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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
DESERTEC-Projekt des Club of Rome - Vortrag bei einer Veranstaltung der Grünen


von MarkusS
12.06.2009
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Den Text habe ich NICHT selber geschrieben. Ich war aber bei dieser Veranstaltung, weil ich mich für alle Themen im Bereich Klimaschutz interessiere und ich dieses Projekt interessant finde. Der Club of Rome bemüht sich, dass diese Idee mehr promotet wird. Also lest ihm mal und bildet euch eine Meinung.

Das DESERTEC Konzept ermöglicht mehr als 90 Prozent der
Weltbevölkerung effizienten Zugang zu Solar- und Windstrom
aus den energiereichen Wüstengebieten der Erde – und damit
auch eine günstige Ergänzung des jeweiligen regionalen regenerativen
Energiemixes. Mit modernen Hochspannungs-GleichstromÜbertragungsleitungen
(HGÜ) lässt sich Strom mit Verlusten von
weniger als drei Prozent pro 1.000 km übertragen.
Durch die zwei- bis dreifach höhere Sonneneinstrahlung und die
geringeren saisonalen Schwankungen, kann die Übertragung von
Wüstenstrom mittels HGÜ über mehrere tausend Kilometer wirtschaftlich
sein. Mit einer Distanz von bis zu 3.000 km können über 90
Prozent der Menschheit erreicht werden.
Der Anwendungsvorteil solarthermischer Kraftwerke (Concentrating
Solar-Thermal Power (CSP-)Plants) liegt im Verfahren: Sonnenlicht
wird zuerst gebündelt und, im Gegensatz zur Photovoltaik, in Wärme
mit hoher Temperatur umgewandelt. Heißer Dampf treibt dann zur
Stromerzeugung Turbinen in einem konventionellen Kraftwerk an.
Da sich Wärme technisch einfach und wirtschaftlich speichern lässt,
können solarthermische Kraftwerke mit gespeicherter Sonnenenergie
auch bei Bewölkung oder nachts Strom erzeugen. Bei Engpässen
kann der Dampf im Solarkraftwerk auch durch Zufeuerung mittels
Biomasse oder Gas erzeugt werden. Auf diese Weise kann CSP
Strom nach Bedarf liefern.
Solche Regelkapazitäten sind unverzichtbar für die Stabilität von
Stromnetzen. Daher sind Windkraft und Photovoltaik bisher auf eine
Ergänzung durch konventionelle Kraftwerke (Kohle, Gas, Atom),
begrenzt verfügbare Pumpspeicherkraftwerke oder verlustreiche und
teure Stromspeicher angewiesen.
Solarthermische Kraftwerke werden schon seit Jahrzehnten kommerziell
in der Wüste Kaliforniens (USA) betrieben. Erste Anlagen
arbeiten seit 1985 in Cramer Junction, Kalifornien, sowie seit kurzem
in Spanien und Nevada. Eine Massenfertigung von Kollektoren
kann bei entsprechenden Rahmenbedingungen zügig aufgenommen
werden. Auch HGÜ-Leitungen sind seit Jahrzehnten im kommerziellen
Einsatz und können im erforderlichen Umfang gebaut werden.
Wichtig für die Akzeptanz eines Netzausbaus in der Bevölkerung:
Erstens erzeugen HGÜ-Fernleitungen im Gegensatz zu herkömmlichen
Wechselstromleitungen fast keinen Elektrosmog und zweitens
kostet ihre unterirdische Verlegung nicht mehr, als der Bau
oberirdischer Wechselstromleitungen.
Die Kosten solarthermisch erzeugten Stroms inklusive seines
Transports mit Hilfe von HGÜ-Leitungen liegen je nach Standort,
Technologie und Betriebsform derzeit zwar noch zwischen 10
und 20 Eurocent pro Kilowattstunde, doch mit der serienreifen
Massenfertigung von Kraftwerkskomponenten werden diese
Kosten deutlich sinken. Offene oder verdeckte Zusatzkosten aus
Umweltschäden und Entsorgung, wie bei fossilen und nuklearen
Kraftwerken üblich, entstehen nicht.

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