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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Das verherrende Erdbeben auf Haiti


von Lena114
01.04.2010
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Das Erdbeben am 12.Januar.2010 in Haiti erschütterte nicht nur die Menschen sondern nahm auch zahlreichen Tieren ihre Existenz. Haiti war schon vor dem Erdbeben eines der ärmsten Länder der Welt. Allein hat es nach der Katastrophe keine Chance. Nun herrschen in den zertrümmerten Regionen Verzweiflung und Chaos. Die dramatischen Zustände fordern viele Opfer. Von den 9 Millionen Einwohnern des Landes wurden 1,2 Millionen obdachlos, leben bis heute zum überwiegenden Teil in provisorischen Notunterkünften oder auf der Straße. Die Zahl der Toten wird auf über 300.000 geschätzt. Neben der Bevölkerung sind auch Tiere betroffen. 5Millionen geschätzte Tiere leben auf Haiti. Die meisten sind verstört schwer verletzt oder von akuter Krankheit bedroht.

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zerstörte Häuser in der Hauptstadt Port-au-Prince

Die Geberkonferenz
Auf der Geberkonferenz in New York am Mittwoch den 31.März, an der über 120 Staaten und Hilfsorganisationen teilnahmen, wurde über das weitere Vorgehen in Haiti debattiert. Auf dieser bisher größten internationalen Konferenz für die Zukunft von Haiti, einigten sich die Staaten auf eine beträchtliche Summe von 5,3 Milliarden US-Dollar. Wie auch der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nochmals bestätigte:,, Die Zusagen lägen weit über den Erwartungen”. Zuvor forderte der Präsident von Haiti Préval rund 11,5 Milliarden US-Dollar. Das Geld soll zum Aufbau der Infrastruktur und dem Wiederaufbau der vom Erdbeben zerstörten Orte dienen.
Viele Einwohner des Landes sind dennoch von der eigenen Regierung schwer enttäuscht. Wie auch der 25-jährige Student Jean Miresse:,, Wir leben in einem schwachen Staat. Die Regierung Haitis ist doch verantwortungslos. Die haben weder den Willen noch das Können der Bevölkerung zu helfen- das war schon vor der Katastrophe so”. Die internationalen Gemeinschaften müssen über viele Jahre nicht nur Gebäude sondern einen gesamten Staat aufbauen. Viele in Haiti können sich dennoch nicht über die Einigung der Geberkonferenz freuen. Sie befürchten das skrupellose Funktionäre das Geld in ihre eigenen Taschen fließen lassen.
 

Aktionen für Tiere
altAktionen für Tiere Insgesamt haben sich 21 Tierschutzorganisationen unter dem Namen ARCH (Animal Relief Coalition for Haiti) zur gemeinsamen Hilfe zusammengeschlossen. Diese Aktion wird von der WSPA und IFAW geleitet. Sie haben die größten Katastrophen- Erfahrungen. Zunächst war das Behandlungszimmer der Tierärzte die Straße, Zelte wurden am Straßenrand aufgebaut und selbst die Verpflegung, für die von den Tierschutzorganisationen gestellten Tierärzte, mussten die Organisationen selber mitbringen. Nun sind die Tierschutzorganisationen mit mobilen Tierkliniken vor Ort und können so den Tieropfern noch gezielter helfen. Wichtig ist jetzt vor allem die medizinische Versorgung sowie sauberes Trinkwasser und Kraftfutter, damit die Tiere die schwere Zeit überstehen können. Die Organisationen sind ebenfalls für Impfeinsätze und vorbeugende Maßnahmen, um den Ausbruch von Seuchen zu verhindern, gerüstet. Die Helfer rechnen mit einem Aufenthalt von mindestens einem Jahr. Dafür hat die ARCH sich jetzt geeinigt einen Betrag von 1,1 Millionen Dollar im Laufe dieses Jahres auszugeben. Das Geld wird in erster Linie dafür verwendet, die veterinärmedizinischen Infrastrukturen in Haiti wieder aufzubauen, um die Situation der Tiere vor Ort zu verbessern. U.a. um rund 200 Personen zu Tiermedizinern und Tierarzthelfern auszubilden, für eine Populationsstudie der in Haiti lebenden Haus- und Nutztiere und für den Aufbau zu einer Impfkampagne. Insgesamt konnte das ARCH-Team mit den mobilen Tierkliniken in der Hauptstadt von Haiti schon über 4.500 Tiere behandeln.
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Die ARCH vor Ort in Haiti

Tieren zu helfen, hilft Menschen
´´Wenn die Tiere bei Katastrophen gerettet werden, benötigen die Betroffenen auf lange Sicht weniger Unterstützung, sie können ihre Unabhängigkeit leichter wieder herstellen´´, so die WSPA. Die Tiere zu schützen, kann dazu beitragen, die Auswirkungen einer Katastrophe zu verringern. Die Tiere nicht zu schützen, kann zu einer Verschlechterung der Situation beitragen.

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Das Kind wartet mit seinen Ziegen auf die Tierärzte der ARCH

Der sechste Sinn der Tiere?
Immer wieder wird von Menschen aus Katastrophen Gebieten berichtet, dass Tiere Stunden vor Vulkansausbrüchen, See- oder Erdbeben ein auffälliges und ungewohntes Verhalten aufzeigen. Auch bei dem verheerenden Beben auf Haiti bemerkten Anwohner rund 2 Stunden zuvor, dass etwas mit den Tieren nicht stimmt.
 

Wird die Erde wohl weiterhin zittern?
Derzeit wird die Erde immer häufiger durch Beben erschüttert. Erst Haiti, dann Chile und jetzt noch die Türkei. Besteht zwischen ihnen ein Zusammenhang? Geht das Zittern über weitere Kontinente hinweg? Gelogen behaupten eher Nein. Die jüngsten Erdstöße bleiben im Rahmen der Statistik. Denn sicher ist, dass die Beben in Chile, Haiti und in der Türkei durch unterschiedliche Geschehnisse ausgelöst wurden. So wurden die Erdstöße in Haiti aufgrund einer Reibung zwischen der karibischen- und nordamerikanischen Platte ausgelöst. In Chile hingegen zwängte sich der pazifische Meeresboden, mit Gewalt unter den südamerikanischen Kontinent. Und in der Türkei wiederum war die Ursache eine der seit Jahrmillionen anhaltenden Kollision der Kontinentalplatten Afrikas und Europas zurückzuführen. Trotz dieser unterschiedlichen Gefilde der Erdbeben machten 2009 Seismologen der University of Utah eine interessante Beobachtung: Sie stellen fest, dass in Stunden nach einem starken Beben die Zahl weltweiter leichter, für Menschen nicht spürbarer Beben steigt. Ob das wiederum heftige oder gar tödliche Beben in weit entfernten Regionen auslösen kann ist völlig unklar. Dennoch bestätigen viele Erdbebenexperten, dass ein Zusammenhang zwischen den drei vergangenen Beben ausgeschlossen werden kann.

Ökologische Folgen eines Erdbebens
Da es zum Thema ökologische Folgen des verheerenden Erdbebens in Haiti noch keine wirklichen News gibt, verdeutliche ich es an dem Beispiel vom Beben in Sichuan. Sichuan liegt etwa 1550km südwestlich von Peking. Das schwere Erdbeben, welches eine Stärke von 8,0 auf der Richterskala hatte, war am12.Mai.2008. Folgen dieses starken Bebens waren zum Beispiel zahlreiche Erdrutsche in den Bergen, die zu Bodenerosion und damit zur Vernichtung des Ackerlandes, Stau von Flüssen und zerschnittenen Lebensräumen von Wildtieren führte. In den besonders stark betroffenen Regionen waren sämtliche Straßen unpassierbar, Gebirgshänge waren abgerutscht, Dämme drohten zu brechen, Wasserstellen waren vergiftet. In dieser Region war der WWF auch Vorort, denn in diesen Teilen Chinas lebten bislang 64 große Pandas. In ganz China sind es c.a. noch 1600 Tiere. Beim Beben wurde das Büro des dortigen WWF zerstört. Durch die Erdstöße wurden insgesamt mehr als 20 Panda-Reservate getroffen. Zu hoffen ist das sich die Lage nach und nach normalisiert, in allen Erdbebenregionen.
 

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Vom Erdbeben zertörtes Gemeinschaftshaus in China

Klimawandel und Erbebend
Fakt ist, dass am Nordpol und in der Arktis alarmierende Beobachtungen zeigen, dass das Eis dort in bedrohlicher Geschwindigkeit schmilzt. Aber nicht nur dort sondern auch in allen Gletscherregionen der Welt. Wie Forscher nun beweisen, führen abschmelzende Eisschilde nicht nur zu einer schnellen Hebung und Aufwölbung der Erdoberfläche, sondern auch zu starken Veränderungen des Spannungsfeldes der Erdkruste. Professoren vom Geologisch-Paläontologischen Institut der WWU Münster zeigen in einer aktuellen Studie, dass solche Veränderungen im Spannungsfeld nach der letzten Eiszeit im Teton-Gebirge im Nordwesten der USA mehrere starke Erdbeben ausgelöst haben.
 

Quellen:

http://www.tagesschau.de/ausland/geberkonferenzhaiti100.html

http://www.sueddeutsche.de/wissen/161/505362/text/

http://www.spiegel.de/thema/erdbeben_in_haiti_2010/

http://www.ifaw.org/ifaw_germany/media_center/press_releases/1_28_2010_60180.php

http://www.wwf.de/regionen/china/nach-dem-erdbeben/

http://www.umweltjournal.de/AfA_technik/13328.php

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2010/01/tiere-spurten-haiti-erdbeben-zwei.html

http://bertjensen.ch/erdbeben-in-haiti-der-sechste-sinn-der-tiere/

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2010/01/tiere-spurten-haiti-erdbeben-zwei.html

http://www.webnews.de/kommentare/588606/0/Erdbeben-auf-Haiti-Tiere-in-Not-benoetigen-Hilfe.html

http://vivatier.amplify.com/2010/01/18/erdbeben-auf-haiti-tiere-in-not-benotigen-hilfe/

http://www.ifaw.org/ifaw_germany/index.php

http://www.wspa.de/latestnews/2010/update_wspa_haiti.aspx

http://www.wspa.de/latestnews/2010/wspa_hilfe_haiti_angekommen.aspx

Bildquellen:

© WWF China

http://www.flickr.com/photos/wspa_germany/4406494210/in/set-72157623428918463/

http://www.flickr.com/photos/wspa_germany/4405733079/in/set-72157623428918463/

http://translate.google.de/translate?hl=de&langpair=en%7Cde&u=http://www.flickr.com/photos/smiteme/4275678090/

http://www.webnews.de/kommentare/588606/0/Erdbeben-auf-Haiti-Tiere-in-Not-benoetigen-Hilfe.html
 

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Kommentare (1)
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05.04.2010
Lena114 hat geschrieben:
Deswegen sollten ja auch beide Tier und Mensch in dem Bericht erwähnt werden;)
LG
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