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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
"Das ist die Herausforderung, und sie ist ohne Alternative!"


von Franzi
14.11.2009
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Eine neue Regierung - eine neue Zeit? Seit einigen Wochen ist Norbert Röttgen der neue Umweltminister Deutschlands und wurde diese Woche in der ZEIT zum Thema Finanz- und Umweltkrise, Kopenhagen und Verlängerung der Atomkraftwerke befragt. Und dabei erzählt er ein paar durchaus interessante Dinge...


Zur Einführung des Interviews betont Röttgen zunächst einmal: "Die Umweltpolitik gehört zum Neustart dieser Regierung." Seiner Meinung nach sei diese schon immer eines der Kernthemen der CDU gewesen, auch wenn dies in den letzten Jahren nicht so besonders deutlich geworden wäre.
Auf die nächste Frage, warum die Union die Bekämpfung der Finanzkrise nicht besser mit der Bekämpfung der Ökokrise verbunden hat, antwortet er zunächst ausweichend und betont, dass er vorhat, genau das stärker zu tun. Er betrachtet die "natürlichen Lebensgrundlagen als Menschheitsgut", die deswegen um jeden Preis geschützt werden müssen, was auch durch eine neue Wirtschaftsweise erreicht werden kann. "Die Finanzmarktkrise ist schließlich das Produkt eines Exzesses der Kurzfristigkeit und einer groben Verletzung der Nachhaltigkeit." Wohl wahr...


Auch zu Kopenhagen bezieht Norbert Röttgen ganz klar Stellung. Er ist der Meinung, dass eine wirkliche Bekämpfung des Klimawandels nur durch eine Zusammenarbeit von allen Staaten möglich ist, und dafür ein verbindliches Klimaabkommen von Nöten ist. "Das ist die Herausforderung, und sie ist ohne Alternative; schließlich macht die Erderwärmung ja keine Pause, wenn wir Politiker uns vertragen." Er ist sehr positiv gestimmt, was den Erfolg in Kopenhagen betrifft und glaubt, dass auch China und die USA mittlerweile beginnen, an einem Strang zu ziehen. Fangen diese erstmal an, so prophezeit er, machen alle anderen von selbst mit. Deutschland sieht er bezüglich des Klimaschutzes in einer Art Vorreiterrolle, was ihn aber keineswegs dazu veranlassen sollte sich auf dem Erfolg auszuruhen.


Zum Thema Atomkraft macht er sehr deutlich, dass diese für ihn nur eine Brückentechnologie darstellt bis zu dem Zeitpunkt, wo Deutschland seinen Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien beziehen kann. Somit sollen über die Jahre kontinuierlich weniger Atomstrom und mehr Strom aus Wind- und Solarenergie eingespeist werden. Nichts Neues soweit, ob es auch so klappt bleibt zu hoffen...


Besonders interessant fand ich die Frage des Reporters, ob das wirtschaftliche Wachstum, das ja von der neuen Schwarz-Gelben Regierung oft versprochen wurde, nicht automatisch zu mehr Umweltverbrauch führen würde, so wie es in der Vergangenheit oft der Fall war. Röttgen fordert daraufhin einen "neuen Wachstumsbegriff", einen, der nicht nur ökonomisch ist. "Gesundes Wachstum muss dazu dienen, die Lebensqualität der heutigen Generation zu verbessern, ohne die Chancen der nächsten Generation zu beeinträchtigen."
Und auch mit seinem nächsten Punkt, dass Umweltschutz nicht mit Verzicht einhergehen darf, stimme ich überein. Röttgen will "den Übergang in eine kohlenstoffarme, treibhausneutrale Gesellschaft organisieren.", und das, ohne dass die Menschen das Gefühl bekommen etwas zu verlieren, was ein wichtiger Punkt ist.


Alles in allem bringt Norbert Röttgen nicht viele neue, aber doch ein paar interessante Ideen und Pläne zur Sprache, die mir gefallen haben. Ob er das alles wirklich so meint und wenn ja, ob er es auch umsetzten kann, bleibt nun abzuwarten.
 

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