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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Deutschlands erster Offshore Park


von midori
27.04.2010
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Heute, am 27.April 2010 wurde der erste Offshore-Windpark Deutschlands in der Nordsee eröffnet. Eine kurze Erläuterung für diejenigen, die nicht wissen, was Offshore bedeutet:

"Offshore" kommt aus dem Englischen und heißt 'außerhalb der Küstengewässer liegend'. Es meint also die Errichtung von Windparks im offenen Meer in Küstennähe. Ein Wald von Windrädern auf dem Wasser.

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Deutschlands erster Offshore-Windpark alpha ventus wird feierlich eröffnet

Gemeinsam eröffnen heute Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und die Vorstandsvorsitzenden von EWE, Dr. Werner Brinker, E.ON, Dr. Wulf Bernotat sowie Vattenfall Europe, Tuomo Hatakka, im Rahmen einer Festveranstaltung in Norddeich Deutschlands ersten Offshore Windpark. Alpha ventus ist der erste Hochsee-Windpark seiner Art in deutschen Hoheitsgewässern. Er markiert den Beginn einer neuen Ära der umweltfreundlichen Stromgewinnung in Deutschland – fernab der Küsten in der offenen See, in großen Wassertiefen und unter Einsatz modernster Technik.

Gebaut wurde alpha ventus 45 Kilometer vor der Küste der Insel Borkum von einem gemeinsamen Konsortium der Unternehmen EWE, E.ON und Vattenfall Europe, die hierfür die Investitionssumme in Höhe von 250 Millionen Euro aufgewendet haben. Neben der reinen Stromgewinnung dient alpha ventus auch als Testfeld für Forschungsprojekte in Sachen Naturschutz, die vom Bundesumweltministerium gefördert werden. Der Windpark wird zudem wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf den Einsatz und die weitere Entwicklung der Offshore-Windenergie liefern.

Anlässlich der offiziellen Eröffnung von alpha ventus sagt Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen: „Die Nutzung der Windenergie wird die zentrale Rolle im Energiemix der Zukunft spielen. Offshore-Windparks sind dabei eine entscheidende Größe. Unser Ziel ist eine installierte Offshore-Leistung von 25.000 MW bis zum Jahr 2030. Alpha ventus ist der Anfang, ist die Pionierarbeit, die uns das Tor ins Zeitalter der Erneuerbaren weit öffnet. Investoren, Anlagenhersteller und Netzbetreiber sind mit diesem Testfeld ein hohes Risiko eingegangen. Das nicht nachlassende Engagement, die Beharrlichkeit und Kreativität haben sich gelohnt: Die beim Bau von alpha ventus gesammelten Erfahrungen werden allen künftigen Offshore-Windparks zugute kommen.“

Bereits jetzt zeigt sich, dass alpha ventus unmittelbaren Einfluss auf Folgeprojekte von EWE, E.ON und Vattenfall hat. Dr. Werner Brinker, Vorsitzender des Vorstandes der EWE AG, erklärt hierzu: „Heute krönen wir mit der Inbetriebnahme von alpha ventus ein beispielgebendes Pionierprojekt. Damit geben wir den Startschuss für die Nutzung der Meereswindenergie in der deutschen Nordsee. Die Offshore-Technologie ist ein Zukunftsthema mit großem
Innovations- und Wachstumspotenzial und bietet große Chancen. Wir wollen an dieser Entwicklung teilhaben und treiben sie deshalb aktiv voran – mit Referenzprojekten wie alpha ventus und mit Investitionen in weiterführende Offshore-Windparks, wie z. B. in den Bau von Riffgat 15 Kilometer vor Borkum“.

Dr. Wulf Bernotat, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG, erklärt: „Alpha ventus ist ein großer Schritt für den Ausbau der Windkraft auf dem Meer. Mit diesem Pionierprojekt haben wir bei E.ON unsere große Offshore-Erfahrung mit küstennahen Windparks um echtes Hochsee-Know-how erweitert, sodass wir jetzt weitere küstenferne Tiefwasserprojekte wie in der deutschen Nord- und Ostsee angehen können.“

Tuomo Hatakka, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe AG: „Dies ist ein guter Tag für die Offshore-Windenergie in Deutschland. Unsere Unternehmen haben großen Teamgeist gezeigt und mit alpha ventus nachgewiesen, dass die Nutzung der Offshore-Windenergie auch unter den schwierigen natürlichen Rahmenbedingungen in Deutschland machbar ist. Vattenfall zählt bereits heute zu den weltweit führenden Unternehmen im Offshore-Windbereich. Die Stromerzeugung aus Wind ist für Vattenfall ein wesentlicher Baustein unserer Strategie ‚Making Electricity Clean’, mit der wir unsere Stromerzeugung bis 2050 klimaneutral gestalten.“

Der Betrieb von alpha ventus kann auch im Internet verfolgt werden. Von der Forschungsplattform FINO1 aus zeigt eine Webcam direkt auf den Windpark. Sie finden hier den Link auf die Webcam.

 

Ein weiteres Video lässt sich bei Spiegel finden: *klick*

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In den Sat1 Nachrichten war außerdem die Rede davon, dass dieser Offshore-Windpark 50.000 Haushalte mit Energie versorgen würde und 150 dieser Anlagen 6 Atomkraftwerke ersetzen würden.

Natürlich haben Umweltschützer auch an dieser Stelle Kritik anzubringen. Die Unterwasserwelt und auch Landtiere, insbesondere Vögel, seien durch die Windkraftanlagen gefährdet.

 

Quellen:

Beginn einer neuen Ära der umweltfreundlichen Stromgewinnung in Deutschland, < http://www.alpha-ventus.de/index.php?id=22 > , am 27.April 2010

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Kommentare (2)
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28.04.2010
midori hat geschrieben:
Ich habe in der elften Klasse ein Referat über Windenergie gehalten und war recht erstaunt über meine Recherchen. Ich habe eine Statistik gefunden, die belegte, dass Vögel von Windkraftanlagen nicht weiter Schaden nehmen. Es gibt sogar Gebiete, in denen sich bestimmte Arten vermehrt wieder angesammelt haben. Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern, aus welcher Quelle diese Aussage stammte. Und selbst wenn es eine seriöse war, kann man sich nie sicher sein, zu welchem Zweck sie genutzt wird...
28.04.2010
Maide hat geschrieben:
Ist zwar echt 'ne gute Sache, aber die Umweltschützer haben mit ihrer Kritik allemal Recht! Vor allem die Vögel müssen dran glauben, denn die Windräder sind nicht dermaßen auffällig bemalt, sodass sie für die Tiere schwer zu erkennen sind. Sie knallen dann dagegen und verenden jämmerlich im Meer. Bei nur einem Off-Shore Park würde sich das zwar noch in Grenzen halten, aber es sind ja noch vier weitere Windparks in der Nordsee geplant. Mal sehen, was daraus wird...
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