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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
COP 21: 195 Länder suchen ein Rezept gegen den Klimawandel


von Sylvia_WWF
01.12.2015
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Nie hat eine UN Klimakonferenz mit so vielen Staatschefs aufwarten können wie Paris. 150 Staats- und Regierungsschefs waren zum Auftakt gekommen, um damit die Wichtigkeit der Verhandlungen zu unterstreichen. Und nach der Begrüßung durch den französischen Präsidenten Hollande war jeder von ihnen mit einer kurzen Begrüßung an der Reihe. Diese Reden waren mit Spannung erwartet worden. Hofften wir doch, dass einige die Schippe noch etwas höher legen würden und mit ein paar „Klimaschutz-Geschenken“ im Gepäck anreisen würden. Bei vielen Wiederholungen bekannter Initiativen fanden sich dann auch ein paar Neuigkeiten.

Hilfe und Fairness

Die Kampagnen für besonders arme und vom Klimaschutz bedrohte Staaten scheinen Früchte getragen zu haben. Viele Staats- und Regierungsschef wiesen explizit darauf hin, dass Hilfe für besonders vom Klimawandel betroffene Entwicklungs- und Schwellenländer ein zentraler Bestandteil eines Pariser Klimaabkommens sein müsse. Jene Länder selbst wiederrum forderten Fairness ein – wer kaum zum Klimawandel beigetragen hat, kann kaum hauptverantwortlich für die Lösung dieser Menschheitsfrage sein.

Besonders bemerkenswert war der Auftritt Indiens. Das Land kündigte eine neue Solarinitiative an, die in 121 Staaten eine klimafreundliche Stromversorgung für die allerärmsten bereitstellen will und so Milliarden von Menschen zu besseren Lebensbedingungen verhelfen kann.

Obamas Rhetorik, Gates‘ Geld

Präsident Obama lieferte zwar eine rhetorisch brilliante Rede über die Menschheitsbedrohung Klimawandel und betonte die Verantwortung der USA im Kampf gegen die Erderwärmung, aber Neues war nicht dabei. Am Montag präsentierte sich auch eine Initiative rund um Bill Gates  – eine neue geldstarke Initiative für Forschung, Entwicklung und Klimaschutz scheint sich zu formen unter Zusammenarbeit von Unternehmen und rund 20 Staaten.

Merkel enttäuscht uns

Die Bundesregierung wiederum kündigte mehr Geld für den internationalen Waldschutz an. Zusammen mit Norwegen und Großbritannien will sie bis 2020 jährlich eine Millarde US-Dollar zur Verfügung stellen. Das ist gut, aber natürlich sind der WWF und andere deutsche Nichtregierungsorganisationen enttäuscht, dass Merkel nichts zu einem möglichen Kohleausstieg in Deutschland sagt und das Thema ignoriert.

Der Terror, das Klima, die Sicherheit

Am Ende des Abends aufatmen. Es ist alles gut gegangen. Die Anschläge vor zwei Wochen machen sich in erhöhten Sicherheitsvorkehrungen bemerkbar. Aber anders als gedacht, hat das wenig Auswirkungen für die Fahrt zum Gelände und der Sicherheitscheck vor Ort geht zügig von Statten. Auf dem Gelände selbst ist von einer Bedrohung wenig zu spüren. Anders auf den Straßen rundherum, wo Polizisten mit Sicherheitswesten und Gewehren zum Teil sogar zu Pferd patrouillieren.

Den Staatschefs ist es gelungen, eine positive Grundstimmung zu verbreiten. Sie reisen nun ab. Der Auftakt zur COP21 in Paris ist gemacht. Die richtig harten Verhandlungsrunden werden erst in einigen Tagen starten.

Fotos © Sylvia Ratzlaff / WWF

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Kommentare (2)
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Sortieren nach Aktualität:
02.12.2015
Monamona hat geschrieben:
Vielen Dank für den Bericht! :)
01.12.2015
Johannisbeere1502 hat geschrieben:
Und auf diese Verhandlungen müssen wir jetzt hoffen. Danke für die News! Gut zu wissen, was genau dort passiert.
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