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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Demnächst Erdölbohrungen vor der Haustür?


von Lena97
26.02.2012
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Liebe Community,
gerade hier auf dieser Seite findet man viele Möglichkeiten über erneuerbare Energien bzw. die Energiewende aber auch Atomkraft zu diskutieren. Wir alle sind der Meinung, die erneuerbaren Energiequellen auszubauen um weniger fossile Energieträger zu verbrauchen. Doch wenn man im Landkreis Karlsruhe wohnt und aus dem Fenster guckt, sieht man weiße Fahrzeuge und orangene Kabel, die auf dem Boden herumliegen. Deutschland ist dabei, in der Energiewende einen Schritt zurückzugehen. In Karlsruhe und Umgebung wird unter der Erde nach Erdöl gesucht. „Bei positivem Ergebnis der Messungen wird die Region dazu beitragen, zukünftig einen Teil des Erdölbedarfs für Deutschland auch durch heimische Förderung zu decken“ , heißt es in der Broschüre von Rhein Petroleum, die an alle betroffenen Haushalte verteilt wurde. Dort findet man auch weitere Informationen zu dem Messprinzip:
Das Messverfahren heißt Vibroseismik. Dabei werden nichthörbare Schallwellen in den Untergrund gesendet. In den verschiedenen Gesteinsschichten bewegen sie sich unterschiedlich schnell. Der reflektierte Schall (Echo) wird von den Kabeln aufgenommen und mithilfe dieser Messungen kann eine 3D-Bild des Untergrundes erstellt werden. Dieses Verfahren schadet weder Mensch noch Natur, wie auf der Internetseite von Rhein Petroleum mehrfach versichert wird. („Unsere Selbstverpflichtung und unsere Unternehmensphilosophie in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz sowie unsere soziale Verantwortung spiegeln sich auch in allen Arbeitsfeldern, in denen die Rhein Petroleum mit Lieferanten und Dienstleistern kooperiert. Jedes Unternehmen, das direkt oder indirekt mit der Rhein Petroleum zusammenarbeitet, muss die Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutzvorgaben der Rhein Petroleum einhalten wie auch ihren Anspruch der sozialen Verantwortung teilen und umsetzen.“)
Ich glaube gerne, dass dieses Verfahren außer den Milliarden an Kleintieren, die in der Erde zuhause sind, niemanden stört, aber was ist, wenn tatsächlich ein Erdölvorkommen entdeckt wird? Wird es dann wirklich bald Erdölbohrungen vor unserer Haustür geben?

 

Weitere Infos und Bilder zu Rhein Petroleum, deren Verfahren und Richtlinien findet ihr auf http://rheinpetroleum.de/ .

Quellen:

Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Erdöl

http://rheinpetroleum.de/

Broschüre von Rhein Petroleum GmbH (kann ich bei Anfrage auch hochladen)

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Kommentare (3)
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27.02.2012
Peet hat geschrieben:
Na ja, im Grunde genommen sind wir in der westlichen Welt selbst daran schuld, da wir unsere sehr sehr große Nachfrage einfach nicht bändigen können. Denn Fakt ist, wir sind momentan stark vom Öl abhängig und in den nächsten 20 Jahren wird sich das auch nicht grunsätzlich ändern. Da aber auch Schwellenländer wie China, Indien & Co ebenfalls eine gigantische Nachfrage nach Öl verbuchen, ist es nur logisch das Engpässe entstehen und wir Alternativen suchen müssen. Diese Alternativen sind ganz klar erneuerbare Energien aber eben auch momentan noch herkömmliche.

Es hat sich vor einigen Jahren einfach nicht gelohnt in Deutschland Öl abzubauen. Der immer weiter steigene Ölpreis, durch die Nachfrage und eben eine ernsthafte Bedrohung des Krieges im Nahen Osten, macht es nun mal rentabel. Im Endeffekt ist die Produktion ja hier ökologisch gesehen besser als drüben in den arabischen und afrikanischen Ländern, da wir erstens bessere und härtere Umweltgesetze haben und zweitens keinen bzw. kaum einen Transportweg.

Natürlich soll das von mir nicht bedeuten, dass ich eine solche Förderung befürworte, doch verstehe ich die Herangehensweise von Unternehmen.
27.02.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Das ein Unternehmen, welches Erdölbohrungen durchführt von Umweltschutzvorgaben spricht ist auf eine besorgniserregende Art und Weise lustig......

Wenn sie am Schutz der Umwelt interessiert wären, würden sie ihr Geld etc in die Entwicklung von Alternativen investieren. Kann mich Viveka also nur anschließen.
26.02.2012
Viveka hat geschrieben:
Das sind ja tolle Nachrichten...Man sollte das Geld leiber in die Forschung für erneuerbare Energien stecken. Und selbst wenn dieses Vibroseismik der Umwelt nicht schaden soll, wird der Natur spätestens durch den Bau etc. geschädigt!
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