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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF


von Bienenkoenigin
24.06.2010
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Ganze Wälder aus Stahl und Glas, davon träumt der deutsche Physiker Klaus Lackner. Ist der verrückt? Oder was steckt dahinter? Und wiso ist es mir ein Grund genug euch davon zu berichten?

Klaus Lackner erklärt:
"Die Bäume, die da draußen stehen, die haben Blätter. Und der Wind bläst über diese Blätter. Und die nehmen einen kleinen Teil des CO2, das in der Luft ist, heraus und verbrauchen es, um Photosynthese zu machen.“
Jaja.. das wissen wir doch alle, sowas lernt man in der 7 Klasse im Biounterricht und was hat das mit den Wäldern aus Stahl und Glas zutun?
 

„Was wir entwickeln, ..“
aha... er entwickelt etwas...Herr Lackner, der Professor an der New Yorker Columbia University ist, hat nämlich diese merkwürdigen Bäume entwickelt. Hören wir im weiter zu!
"Was wir entwickeln, ist ein Material, das so ähnlich wie ein Blatt CO2 aus der Luft aufnimmt. Im Gegensatz zu einem Baum wird es nicht weiter durch Photosynthese verarbeitet, sondern das bleibt einfach an dem Blatt haften, bis das Material sich mit CO2 voll geladen hat. Deswegen muss in regelmäßigen Abständen diese künstlichen Blätter von Kohlendioxid befreit werden."
Ein Vorteil oder Nachteil? Es könnte neue Arbeitsplätze schaffen, aber wer möchte so etwas machen? Und wie bekommt man so etwas hin?
Dies war die Herausforderung für die Forscher aus New York, denn sie mussten für den CO2 einen Partner finden, der es zwar bindet, aber keine allzu feste Beziehung mit ihm eingeht, damit die Trennung hinterher nicht zu viel Energie verschlingt. Die Lösung: Eine Art von Kunststoff!


"Dazu tun wir es in eine Kammer, wo wir die Luft rausnehmen, und dann machen wir's nass. Dadurch löst sich das Kohlendioxid wieder von dem Kunststoff und wird anschließend verflüssigt. Dann kann beispielsweise das CO2 in den Untergrund gepumt werden oder chemisch in Mineralien umgewandelt werden.“
Ist das wirklich eine Lösung? Mich erinnert das ein Wenig an den Atommüll... unter der Erde-sehen wir nicht mehr-weg.


"Die Methode, das CO2 wieder von den „Blättern“ loszumachen, wird mehr kosten als in einem Kraftwerk. Aber nur etwas mehr, nicht viel mehr. Und deshalb haben wir gesagt: Im Ganzen sind die Kosten ein wenig höher. Deshalb meine ich, wir können nicht mit einem Kraftwerk konkurrieren. Aber wir können das CO2 von einem Auto oder einem Flugzeug einsammeln."
Ob da jemand dann hineinfinanzieren möchte? Scheint so, als müssten sie noch ein wenig an der Idee rumfeilen...
"30 von denen können dann in 24 Stunden ungefähr eine Tonne CO2 einsammeln. Das heißt, der ganze Apparat passt in einen Übersee-Container und kann daher mit einem Lastwagen dorthin gebracht werden, wo man das CO2 einsammeln will."
Das hört sich doch gar nicht mal so schlecht an..
"Ein künstlicher Baum von einer gewissen Größe kann ungefähr 1000 Mal so viel CO2 einsammeln wie ein natürlicher Baum."

Was sagt ihr dazu? Könnt ihr euch vorstellen in Zukunft den Sonntagsspatziergang durch Wälder aus Stahl und Glas zumachen?

Quellen: Das Heft „Fluter“ (fluter.de)
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1026867/

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Kommentare (15)
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02.07.2010
Bienenkoenigin hat geschrieben:
@Charlotti: es geht ja nich darum, dass die Stahlbäume schöner aussehen.. ganz im Gegenteil.. die ähneln einer Klobürste ;)...
es geht darum, dass sie dazu beitragen könnten unsere Erde vor dem Klimawandel zu bewahren... (wenn das überhaubt noch geht ;))
30.06.2010
charlotti hat geschrieben:
Die Idee an sich ist schon gut.
Aber machen würde ich das nicht.
Bis jetzt sind wir auch ohne solche 'wunderbaren Wälder' ausgekommen.
Wieso sollte das jetzt geändert werden ?? Anstatt mit sowas anzufangen, sollten man sich mal lieber um die anderen Probleme kümmern.
Es gibt ja genug. Ich bin definitv dagegen. Außerdem kann & will ich es mir nicht vorstellen in einem solchen Wald spazieren zu gehen...
"Holzen wir die Natur ab & stellen Stahlbäume hin. Gefällt den Menschen bestimmt."
Kommen wir den garnicht mehr von dieser scheiß Technik weg !?
28.06.2010
LeLe hat geschrieben:
...interessantes Projekt! Aber das ganze kann wohl nur als Übergangslösung und Zeitpölsterchen dienen- denn wie wissen, denke Ich, alle, dass unsere echten grünen Bäume nicht durch menschliche Stahl-Konstrukte zu ersetzen sind!
28.06.2010
AnnaP hat geschrieben:
Ich finde die Idee nicht besonders gut.... ok,diese Bäume nehmen 1000mal mehr CO2 auf als normale Bäume, aber ich habe eigentlich keine Lust, durch einen Wald aus Glas und Stahl zu laufen! Natürlich finde ich es gut, den Klimawandel aufzuhalten, aber ich finde, dabei muss auch die Natur erhalten bleiben. Und am Ende haben wir dann dem Klima geholfen, dafür aber Wälder abgeholzt.
27.06.2010
nera8 hat geschrieben:
Und wie kommt man eigentlich auf die Idee sich künstliche Bäume auszudenken? Es gibt doch die Echten und die funktionieren ganz wunderbar!
27.06.2010
nera8 hat geschrieben:
Hehe ich stelle mir grad die unglaublich romantische Stimmung vor: Ein Glas/Stahlbaum-Wald im Sonnenuntergang =D
27.06.2010
nera8 hat geschrieben:
Hmmm, das Ganze ist mir noch etwas suspekt, aber wenn's funktioniert ... Also wie genau wollen die das Co2 von dem Flugzeug kriegen? Einfach einen Baum daneben stellen und abwarten? Klingt schon etwas seltsam, und teuer soll's ja auch noch sein. Aber wenn es eine wirklich sinnvolle Investition ist, wäre es schön. Trotzdem wären mir natürliche immer noch Bäume lieber.
27.06.2010
BeckyBee hat geschrieben:
Das Problem sehe ich auch darin, dass die künstlichen Bäume wie alles andere wieder produziert, transportiert usw werden müssen, was wieder Co2 erzeugt. Echte Bäume zu pflanzen kostet keine Energie (außer köperliche ;) ) und wie gesagt, wir brauchen sowieso den Sauerstoff. Man sollte einfach mehr Naturschutzgebiete sichern, und jeder der einen Garten hat kann dort mit ein paar Bäumen dazu beitragen :) Wenn einfach mehr Parks und Grünanlagen da wären, würde das auch schon helfen.
26.06.2010
Janine hat geschrieben:
Ich finde den Einwand von Pusteblume ganz gut, dass man diese Geräte auch auf eine positive Weise einsetzen könnte, direkt an der Quelle. Das könnte aber wieder das CO2 rechtfertigen, das weiterhin in Massen in die Luft gepustet würde. Das wäre ja so ähnlich wie die Filter, die auch jetzt schon eingesetzt werden - besser filter als keine Filter. Aber es bleibt das Problem des "Mülls". In was sollte das CO2 denn eigentlich umgewandelt werden? Sauerstoff ist doch das Sinnvollste, oder welche Alternativen gibt es? Und wurde überhaupt irgendwann mal erwähntt, dass Bäume abgeholzt werden sollen, damit diese Glasbäume sie ersetzen? Oder wo sollen diese Bäume aufgestellt werden?
26.06.2010
isabella hat geschrieben:
ganz klar nein...was ist das denn für ne idiodische idee...das gibt es doch nicht...haben die wissenschaftler eigendlich nichts anderes zu tun??
wenn man diese projekt unterstützen würden, könnte der regenwald ohne wenn und aber abgeholzt werden und wird würden uns nicht drum kümmern...wenn wir wirklich so leben würden, köntte unserer plant bald so aussehen wie bei 'robots' alles aus metal und robotter reagieren unseren plantet und wir müssten nach pandora umziehen um die einwohner dort zu vernichten, damit wir wieder was zum leben haben...omg...können die wissenschaftler nich mal was vernünftiges erfinden, etw was ersten nicht so viel metal benötigt und zweitens was nicht keinen müll hinterlässt...
noch ne fragen wo würde dann unser sauerstoff her kommen???...den wir zum atmen benötigen und ohne den wir nicht leben können, die baüme, die ja dann weg sind, könnten den ja nicht mehr produzieren...
im prinzip ist das eine ziemlich blöde idee da diese variante noch viele mängel hat...vill sollte er weiter überlegen was dieses thema angeht...
25.06.2010
Pusteblume hat geschrieben:
Hm, so schlecht finde ichdie Idee gar nicht.... denn so ein Co2fänger sammelt ja 1000mal mehr co2 als ein normaler Baum - er braucht also viel weniger Platz. Natürlich dürfen wir auf keinen fall Wald plattmachen, um dann solche Kunstdinger dort hinzustellen, aber wie wäre es denn mit Flächen, wo echte Bäume eh nicht wachsen können? Auf Hausdächern etwa, oder in Wüstengebieten? Wenn man das Co2 direkt an der Stelle einfangen könnte, wo es entsteht - an Fahrzeugen oder Triebwerken oder Schornsteinen - wäre das doch so schlecht nicht? Auf der anderen Seite habt ihr natürlich völlig Recht: Es reduziert richtige Pflanzen auf eine funktion, und dabei sind sie nicht weniger als ein Lebensraum!!! Auf einem Regenwaldbaum können über tausend arten leben!! Muss man sich mal vorstellen!! Und wie ist es mit der Produktion solcher Kunstbäume? Verbraucht die denn dann nicht auch mehr co2, als der baum je einfangen könnte...?? Also ich bin dafür, natürliche Wälder so weit wier nur irgendwie möglich zu erhalten, aber auch über neue Techniken offen nachzudenken. Wir brauchen eine vielzahl an lösungen glaube ich!
25.06.2010
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Das habe ich mich auch gefragt, Janine... wer erzeugt den Sauerstoff? Ich finde die Idee einfach dämlich. Erstaunlicherweise scheint es echt Leute zu geben, die ohne Umstände die Natur durch funktionierende Maschinen ersetzen wollen. Was aber, wenn diese Maschinen kaputt gehen? Bäume haben eine biologische Intelligenz und werden bestimmt keine Aussetzer kriegen, Maschinen schon...
Sind solche Menschen schon so seelenslos, dass sie die Seele der Natur um sich herum nicht mehr erkennen können ?
25.06.2010
Janine hat geschrieben:
.. interessant. und wer erzeugt dann den Sauerstoff? Das Leben besteht doch aus Kreisläufen und mittlerweile wurden schon so viele Flächen herausgebrochen, dass das Gleichgewicht schwankt. Ein Speicher unter der Erde? Großer Schwachsinn! Ich muss Maura zustimmen - Bäume sind viel mehr als CO2 Speicher. Ich finde es sehr seltsam, dass "Umweltschützer" die Natur abtragen wollen und dann künstliche Wälder anlegen wollen, um die Natur zu retten. Macht das Sinn? Die einzige Lösung ist, das CO2 von anfang an zu reduzieren, und nicht Maschinen zu bauen, die das produzierte CO2 einfangen und dann in große Speicher pumpen. Gase in die Erde abzugeben ist eine genauso tolle Idee, wie sie in die Atmosphäre zu blasen.
25.06.2010
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Ich finde es vor allem erschreckend, dass in Bäumen nichts anderes als ein "Co2-Sammler" gesehen wird, ein Nutzobjekt...etwas, ohne dass wir nicht leben können, ja, aber das ist alles???
Bäume sind Lebewesen, die ihre ganz eigene Atmosphäre erzeugen, dass merkt man doch immer wieder, wenn man durch den Wald geht. Wer erkennt endlich ihren Wert abseits der rein biologischen Funktionen an???
25.06.2010
midori hat geschrieben:
Ich finde es besonders schön, wie man Deine Abneigung aus den einzelnen Zeilen herauslesen kann! *G*

Ich muss auch sagen. Ich finde es dumm. Selbst, wenn man so etwas erfinden könnte, würde es nur als Rechtfertigung dienen, um genauso weiter zu machen, wie bisher und das ist komplett der falsche Weg! Der Mensch muss sich seinen Fehlern endlich mal stellen. Stattdessen will er nur immer alles schlimmer machen, als es eh schon ist.

Danke für den Bericht! Super interessant! :)
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