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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Böden im Klimawandel des 21. Jahrhunderts


von RichardParker
14.03.2015
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Hallo ihr Lieben!

Alles befindet sich in stetigem Wandel, nichts bleibt wie es ist. Wie JuliusS es so schön beschrieben hat, der Boden unter unseren Füßen lässt uns nie im Stich. Er bleibt während andere gehen. Aber was passiert mit dem Boden, wenn die klimatischen Zustände unserer Erde derartig schwanken? Auch ein Boden, der den Füßen des Planeten so treuergeben ist, kann nicht allem Stand halten. Der Boden, mitten im Klimawandel des 21. Jahrhunderts.

Der Boden ist vielfältig. Er enthält viel Kohlstoff- deswegen sogar die Theorie die Erde könnte dem Klimawandel auf natürliche Weise entgegenwirken. Genau das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Der Boden begünstigt die vermehrte Freisetzung von Kohlenstoffdioxid. Doch wie kommt es dazu? Alles beginnt mit der Fotosynthese. Hier wird Kohlenstoffdioxid aus der Luft aufgenommen und zum Teil über die Wurzeln in den Boden geleitet.  Später, wenn die Pflanze stirbt, geht auch ihre organische Masse – samt Kohlenstoff – in den Boden über. Dort zersetzen kleine Mikroorganismen die abgestorbenen Pflanzenteile.

Bei diesem Prozess wird der Kohlenstoff dann zum Teil als gasförmiges Kohlendioxid wieder freigesetzt. Es ist ein fortwährender Kreislauf seit Jahrtausenden. Ein höherer Anteil von Co2 in der Atmosphäre hätte zunächst ein schnelleres Wachstum der Pflanzen zur Folge.

Bodenorganismen die die Zersetzung des biologischen Materials herbeiführen, könnten durch den Klimawandel noch mehr aktiviert werden und das wäre eine ideale Voraussetzung für die großflächige Freisetzung von Kohlenstoffdioxid. Wie viel gespeichert und wie viel freigesetzt wird kann die Forschung nicht mit Bestimmtheit sagen. Aus Langzeitbeobachten heraus lässt sich jedoch sagen, dass das Verhältnis von Speicherung Freisetzung stark von der Nutzung des Bodens abhängt. Wälder und Grünflächen speichern großflächig, während Ackerböden eine massive Freisetzung veranlassen.

Die Regierungen von Mecklenburg – Vorpommern, Schleswig-Holstein, Baden Württemberg, Nordrhein Westfalen und Bayern sehen sie mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Mecklenburg – Vorpommern fasst die möglichen Auswirkungen gut zusammen:

Gefahr der Abnahme an Humus sowie Humus bildender Prozesse

 

Gefahr der Verringerung der Abbauleistung von Schadstoffen

 

Gefahr zunehmender Mobilisierung von Schadstoffen aus Böden und Einträge in Oberflächengewässer und Grundwasser

 

Gefahr zunehmender Wasser- und Winderosion, damit einhergehender Bodenabtrag

 

zunehmende Verdichtungsgefährdung

 

jahreszeitliche Verschiebung (Verringerung oder Erhöhung) der Grundwasserneubildungs- und der Sickerwasserraten

 

zunehmende Hochwassergefahr

 

Dürreschäden und Ertragsminderung auf Böden mit geringer Wasserhaltefähigkeit

 

Gefahr verminderter Nährstoffverfügbarkeit im Boden

 

Gefahr des Rückgangs der biologischen Vielfalt

Unser Boden ist die Grundlage für alle Lebewesen und wir sollten seine Vielfältigkeit schätzen und schützen! Der Boden unter unser aller Füße, soll bestehen bleiben. Wir können nicht noch mehr Teile der Erde im Stich lassen, wenn sie uns all die Jahrmillionen nicht im Stich gelassen haben!

Ich übergebe das Wort an Ronja, die euch im nächsten Teil über Böden Desertifikation berichten wird! Es lohnt sich auf jeden Fall dranzubleiben! :)

Text: Lara Hagedorn

Bildquelle:

http://www.gruene-jugend.de/node/13256

Textquellen:

http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article137561635/Boeden-reagieren-auf-Klimawandel-anders-als-gedacht.html

http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/lm/Themen/Boden/Bodenschutz/Gefaehrdung_des_Bodens/Boden_und_Klimawandel/Auswirkungen_des_Klimawandels_auf_den_Boden/index.jsp

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Kommentare (5)
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Sortieren nach Aktualität:
30.04.2015
Carina hat geschrieben:
Böden sind wirklich unglaublich wichtig und viel mehr als bloß "Dreck", wie man vielleicht meinen könnte.
16.03.2015
Ria2000 hat geschrieben:
Das ist echt interessant!
15.03.2015
Ronja96 hat geschrieben:
Danke für den tollen Bericht! Was ja heute auch leider der Fall ist, sind ja Monokulturen. So kann keine typische Vegetationsschichtung entstehen, wodurch sich auch keine typsche Kraut- und Moosschicht bilden kann. Das begünstigt ja leider auch die Erosionen, die du genannt hast.
15.03.2015
Luke24 hat geschrieben:
die Vermutung, dass der Boden die vermehrte Freisetzung von Kohlenstoffdioxid begünstigt, war mir bisher nicht bekannt
14.03.2015
Kathi.Sunflower hat geschrieben:
Sehr informativer Text :-)
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