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Barack Obama zu Besuch in Deutschland: Wohin gehen die USA beim Klimaschutz?


von Marcel
19.06.2013
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Tags: Klima, USA, Obama

US-Präsident Barack Obama ist in Deutschland zu Gast. Bei seinem letzten Besuch in Berlin als Präsidentschaftskandidat waren die Erwartungen auch in Sachen Klimaschutz groß. Bislang wurden viele Hoffnungen enttäuscht. "Es ist höchste Zeit, dass sich die USA bewegen und einen ambitionierten Klimaschutzplan vorlegen", fordert der WWF, der große Erwartungen und Hoffnungen an den Austausch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem US-amerikanischen Präsidenten knüpft. Barack Obama hat in der Vergangenheit wiederholt seinen Willen bekräftigt, die Ursachen des Klimawandels in den USA zu bekämpfen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Es ist an der Zeit, den Ankündigungen Taten folgen zu lassen.

"Präsident Obama muss zeigen, dass es ihm ernst ist, den Klimawandel zu bekämpfen. Die Vorstellung eines nationalen Klimaschutzplans ist überfällig. Eine weitere Tatenlosigkeit kann nicht mit einer Blockade im US-Kongress begründet werden. Zentrale Maßnahmen können ohne Zustimmung des Kongresses umgesetzt werden", erläutert Regine Günther, Leiterin des Klimabereichs beim WWF Deutschland.

Der WWF hat gezeigt, dass ein Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2050 möglich und nötig ist. In den USA scheint weiter das Schreckgespenst umzugehen, dass ein schneller Ausbau der erneuerbaren Energien mit Netzzusammenbrüchen und Blackouts einhergehe. Deutschland, mit einem Anteil von 25 Prozent erneuerbarer Energien am Strommix zeigt, dass dies keinesfalls zutrifft.

Das World Resources Institute hat in seiner Studie "Can the U.S. Get There From Here", einen Maßnahmenkatalog identifiziert, der von der Obama-Administration umgesetzt werden kann und zu einer Verminderung der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen bis 2020 von 17 Prozent gegenüber 2005 führen würde. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Einführung von Emissionsstandards für neue Kraftwerke, die Verminderung des Ausstoßes von Methan und fluorierten Kohlenwasserstoffen sowie die Erhöhung der Energieeffizienz, insbesondere durch neue Standards.

Was meint ihr? Schaffen die USA doch noch den Sprung in eine klimafreundlichere Energiepolitik?

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Kommentare (7)
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21.06.2013
Morgentau hat geschrieben:
Ich weiß nicht, ob die USA das schaffen, aber WENN sie es schaffen, dann ist schon viel erreicht. Die USA haben ja ziemlich viel zu sagen...
Allerdings wäre es auch hilfreich, wenn ein paar "ärmere" Länder mehr für den Umweltschutz täten, dann wäre die Ausrede "Wir haben nicht genug Geld, um die Umwelt zu schonen", hinter der sich einige Länder verstecken, ein wenig entkräftet.

Aber was Obama angeht: Yes you... could. Just do it!
21.06.2013
midori hat geschrieben:
Es ist schon mal sehr viel wert, dass Obama den Klimawandel überhaupt als Tatsache anerkennt. Wenn ich da an Bush denke...

Wenn Regine Günther recht hat und viele der Maßnahmen auch ohne Kongress entschieden und umgesetzt werden könnten, dann frage ich mich allerdings doch, woran es nun mangelt. Hätte es an den Republikanern gelegen, okai. Aber so?

Obama - Du hast nur noch vier Jahre im Amt! Wer weiß, welche Führungspersönlichkeit als nächstes an die Spitze der USA tritt. Bis dahin muss alles im Lot sein, denn wenn der nächste Bush kommt, können wir den Klimaschutz vergessen...
20.06.2013
Jonpackroff hat geschrieben:
Ich fand es gut, dass Obama den Klimawandel in seiner Rede erwähnt und mehr Schutzmaßnahmen angekündigt hat, aber ich kann mich Lukas nur anschließen, hoffentlich handelt Obama und macht nicht nur leere Ankündigungen, was er ja schon einige male gemacht hat.
19.06.2013
larslueneburg hat geschrieben:
Durch die neue Möglichkeit des Hydraulic Fracturing (kurz: Fracking) sind die amerikanischen Ölkonzerne auf eine neue und relativ günstige Förderquelle gestoßen. Das man dabei das Grundwasser kontaminiert und die Umwelt stark belastet wird hier gerne überhört. D.h. die Ressourcensicherung steht in den USA weit höher im Kurs als eine nachhaltige Umweltpolitik.
Auch die schönen Worte Obamas können an dieser Tatsache nichts ändern. Und da auch mächtige und finanzkräftige Lobbieverbände kräftig im Kongress mitmischen, wird auch dieser kaum Nennenswertes für eine zu 100% nachhaltige Energieversorgung tun.
19.06.2013
Malla hat geschrieben:
Ich hoffe, dass die USA endlich im Umweltbereich ihre Vorreieterrolle, die sie meinen schon in anderen Gebieten zu haben, ausfüllen und handeln. Obama kann handeln und auch wenn er seine Gegner überzeugen muss, ist er dank ausreichender Prognosen und Fakten in der Lage dies zu tun. Ich glaube, wenn es auch das Volk will und das demonstriert können sie es schaffen. Also Yes they can!
19.06.2013
Marielle hat geschrieben:
Was soll man dazu sagen? YES YOU CAN ;)
19.06.2013
Lukas96 hat geschrieben:
Hoffentlich handelt Obama :)
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