdam.de/services/infothek/klimawandel-und-schutzgebiete

peacemeinfreund hat geschrieben:

Wie viel Geld wird jährlich in die in die Forschung erneuerbaren Energien investiert ?
Welches Land ist führend in Sachen erforschen erneuerbare Energien ?

Thomas meinte, es wären ca. 1,5 Milliarden für die Forschung und 4 Milliarden für Investitionen in Produktionsanlagen. Die absoluten Beträge sind aber nicht sehr aussagekräftig, um Länder zu vergleichen. Darüber hinaus muss der Mix aus staatlichen und privaten Zahlen – die z.T. nicht transparent sind, analysiert werden. Deutschland ist nicht Innovationsweltmeister, aber verfügt über gute Forschungsinstitutionen, nur ein Beispiel unter vielen findet Du hier: isi.fraunhofer.de/isi-de/index.php

MarcelB hat geschrieben:

2. Sind hohe Ölpreise eine effektive Möglichkeit, die CO2-Emissionen zu verringern?

Thomas: Nein, nicht direkt. Aber hohe Ölpreise führen dazu, dass weniger Energie nachgefragt wird, was wiederum zu weniger Emissionen führt. Ein sogenannter indirekter Effekt.

Honeygirl18 hat geschrieben:

Bringt Solarenergie auch neben den vielen Vorteilen auch Nachteile?

Thomas: Ja, aber wesentlich weniger als konventionelle Energieformen, wie z.B. Atom oder Kohle. Die Frage sollte sein: Bei welcher Energieform überwiegen die Vorteile?

Himbeere hat geschrieben:

Gibt es in Solarzellen umweldschädliche Stoffe?

Thomas: Ja, allerdings gibt es die auch in Handys und deshalb fordert ja auch niemand, Handys zu verbieten. Infos zu den vielfältigen Mythen zu Photovoltaik gibt's hier: http://www.solarenner.de/cms/upload/downloads/Daten_und_Fakten_zur_Solarenergie.pdf

killerwal hat geschrieben:

Es ist doch auch umweltschädlich die Windräder im meer aufzubauen. Hat das auswirkungen auf die umwelt und kann man sie teoretisch sie mit den Windrädern wieder ausgleichen?

Thomas: Dazu findest Du spannende Infos hier: http://www.nachhaltigleben.de/24-energie-klima/447_2-windkraftanlagen-standorte/pro-und-contra-offshorewindkraftanlagen

Bluesky hat geschrieben:

1. Ich habe mal gehört, dass wenn man überall auf der Welt, wo gute Windverhältnisse sind, eine Windkraftanlage hinstellen würde, dass wir dann das 40-fache an Energie erzeugen könnten, die die Weltbevölkerung braucht. Das heißt, man müsste nur an jedem 40. möglichen Punkt eine solche Anlage hinstellen, um den kompletten Bedarf zu decken. Stimmt das?

Thomas: Die Frage bezieht sich auf das Potenzial von Windkraft. Im Prinzip also richtig, nur was tun, wenn der Wind nicht weht. Eine Mischung von Wind, Solar, Biomasse und Speichern ist meistens die Lösung für die Modelle, die zeigen, dass 100% erneuerbare Energien kein Mythos sind. Ob und wie man den kompletten Bedarf weltweit decken kann, dazu gibt es hier Infos: http://www.wwf.at/de/energy-report/

Winde hat geschrieben:

Beim Bau von Windrädern wird von Anwohnern immer wieder die hohe Lärmbelästigung kritisiert. Ich habe erst letztes Jahr eine 6 MW-Anlage besichtigt, und die war tatsächlich auch in größerer Entfernung noch deutlich hörbar. Durch eine Verringerung der Lärmbelastung könnte sicherlich eine höhere Akzeptanz der Windräder auch in dichter besiedelten Gebieten erreicht werden. Wie ist der Stand der Forschung / Technik in dieser Hinsicht?

Thomas: Antworten auf alle diese Fragen gibt es hier:
http://www.iwr.de/wind/raum/r_vorgab.html und http://www.nabu.de/themen/meere/windparks/12138.html oder http://abenteuerwissen.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,8013674,00.html

MarcelB hat geschrieben:

4. Wie weit stehen wir in der Forschung von Erneuerbaren Energien - Haben wir schon alle Potentiale ausgeschöpft?

Thomas: So ganz allgemein - siehe z.B. http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/4595/ oder http://www.fvee.de/

OEKOJULE hat geschrieben:

Die Windkraftanlagen sind ein Thema, welches für mich noch einige offenen Fragen lässt.
Zum Einen möchte ich gern wissen, wie ökologisch die Windräder wirklich sind. Hierbei spreche ich den immensen Stahl-Verbrauch an, der für den Bau der Anlagen nötig ist. Sicherlich ist Windkraft sehr sinnvoll und nachhaltig, aber nach wie vielen Jahren kann man von einem Ausgleich sprechen? Wann hat die regenerative Energiequelle so viel Ökostrom erzeugt, dass ein Windrad die Produktion der Menge an unökologischen Stahl ausgeglichen hat?

Thomas: Schau mal hier: http://www.unendlich-viel-energie.de/de/service/faq/faq-windenergie.html

Das nächste wäre eine technische Frage. Ist es möglich und sinnvoll, wenn man gegenüber dem Windrad ein zweites Rad anbringt? So würde man einen Turm einsparen und hätte quasi zwei Windräder in einem. Somit wäre auch das Gewicht ausgeglichen. Das einzige Problem, was ich mir hierbei vorstellen kann ist, dass neue Luftströme entstehen und das eine Rad das zweite parallele behindert. Dafür könnte man die Räder vielleicht versetzen - also das eine etwas unter dem anderen befestigen? Hauptsache man findet eine Lösung, um den Stahlverbrauch zu minimieren.

Thomas: Nein, das geht nicht, weil der Wind „verwirbelt“ würde und daraus keine Energie mehr gewonnen werden kann. Stahl ist nicht das Hauptproblem bei Windmühlen. Nach 3 bis 7 Monaten haben Windmühlen die Energie produziert, die für ihre gesamte Herstellung gebraucht wurde. Und Windmühlen stehen über 20 Jahre.

Außerdem habe ich mir überlegt, dass man den Sog innerhalb des Turmes, der durch den Temperaturunterschied entsteht, sinnvoll nutzen könnte. Könnte durch den Zug nicht eine Turbine angetrieben werden, um damit Energie zu erzeugen?

Thomas: Gute Idee, aber die Energie, die dadurch gewonnen werden könnte, ist verschwindend gering, verglichen mit der Energie, die der ROTOR einfängt.

Wieso stehen die Windräder eigentlich immer so weit auseinander? Die ganzen Äcker müssen aufgerissen werden, um die Kabel zu verlegen.

Thomas: Wenn die Windräder zu nah stehen, verwirbelt der Wind und verliert an Energie. Und bei allen Einflüssen auf die Natur bitte nie vergessen, dass ohne Erneuerbare Energien keine Energiewende gelingt und die Alternative dann Kohlekraft ist. Es ist immer hilfreich, einen Blick auf das Gesamtsystem zu werfen und sich nicht in Details zu verlieren.

Der letzte und mit wichtigste Punkt, der mich interessiert, ist, wieso es dazu kommt, dass laufend mehrere Windräder abgeschaltet werden. Woran liegt das? An den Stromnetzen, die die erzeugte Energie bei gutem Wind nicht in diesen Mengen übertragen können? Was müsste passieren oder wie und mit welchem Aufwand müssten die Stromnetze erweitert werden?

Thomas: Hierzu findest Du hier weitere Infos:
http://de.nachrichten.yahoo.com/windr%C3%A4der-m%C3%BCssen-immer-h%C3%A4ufiger-abgeschaltet-080526634.html
Zu den Netzen siehe http://www.forum-netzintegration.de/ - hier ist der WWF Mitglied.

Himmelswaechter hat geschrieben:

Suuuuper. Man sollte auch mal die freie Energie (die es ja schon gibt) ansprechen. Wäre mal interessant wie die Beteiligten da reagieren. Das passt ja auch toll zu meinem letzten Bericht :-)

Thomas fragt, ob Du schreiben kannst, was Du unter "freier Energie" verstehst?

Winde hat geschrieben:

Wie effektiv arbeiten die modernen Gezeitenkraftwerke (Wirkungsgrad)?

Thomas: Wirkunsggrad ist nicht der ausschlaggende Punkt, obwohl er sehr gut ist (über 90%). Zu den Vor- und Nachteilen, siehe: http://www.gezeitenkraftwerke.com/Vorteile-Nachteile.html

 

Euer 2°Campus-Team - www.2-grad-campus.de

 

Foto: Thomas Duveau (c) David Biene / WWF

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Kommentare (3)
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04.03.2012
HannaS hat geschrieben:
Vielen Dank für das Video und die vielen zusätzlichen schriftlichen Antworten.
Ist echt eine super Sache, dass wir jetzt öfter Fragen an euch Experten stellen können!
03.03.2012
midori hat geschrieben:
Er sitzt im Zimmer von Eberhard Brandes *hehe* :o)
Finde es aber auch absolut super, dass uns der WWF eine solche Möglichkeit bietet. Vielen lieben Dank Thomas! :o)
02.03.2012
MarcelB hat geschrieben:
Wooooooooooo! Was für ein waaahhninns Feedback!! Hätte niemals gedacht, dass alle Fragen beantwortet werden. Und auch das Video ist klasse. Vielen Dank Thomas, dass du dir soviel Zeit für uns genommen hast!!! :)
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