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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Der Mensch wird einsam auf der Erde...


von FabianN
25.05.2012
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Wir haben die 7 Milliarden-Grenze zwar überschritten, doch gehen die Bestände vieler Tierarten drastisch zurück. Im kürzlich vorgestellten Living Planet Report 2012 des WWF werden die Bestände von insgesamt 2700 Säugetieren, Amphibien, Vögeln, Reptilien und Fischen näher untersucht. Das Ergebnis ist klar und schockierend: Die Bestände gehen stark zurück. Im Schnitt erhielten die Forscher einen Rückgang von 28 Prozent. Noch deutlicher sind die Verluste in den Tropenregionen mit durchschnittlichen 60 Prozent und in den Süßwasserregionen 70 Prozent!!! „Die Menschheit wird einsam auf dem Planeten Erde“, lautet ein Zitat des WWF.

Ursachen für Rückgang der Arten und deren Bestände sind sowohl die Zerstörung der Lebensräume etlicher Pflanzen und Tieren, die Umweltverschmutzung, invasive Arten, die durch den weltweiten Verkehr in ganz neue Regionen gelangen und die dort heimischen Arten verdrängen, und der Klimawandel. Um den Verlust an Biodiversität Einhalt gebieten zu können, muss man daher in den nächsten Jahren viel nachholen. Schätzungen zufolge liegt die vom Menschen verursachte Aussterberate von Pflanzen und Tieren mindestens hundertmal höher als die natürliche Aussterberate!
Dies hängt auch mit dem gravierenden Problem des Artenhandels zusammen: Die Übernutzung wildlebender Pflanzen- und Tierarten, der wahnsinnige Bedarf an deren Körpereigenschaften wie beispielsweise dem Elfenbein der Elefanten und der damit einhergehende Handel bedroht die Tier- und Pflanzenarten der Erde seit vielen Jahren.

Wurde vom Zoll beschlagnahmt - Tigerfell in Wladiwostok

Um gegen das Problems des Artenhandels vorzugehen, hat der WWF gemeinsam mit der Weltnaturschutzunion IUCN im Jahr 1976 das Artenschutzprogramm TRAFFIC (Trade Records Analysis of Flora and Fauna In Commerce) ins Leben gerufen. Ziel des Artenschutzprogramms ist, sicherzustellen, dass der Handel mit wildlebenden Pflanzen- und Tierarten nur nachhaltig vollzogen wird, dass er mit den nationalen und internationalen Gesetzen übereinstimmt, und dass der Handel nicht zum Aussterben von Arten führt.

Der WWF fordert, um diesem Trend entgegenzuwirken, dass mindestens 20 Prozent der wichtigsten Landökosysteme, Feucht- und Meeresgebiete unter Schutz gestellt und zerstörte Ökosysteme und ihre Leistungen wiederhergestellt werden müssen, die für die Nahrungs-, Wasser- und Energiesicherheit aller Menschen nötig sind. Zudem müsste bis 2020 die weltweite Vernichtung von Wäldern gestoppt werden.


Beispielsweise drohe der Lebensraum des Tigers, wenn ohne Veränderungen weitergerodet würde wie bisher, komplett zu verschwinden!
Um mehr als 70 Prozent gingen die Wälder in der Hälfte aller asiatischen Länder im letzten Jahrhundert zurück. Im selben Zeitraum sank die Anzahl der wildlebenden Tiger von 100 000 auf geschätzte 3 200 bis 3 500 Tiere – Zahlen die Angst machen und schockieren. Ohne irgendwelche Maßnahmen gegen diese Entwicklungen würden die Wälder bis 2050 so weit zurückgehen, dass sie den Tigern keinen Lebensraum mehr bieten könnten.

Es ist nun also dringend an der Zeit, etwas zu verändern, um nicht bald als die am meisten egoistische Art allein auf der Erde zu leben.
 

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Text: eagle4nature (Fabian Nagel)

Bilder: © Michael Poliza / WWF ; © Andreas Eistert / WWF ;  © Alain Compost / WWF-Canon ; WWF

Quelle:  WWF ; WWF-Artenhandel

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Kommentare (7)
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26.05.2012
Puma hat geschrieben:
Guter Bericht und schockierende Zahlen und Fakten.Aber das hat man nun von der Intelligenz.Man macht seinen Planeten kaputt.*schulterzuck*Interessiert ja keinen.(sarkastisch)Sry,bin im Moment echt sauer auf uns angeblich so intelligente Wesen.Da kann ich nur sarkastisch werden.Also nochmal:SRY!
25.05.2012
Beasty hat geschrieben:
Ja das stimmt, die Zahlen sind wirklich schokierend. Ich hoffe nur, dass noch viel mehr Menschen anfangen etwas dagegen zutun und der Mensch sich nicht weiter aufführt als gehöre ihm die Welt allein.
25.05.2012
Viveka hat geschrieben:
Guter Bericht!
Ich finde schrecklich, wie manche Menschen bei solchen Nachrichten immer noch denken können, alles sei in Ordnung und man müsse sein Leben ja noch nicht ändern!
25.05.2012
Viveka hat geschrieben:
Guter Bericht!
Ich finde schrecklich, wie manche Menschen bei solchen Nachrichten immer noch denken können, alles sei in Ordnung und man müsse sein Leben ja noch nicht ändern!
25.05.2012
LOVEYourPet hat geschrieben:
Das muss man sich mal vorstellen: 70% in den Süßwasserregionen!
Wie weit sind wir dann im Jahr 2020? Bei 90?
25.05.2012
WolfGirl hat geschrieben:
Sehr schöner Bericht! danke dafür :*

Und @FranziNatur: Da muss ich dir zustimmen :)
25.05.2012
Franzichen hat geschrieben:
Toller Bericht!!!
"Und wir müssen jetzt wirklich etwas verändern!"
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